Sonntag, 19. April 2026

Berlin: Wenn Moos gefährlich wird – und warum es sich so gut anfühlt, es zu entfernen

Man merkt erst, wie rutschig Moos wirklich ist, wenn jemand darauf angewiesen ist, sicher zu laufen.

Bei meiner Mama in Berlin hat sich über die Zeit auf den Pflastersteinen im Garten Moos gepflanzt. Erst nur ein bisschen. Dann immer mehr. Und wie das oft so ist: Man gewöhnt sich daran. Es gehört irgendwie dazu. Bis zu dem Moment, in dem es eben nicht mehr egal ist.

Jetzt ist sie auf Krücken unterwegs. Und plötzlich wird aus „ein bisschen Moos“ ein echtes Risiko. Moos ist bei Nässe richtig rutschig. Der Krückengummi flutscht unkontrolliert umher.

Also habe ich den Kärcher rausgeholt.

Zottellotte beim Kärchern - definitiv KEINE Strafarbeit

Schon beim ersten Wasserstrahl passiert etwas, das man schwer beschreiben kann, aber sofort versteht, wenn man es sieht: Diese klare Linie zwischen sauber und vermoost. Dieses langsame Freilegen der ursprünglichen Farbe der Steine. Zentimeter für Zentimeter. Es ist nicht nur sichtbar – es fühlt sich auch gut an.

Es ist pure Magie, ist ist Meditation.

Das Geräusch des Wassers, die gleichmäßige Bewegung, das direkte Ergebnis. Kein Warten, kein „vielleicht später“. Sondern sofort: vorher – nachher.

Vorher: Moos, nicht nur in den Fugen, sondern auch auf dem Pflaster

Dank purer Wasserkraft wieder moosfrei - noch feucht 

Mit jedem Streifen, den ich sauber mache, wird der Weg ein kleines Stück sicherer. Für jemanden, der darauf angewiesen ist, dass der Untergrund verlässlich ist.

Das verändert die Perspektive. Es geht nicht mehr darum, dass es „schön aussieht“. Sondern darum, dass jemand sich wieder ein Stück freier bewegen kann. Ohne Angst vor dem nächsten Schritt.

Am Ende sind die Steine heller. Klarer. Wieder wie neu.
Aber das ist eigentlich nur der Nebeneffekt.

Das wirklich Gute daran sieht man nicht sofort:
Ein sicherer Weg. Ein kleines Stück Alltag, das wieder leichter wird.

An der Garage bereits fertig und wieder hell

Und ja – es ist immer noch unglaublich satisfying. Auch wenn es am Ende fast 5 Stunden wurden, waren eigentlich nur die letzten 30 Minuten nervig - da hieß es dranbleiben und durchziehen.

Endabnahme durch Buffy "Ist jut jewordn!"


 

Samstag, 18. April 2026

Berlin: Mein Steinbergpark

Wenn alle noch schlafen...

Wenn alles noch ruhig ist...

Wenn Buffy raus will....

... erfülle ich ihr zu gern den Wunsch.

 

Mein Morgen im Steinbergpark: Ruhe, Frühlingsstimmung, Vögelzwitschern, Waldgeruch, Blätterrascheln, Baumknarzen, Specht klopfen, stilles Wasser, Enten

Noch etwas verschlafen

Ein Gesicht auf bzw. in dem Baumstumpf

Einfach traumhaft schön am Steinbergsee

Bevor es zum Frühstück nach Hause ging, bin ich fix am Hünengrab vorbeigestiefelt. Hierüber muss ich unbedingt einmal einen eigenen Blogpost verfassen.


 

Freitag, 17. April 2026

Back then ... Im Kreis bis zur Einsicht

Back then – Im Kreis bis zur Einsicht

 

Ich war ungefähr 25.
Also alt genug, um es besser zu wissen.
Und erfahren genug, um zu wissen, dass ich eigentlich lieber ruhige Tiere reite.

Aber an diesem Tag stand ich im Stall – in Jeans.
Natürlich in Jeans. 
Rutschig. Nicht reitkonform. 

Ich wollte gar nicht reiten.
Mein Freund hatte die Reitbeteiligung.
Ich hatte Stallluft gebucht.

Dann kam Isabella.
Und mit ihr das Ende meines Plans.

Ein neues Pony. Klein. Kompakt. Bildschön.

Die leichten Kinder durften zuerst.
Sie stiegen auf.
Isabella beschloss, dass das hier ein Zirkeltraining wird.

Galopp. 
Galopp. 
Ohne Stopp.
 
