Dienstag, 5. November 2024

Mauerweg Frohnau

 Kennt ihr das, wenn man irgendwo wohnt, geht man meist die gewohnten Strecken. Steckt ja auch irgendwie auch wohnen drin. Und dann kommt Besuch (Moi!). Und der Besucher ist bekennender Geocacher. Flugs wird die Gassi-Runde 15 Minuten mit dem Auto weiter nach Norden verlegt. Das kannten wir drei Frauen, drei Generationen noch nicht. Die Luft roch so anders. Die Landschaft war so anders. Buffy war zufrieden. Ok, sie ist immer zufrieden, wenn es mit dem Auto und mit mir in eine neue Gegend geht. Ob es am Auto, an mir oder an der tollen Zeit mit Bewegung liegt weiß ich nicht. Vielleicht ist es ja auch eine Mischung aus allem.

Geplant war ein Stück des Berliner Mauerwegs zu laufen und dabei die Geocaches Nummer 20 bis Nummer 15. Da aber der Zuweg durch eine betagte Hunde(muggel)frau versperrt war - schlecht für Buffy, da sie freilaufende Hunde nicht mag, schlecht für mich, da die Frau quasi auf meinem Geocache saß - mußte ich die Runde umschmeißen. Im Improvisieren bin ich wirklich gut. Und da wir ja alles noch nicht kannten, war es dennoch toll. Aus 5 geplanten Geocaches, sind 3 andere angesteuert und gefunden worden, nur der letzte - also der eigentlich als erstes geplante - Geocache hat sich so gut versteckt, dass wir ihn zu dritt nicht finden konnten. Und dann hat uns der Kaffeedurst heimwärts gezogen. 

Auf alle Fälle habe ich hier ein paar (Bilder)Highlights.

verlorene Sandale - ich denk, sie liegt schon etwas länger dort

Und auch hier gab es jede Menge Pilze zu entdecken. Diese waren teilweise richtig groß. Und wenn ich Tante Google glauben würde, waren es Gemeine Riesenschirmlinge. Das Gemein bezieht sich hierbei auf gewöhnlich bzw. alltäglich und nicht auf bösartig. Wenn das zutreffend wäre, hätten wir eine vollständige Mahlzeit für eine ganze Familie gefunden. Da ich es aber nicht weiß! Lasse ich alle Pilze artig im Wald stehen und bewundere sie einfach nur in ihrer Vielfältigkeit.

Laut Google ein Gemeiner Riesenschirmling

Riesenschirmling im Vergleich zu meiner Hand - riesig passt schon mal

und unten hatte er schöne weiße Lamellen

Natürlich habe ich auch meinen Lieblingspilz gefunden.

Kleiner Fliegenpilz - huch, wer hat ihn denn angeknabbert?

Gähnende Leere, wo immer ich nach dem letzten Geocache gesucht habe

JUHU - eine der drei gefundenen Geocaches

verwilderte Natur am alten Mauerweg

spannende Baumformationen am alten Mauerweg

Blockade elegant überwunden


Montag, 4. November 2024

Die Gefahr im Steinbergpark

LACH - also das ist auch wieder zu schön. Die Kids lieben meinen Park. Sie kennen sich inzwischen gut genug aus, dass sie durchaus auch ein Stück allein laufen können. Also zu zweit oder auch zu dritt allein.

Nun brauchte der Prinz eine Auszeit. Er setzte sich am See auf einem Baumstumpf und beobachtete das glitzernde Wasser, die Enten, die fallenden Blätter. Er wollte zur Ruhe kommen, einen Moment allein genießen. 

Der Prinz genießt die Ruhe

Nun waren wir aber auch mit den Hunden unterwegs und die wollten weiter. 

Unser laubbraunes Dreamteam

So blieben die drei Kids zusammen und schwiegen sich am See beruhigend an. Eine wundervolle Erfahrung. Wir sind zwischenzeitlich zur anderen Seite gelaufen und konnten sie "beobachten". Natürlich haben sie uns auch gesehen und kurz drauf sind sie aufgebrochen.