Die Kinder wieder runter. 
Zum Glück haben sich alle bei dem Tempo oben gehalten. 

Dann schaute man mich an.

Und ich fühlte mich – ich sag’s ehrlich – geschmeichelt.
Man traute mir das zu.
Mir. 25. Souverän. In Jeans.

Gleichzeitig rechnete ich innerlich:
85 Kilo.
Pony.
Rücken.

War das verantwortungslos?

Die Stallmädchen standen am Zaun.
Arme verschränkt.
Bereit für das, was gleich schiefgeht.

Ich stieg auf.

Mit Schwung.
Zu viel Schwung.

Für einen kurzen Moment war ich auf dem besten Weg,
auf der anderen Seite direkt wieder abzusteigen.
Vor Publikum.

Ich fing mich.
Natürlich fing ich mich.

Und saß.

Und plötzlich war ich groß.
Sehr groß.
Ich hatte das Gefühl, 
ich könnte einfach mitlaufen.

Isabella dachte kurz nach.
Dann wurde es schnell.

Sie rannte.

Galopp. Ganze Bahn.
Schnell.
Erstaunlich gut zu sitzen.

Ich hoffte inständig, dass sie einfach im Kreis bleibt.
Keine Richtungswechsel. Keine Experimente.
Nur Kreis.

Kreis ist gut.
Kreis ist planbar.

Dann: Trab.

Schneller Trab auf einem kleinen Pony ist kein Reiten.
Das ist ein orthopädisches Ereignis.

Ich wurde durchgeschüttelt,
während ich versuchte, so zu tun,
als hätte ich alles im Griff.

Hatte ich nicht.

Und dann… wurde sie langsamer.

Schritte weicher.
Atem tiefer.

Sie akzeptierte mich.
Oder sie war einfach fertig.

Ich stieg ab.
Würde noch da.
Wirbelsäule… verhandelbar.

Und irgendwo zwischen Stallgeruch und Zaunpublikum wurde mir klar:

Kuchen ist vielleicht nicht gut für die Figur –
aber manchmal genau das, was ein Pony zur Einsicht bringt.

Donnerstag, 16. April 2026

Morgenmuffel-Frühstück

Beide Kinder mögen morgens nicht so recht frühstücken - zu früh, zu wenig Zeit, Ausreden gibt es viele. Seit einiger Zeit versuche ich es durch ein optisch nettes Frühstück - und zwar erfolgreich. Ja, auch ich weiß, dass es durchaus gesünder zugehen könnte. Im Moment kommt es mir allerdings mehr drauf an, dass überhaupt vor der Schule gefrühstückt wird.

Der Prinz bevorzugt Banananshake mit Haferflocken (diese weiche ich allerdings über Nacht ein) und dazu nimmt er ein paar getrocknete Erdbeeren. 

Die Prinzessin bekommt solch blitzschnelle hergerichtete Morgenmuffel-Teller. Und sie werden immer vollständig weggemümmelt.

Stilleben: Blumen und Wolken - Ceshewkerne, Apfelspalten, Fleischwurst, getrocknete Erdbeeren, Banane, Gummifrosch

Eule - Cashewkerne, Apfelherz, Doppelkeks, gebrannte Mandel, Gummibären, Fleischwurst

Prinzessinnenwagen: Doppelkeks, Walnüsse, getrocknete Erdbeeren

Clown: Apfelspalten, Cashewkerne, Fleischwurst, 2 gebrannte Mandeln, Schaumerdbeere

Anime: Zungenkeks, Apfelspalten, Banane, Fleischwurst, Walnüsse/Cashewkerne, Erdbeerchips

Herr Sternnase: Fleischwurst, Haferflockenkeks, Apfelspalten, Cashewkerne, Schokobons 


Zweigeteilt - Der Prinz mag eigentlich nur eine Zutat am Morgen

Streifen: Banane, Apfelspalten, Brezeln und Cashewkerne

Wo der Osterhase lebt - Cashewkerne, Brezeln, Banane frisch und getrocknet

Mittwoch, 15. April 2026

Berlin: Tegler Forst - Wildgehege und Badestelle Reiherwerder

In Berlin haben wir auch Übernachtungsbesuch von meinem Neffen bekommen. Mit drei Kindern ist es schon schwierig einen Ausflug zu finden, der allen gefällt. Dazu erhöhter Schwierigkeitsgrad: mit Hund und meiner Mama, die derzeit an Krücken läuft. So ging es dann in den Tegler Forst. Hier waren wir früher sehr oft gewesen. Teilweise sind wir von Tegel dorthin gelaufen, teilweise sind wir mit dem Rad dorthin gefahren. Zum Glück hatte ich auf der Karte gesehen, dass es vor Ort einen Parkplatz gibt. Der war auch erstaunlich groß und es gab sogar einen Toilettenwagen.