Beobachtung von der gegenüberliegenden Seite

Die Unterhaltung ist nicht zu verstehen, aber dass sie gesprochen haben. Auf einmal wurden die Stimmen eindringlicher. Was genau passiert ist, habe ich nicht verstanden. Nur so viel. Sie müssen über eine Brücke laufen und haben sich für den Weg außen am Geländer entschieden. Die Prinzessin wollte wohl irgendwie auf den Blätterhaufen im Packereigraben treten. Allerdings war es nicht so flach, wie sie gesehen hatte. (Dabei hatte ich ihr schon erklärt, dass der Boden moorastig ist!). Sie sank bis zum Oberschenkel ins kalte Wasser ein. Sie kam auch allein wieder raus. Die Jungs standen ihr wortreich zur Seite. Und ich? Naja,.... ich musste schon sehr schmunzeln, welche Gefahren einen da im Steinbergpark auflauern. Mensch, wie oft bin ich als Kind am Wasserfall nass geworden oder auf dem Eis eingebrochen oder auf der Überschwemmungswiese knietief eingesunken oder zielsicher nicht über den Bach gesprungen, sondern hinein.

Meine Prinzessin - ich liebe dich

So müssen Kinder - männliche wie auch weibliche -  am Ende des Tages aussehen, dann war´s ein guter Tag!

Sonntag, 3. November 2024

Der Steinbergpark

Was ich an meinem Heimaturlaub besonders toll finde?

Ich bin bei meiner Mama. Ich bin in Berlin. Ich bin in absoluter Ruhe. Ich habe einen Park direkt vor meinem (Jugendzimmer-)Fenster. Ich habe Vögel und Eichhörnchen, ich habe Insekten und Kröten, ich habe Waschbären und Marder, ich habe Wildschweine und Füchse. 

Den Steinbergpark kenne ich wie meine Westentasche. Als Jugendliche sollten wir mal für 2-3 Wochen auf einen Hund aufpassen. Die Besitzerin ist ins Krankenhaus gekommen und die Pflegerin (die Mama von meiner Freundin) hatte noch einen kleinen Rüden und die Hundedame wurde heiß. Aus 2 Wochen wurden 12 Jahre. 12 Jahre in denen mehrmals täglich kleine wie auch große Runden im Park gedreht wurden. Aber das schönste im Park ist der kleine See. Er wird durch den Packereigraben gespeist und im Sommer gibt es zur Belüftung einen künstlichen Wasserfall.

Und wenn man dann seine morgendliche Runde mit dem Hund dreht, am See steht und die Sonne kommt langsam über den Bäumen hervor, das Laub leuchtet bunt - dann ist es fast so schön wie mein morgendliche Kreuzfoto. 

Anhalten, durchatmen, zur Ruhe kommen!


Sogar mein Prinz liebt den See und kommt dort runter, wird ruhig und kann sich entspannen.


Und dort, wo ich schon als Kind gespielt haben, spielen nun meine Kids am Wasserfall. OK, am Wasserlauf des Wasserfalls, denn der war dieses Jahr wohl gar nicht an. Es haben Gelder gefehlt.

So schnell kannste gar nicht gucken, rauf aufs Gelände und - ZACK - runter. Aber eingefangen von gleich zwei Kameras *lach*. Als wenn wir das geahnt hätten. Ich glaub, die Handykamera von meiner Mama ist viel besser als meine oder sie hatte sowohl die ruhigere Hand als auch den besseren Winkel.



Der See ist zwar überraschend groß, aber klein genug, dass man ihn bei einem gemütlichen Spaziergang auch schon vor dem Frühstück umrunden kann. Hier einmal der Blick von gegenüber.

Blick zur steinernden Treppe

Wenn ich die Urlaubsbilder durchsehe, dann ist es wirklich wie mit "meinem" Kreuz. Gleiches Motiv und doch jeder Morgen einzigartig.

herrlich diese Stille

Auch wenn es am Nachmittag dann auf der gegenüberliegenden Seite viel lustiger zugegangen ist. Hier wächst ein Baumstamm über dem Wasser. Verlockung pur! ... und das nicht nur für die Kids.

Auch Buffy fühlte sich eingeladen etwas neues auszuprobieren. Ein Glück hatte ich das Handy vorher bereits in der Hand! Normalerweise mag sie nämlich Dinge zum Drüberlaufen, Drüberklettern, Drüberspringen, komischer Boden gar nicht. Außerdem kann sie Wasser mal so gar nicht leiden. Trinken: ja klar. Mit den Füßen rein zum Trinken: okay, wenn es sein muss. Durch Wasser laufen aus Spaß: auf keinen Fall. Mit Wasser spritzen: habt ihr sie noch alle, ich bin dann mal weg.