 


Natürlich ging es zuerst zur Badestelle Reiherwerder. Dort haben wir früher öfter gebadet. Bei dem Wetter war allerdings keiner vor Ort und ins Wasser wollte auch keiner. Die Badestelle ist in einer kleinen Bucht und wirklich schön gelegen. Im Sommer wird es dort aber natürlich auch voll.

 


Anschließend ging es zum Wildgehege. Erfreulicherweise konnten sich die Kinder noch auf die Tiere einlassen. Buffy war auch wieder sehr cool und konnte recht entspannt neben den Gehegen sitzen. 

 

Und am abend haben wir ganz klassisch "Auf Achse" gespielt - ganz nebenbei: Ich habe gewonnen. So hat mir das Spiel besonders viel Spaß gemacht.

Dienstag, 14. April 2026

KI-generierte Bilder im März

Damit ich nicht ständig so viele KI-Bilder in meinen Blog einstelle, erstelle ich einmal im Monat einen Sammelbeitrag. Vielleicht lässt ja auch das KI-Fieber irgendwann nach - dann kommt halt nichts mehr.

Nur noch 2 Kaffee bis zum Wochenende

Einmal Doppelbelichtung - bitte

Zottellotte heute im Jahr 1975

Karikatur - herzhaftes Lachen

Skizze im Schulblock (wenn ich sowas mal könnte!)

Wenn Magie die Seele berührt: Manchmal genügt ein einziger Funke, um die Magie sichtbar zu machen

Bei dem nächsten Bild hatte ich eigentlich eine tolle Vorlage und sogar einen Prompt auf Facebook. Dort hieß es " Erstelle ein ganzkörper Bild von einem richtig süßen Kuscheltier was die Gesichtszüge von mir hat" - herausgekommen ist dieser süße Plüschbär.

Dann noch ergänzt, dass es in der Art der Vorlage erstellt werden soll. Daraufhin wurde es "menschlicher". Gefällt mir sehr gut, allerdings würde ich es beim nächsten Mal ohne die dunkle Nasenspitze erstellen lassen. Aber: gelernt ist gelernt, wenn ich zu viel an einem Bild nachträglich verbessern will, wird es in der Regel schlimmer. Also bleibt es jetzt so!

Hier gab es eine fertige Vorlage in PixVerse. Foto hochladen, den Rest erledigt KI.


 Ich dachte, das sieht bestimmt auch süss mit Buffy aus - aber das hat mal gar nicht geklappt.


 

 Einmal Vintage bitte. Mechanikerin in einer Werkstatt.

 


... wäre doch cool, wenn die Frau in das frisch reparierte Auto steigt und gen Sonnenuntergang saust. Aber WIESO wird der Stil geändert?

 


Montag, 13. April 2026

Berlin: Waldbaden im Steinbergpark

Es ist ungemütlich. Es nieselt. Da jagd man doch keinen Hund vor die Tür - aber genau dieser wasserscheue Hund möchte raus. Also Kapuze auf und los. Es hat sich gelohnt!

Der Waldboden hat so herrlich geduftet. Es war so ruhig und dennoch voller Geräusche: Regentropfen, Blätterrascheln, Vögel, Bäumstämme, die knartsen. Aus mal fix fünf Minuten um Haus laufen, wurden 40 Minuten Genuss.

Wer jetzt mit mir Waldbaden gehen möchte, der kann sich das als Video ansehen.

 


Alle anderen dürfen gern mit mir noch Fotos ansehen. Ein "Bild" habe ich nicht gefunden. Der Baum mit den beiden Kastanien war weg. Ich habe "eigentlich genau gewusst", wo er hätte stehen sollen, dennoch habe ich 6 Tage gebraucht, um ihn wiederzufinden. Deswegen fehlt er leider im Waldbaden-Video. 


 

Zwischendurch ging es auch kurz auf den Hundespielplatz. Man! Es wäre so toll, wenn es so etwas in Mainz geben würde.


 
 

Natürlich bin ich auch noch einmal zur Feder gelaufen.

Abgesägt, aber nicht tot. Das Leben findet einen Weg - immer

Und dann habe ich einen riesigen Bärlauchteppich entdeckt.