Aber das beste ist doch, dass ich es sogar geschafft habe, rechtzeitig ein Video aufzunehmen.


Samstag, 2. November 2024

Flaschenpost

Manche Ereignisse fühlen sich an, wie ein 6er im Lotto. Man hört davon. Man weiß, dass es das gibt. Meist kennt man aber keinen, der das in echt je erlebt hat.

Ich finde eine Flaschenpost gehört eindeutig in diese Kategorie. Und mein Prinz gehört zu den glücklichen, die eine Flaschenpost gefunden haben. Einmal am Rheinstrand (hier), was knapp 4 Jahre her ist. Und jetzt hatte er das Glück eine zweite Flaschenpost zu finden!

Flaschenpost
 

Die Flaschenpost wurde eher nicht angespült, denn sie lag im See im Steinbergpark. Der "Deckel" bestand lediglich aus einer Folie, die mit einem Seil zugezogen war. Und obwohl die Flasche dort max. 1 Tag gelegen hat, ist ein wenig Wasser hineingelangt. (Oder es ist passiert, als die Flasche noch mit Muschel bestückt worden ist.) 

Der Prinz beim Befreiungsversuch
 

Es war sehr schwierig die Geheimbotschaft der Flasche zu entlocken. Aber mit ein wenig Geduld und Fingerspitzengefühl ist es uns am Ende doch gelungen.


Wie kommen wir nur an die Schatzkarte?

Eine Schatzkarte. Allerdings ohne wirkliche Hinweise, wo sich der Schatz befindet. Die Enttäuschung war groß. Wenn wir jemals eine Flaschenpost versenden, werden wir es besser machen!

Die geheime Schatzkarte

Freitag, 1. November 2024

Sie verlassen den Oktober

Der Oktober begann und ist schon zu Ende. Heißt das jetzt, dass ich zu viel oder zu wenig Spannendes erlebt habe? Ich weiß es nicht. Ich plane mir jeden Tag so gut es geht. Unternehme das, auf das ich oder die Kinder Lust haben. So kann ich spontan auf Erkältungen und Befindlichkeiten oder Wetter reagieren.

By the way: Wie war denn das Wetter im Oktober? Ich finde, das kann ich am besten anhand von "meinem" Wegkreuz zeigen. Nahezu jeden Morgen nehme ich mir hier die Zeit für ein Foto. Für einmal schauen. Für einmal tief durchatmen. 

Es ist bereits deutlich dunkler am Morgen. Dann hatte ich eine Woche Urlaub und in der zweiten Schulferienwoche war ich die einzige, die morgens zur Arbeit musste. Damit ich zeitiger heim gehen kann, bin ich noch zeitiger los, damit war es dann noch dunkler. Und als die Schule wieder los ging, war schlagartig Herbst. Kalt und neblig, aber dank der Zeitumstellung wenigstens nicht stockfinster.

13:51 Uhr

6:47 Uhr

Den tollen Regenbogen gab es erst am Abend

7:54 Uhr Feiertag

7:59 Uhr Wochenende

9:23 Uhr Wochenende

6:58 Uhr

6:53 Uhr

7:02 Uhr

7:19 Uhr

7:23 Uhr - erster Tag nach dem Urlaub

6:33 Uhr

6:48 Uhr

8:34 Uhr

8:18 Uhr

6:58 Uhr
Vom Nebel war meine Hose ganz nassglitzernd mit feinsten Wassertröpfchen

8:21 Uhr - die Sonne kämpft sich durch den Nebel

7:03  Uhr

7:05 Uhr

 

Kommen wir zu meinen geradelten Kilometer. Im Oktober kamen 187,1 km dazu. Trotz Urlaub und einem Home-Office-Tag mehr ist das nicht schlecht. Wobei der letzte Oktobertag besonders zu Buche schlägt. Da bin ich mit meiner Lieblingskollegin heimgeradelt. Wir haben extra püntktlich Schluss gemacht, damit ich rechtzeitig mit meiner Prinzessin zu Halloween um die Häuser ziehen konnte. Doch dann waren wir noch auf dem Universitätsgelände Geocachen und sind über den Lerchenberg heimgeradelt und weil es noch nicht genug war, noch zusammen den Panzerweg nach Wackernheim entlang "geschossen". Es war so herrlich, zügig fahren, quatschen, den Moment genießen. So war der Heimweg anstatt 7 km auf stolze 23 km angewachsen. Und zeitig daheim war ich dann auch nicht mehr - gerade noch rechtzeitig, um in mein Halloweenkleid zu springen und mir Schminke ins Gesicht zu hauen. Aber auch das hat sich gelohnt, mit der Prinzessin um die Häuser zu ziehen. Nette Menschen (wieder)zu treffen, Verkleidungen zu bewundern, Gartendekoideen zu sammeln. Halloween ist so ein richtig tolles Mutter-Tochter-Ding geworden. Ach ja, und weil ich danach noch immer nicht genug hatte, bin ich gleich noch mit Buffy Gassi gegangen. Damit hatte ich den 31.10. insgesamt 4 Stunden Sport und Bewegung - fast 19.000 Schritte. Dazu aber gleich noch mal.

Abends auf der Straße

Insgesamt saß ich in 2024 bereits 1775 km im Sattel. Auch wenn es fast 100% mit dem E-Bike gewesen ist, ist es doch Bewegung, die ich sonst nicht gehabt hätte. Und ich musste nicht Bus fahren oder habe das Auto genutzt. Die CO2-Bilanz sieht dann sicherlich auch ganz gut aus - zumindest für meinen Arbeitsweg.

  • Januar         140 km
  • Februar     185,5 km (laut google waren es nur 172 km)
  • März         147,3 km
  • April         245,7 km
  • Mai             71,1 km
  • Juni           253,1 km
  • Juli              89,7 km
  • August      237,3 km 
  • September 218,1 km
  • Oktober     187,1 km

Aufstellung über die ganzen Jahre:

  • 2018:       233 km
  • 2019:           0 km
  • 2020:    1.424 km
  • 2021:    2.064 km
  • 2022:    3.137 km
  • 2023:    2.434 km
  • 2024:    1.775 km (vorläufig)

Wem haben die typisch gelben Fahrradbilder gefehlt? Bitte schön!



 

SODELE - kurz hatte ich ja schon meine Schritte angesprochen. Ich will 4 Mio. Schritte in diesem Jahr laufen. Damit ich das schaffe, brauche ich täglich immer knapp 11.000 Schritte. Dies habe ich nicht immer geschafft. Das liegt beispielsweise daran, dass mein Mainzelmann die Hauptgassi-Runde mit Buffy dreht, weil es bei mir bereits dämmrig wird und ich Essen koche und die Hausaufgaben betreue. Wobei, seitdem ich mir eine "richtig krasse" Stirnlampe gekauft habe, gehe ich auch abends wieder länger raus.

Im Oktober bin ich 337.375 Schritte gegangen. Das entspricht 10.883 Schritten am Tag. Da ich mir das heute erst angesehen habe, fällt mir just beim Schreiben ein Stein vom Herzen. 

  • Jan: 343.465 (durchschnittlich 11.080 Schritte am Tag)
  • Feb: 346.600 (durchschnittlich 11.952 Schritte am Tag)
  • Mrz: 366.501 (durchschnittlich 11.823 Schritte am Tag)
  • Apr: 331.697 (durchschnittlich 11.057 Schritte am Tag) 
  • Mai: 322.868 (durchschnittlich 10.415 Schritte am Tag) 
  • Juni: 390.230 (durchschnittlich 13.008 Schritte am Tag)
  • Juli: 328.014 (durchschnittlich 10.581 Schritte am Tag)
  • August: 316.211 (durchschnittlich 10.200 Schritte am Tag) 
  • September: 288.090 (durchschnittlich 9.603 Schritte am Tag)
  • Oktober: 337.375 (durchschnittlich 10.883 Schritte am Tag)
Dieses Jahr bin ich 3.363.041 Schritte gegangen. Für mein Ziel fehlen mir noch 636.959 Schritte. 318.480 im November und genauso viel im Dezember. Ich habe eben mal nachgerechnet, ich kann mich jetzt entspannen, wenn ich täglich 10.500 Schritte schaffe, werde ich mein Ziel erreichen. Denkt aber bloß nicht, dass mir das zufliegt. Ich muss mich schon ab und an durchringen, eine Biegung extra zu laufen oder überhaupt noch einmal loszugehen, wenn ich doch eigentlich weiß, dass Buffy "gerade erst" draußen war, und sie überhaupt gar nicht raus muss, sondern allerhöchstens mit mir raus will.

Und wer komplett durchgehalten hat, darf sich hier kurz bei einem Video entspannen.