Montag, 22. Juni 2026

Auf Schattensuche und ein Souvenir zur Sonnenwende

Ich habe Hitze noch nie besonders gemocht. Sobald die Temperaturen steigen, werde ich langsam zu einem schmelzenden Eiswürfel. Aber während ich mich zumindest vor einen Ventilator setzen, etwas Kaltes trinken oder die Füße in Wasser halten kann, hat meine arme Buffy deutlich weniger Möglichkeiten. Sie liegt. Sie hechelt. Sie sucht jede kalte Stelle im Haus. Und schwitzen? Fehlanzeige.

Also brauchte ich für Sonntag einen Plan.

Wobei … ganz ehrlich war da noch ein zweiter Grund. Beim Geocaching gab es vom 20. bis 22. Juni ein besonderes Souvenir zur Juni-Sonnenwende zu ergattern. Und wenn es eine Ausrede braucht, früh morgens in den Wald zu verschwinden, dann nehme ich die natürlich gerne an.

Das Souvenir selbst steht für Wandel, Verbindung und neue Anfänge – inspiriert von Buckelwalen beider Erdhalbkugeln und der Küstentradition von Wales. Ein schöner Gedanke eigentlich. Gerade die Sonnenwende markiert schließlich auch irgendwie einen kleinen Übergang: längste Tage, Sommeranfang und neue kleine Abenteuer.

Geocaching Souvenir zur Sommersonnenwende

 

Mein Plan: früh aus dem Bett krabbeln und mit Buffy in den Wald verschwinden. Meine Wahl fiel auf den Neroberg. Parken, direkt in den Schatten und laufen. Hüstel … und ganz nebenbei vielleicht den einen oder anderen Geocache mitnehmen. Einen klassischen Cache und einige Adventure-Labs spielen.

Über das Lilien-Geo-Art hatte ich bereits einmal berichtet – klick.

 

Mein Plan ging tatsächlich auf: Um 8:15 Uhr bin ich aufgewacht, um 8:30 Uhr saß ich im Auto und um 9 Uhr standen Buffy und ich schon mitten im Wald.

Extra vorbereitet hatte ich Frühstück für uns beide, denn unterwegs essen hat einfach seinen ganz eigenen Charme. Direkt am Parkplatz wartete bereits der erste Geocache. Schneller Fund, Eintrag ins Logbuch – und damit war auch das Sonnenwenden-Souvenir gesichert.

 

Und danach ging es endlich los: Angenehme 25 Grad, Schatten und angenehm feuchte Waldwege. Die Mücken hielten sich glücklicherweise ebenfalls zurück.

 

Während ich die Adventure-Labs spielte, schlenderten wir in Richtung „Klangwelten“. Und obwohl ich mit dem Handy beschäftigt war, war ich trotzdem ganz im Hier und Jetzt. Frei nach dem Motto: "Waldregel Nummer 1: Den Fokus immer zuerst auf den Hund legen. Geocaches und Handy können warten." Gut so, denn dadurch konnte ich das Reh zuerst entdecken – und reagieren, bevor Buffy beschlossen hätte, spontan ihre Karriere als Jagdhund zu starten.

 

Als wir später an die Stelle kamen, an der das Reh den Weg gekreuzt hatte, wurde sie richtig aufgeregt. Ich liebe diesen Moment. Dieses hektische, intensive Schnüffeln, wenn sie eine Spur entdeckt hat. Die Nase arbeitet auf Hochtouren, plötzlich ist alles unglaublich spannend.

 

Aber trotz heißer Spur wird sie nicht wild. Sie bleibt bei mir, ist ansprechbar. Sie zerrt auch nicht wie verrückt an der Leine.

 

An den Klangwelten war eigentlich Pause geplant. Essen? Wollten wir beide irgendwie nicht. Also ging es doch recht schnell zurück Richtung Auto.

 

Dort haben wir dann gegessen und getrunken – und nach einer Stunde Bewegung tat das richtig gut.

 

Als ich diesen Beitrag schreibe, liegt Buffy platt wie eine Flunder auf dem Boden. Und sobald sich ihre aktuelle Liegestelle zu sehr aufgewärmt hat, robbt sie einfach weiter zur nächsten kalten Stelle.

Zumindest eine gute Nachricht gibt es noch: Heute muss sie nicht mehr groß raus.

Sonntag, 21. Juni 2026

1 Woche Cube - 1 Woche pure Freude

Die erste Woche auf meinem neuen Rad ist vorbei. In dieser Zeit bin ich 107,5 km gefahren – genug, um einen ersten Eindruck zu gewinnen.


Schon allein das Anschalten des eBikes ist ein Traum. Kurz den richtigen Knopf drücken und der Mini-Computer fährt hoch. Direkt ersichtlich: Ladezustand und Reichweite in den einzelnen Unterstützungsstufen. Wobei genau dieser Punkt mir noch nicht ganz klar ist – wie sich die Reichweite eigentlich berechnet.


 

Das Rad lässt sich wirklich gut mit einer Hand schieben, so komme ich problemlos durchs Gartentor. Meist gehe ich bis zu meinem Kreuz, um dort mein morgendliches Foto zu schießen.

Dort stelle ich das Rad kurz auf dem Seitenständer ab. Auch das fühlt sich deutlich besser an. Er klappt satt herunter und genauso wieder hoch. Kein Klappern, kein Springen und keine Schraube mehr, die sich ständig löst und einmal im Monat nachgezogen werden möchte.

Dann wird gestartet. Das Aufsteigen fühlt sich an wie bei meinem alten Rad, aber der Antritt ist noch angenehmer. Das merke ich besonders an den Ampeln.

Ich kann vier Stufen Motorkraft zuschalten: Eco, Tour+, Auto und Turbo. Auto war mir anfangs tatsächlich nicht ganz klar. Dahinter steckt aber nichts anderes als eine Art Automatikmodus. Der ist allerdings sehr sanft eingestellt. Wenn ich nur noch damit fahren würde, würden vermutlich meine Muckis verkümmern lach.

Die Bremsen fühlen sich inzwischen langsam „eingebremst“ an. Bei den ersten Abfahrten war ich noch ziemlich unsicher. Mittlerweile merke ich aber, dass die Bremsen wirklich gut sind – „richtig giftig“, wie mir der Verkäufer sagte.

Die Griffe mit den breiten Auflagen gefallen mir sogar noch besser als meine alten. Die hatte ich damals nämlich auch schon nachgerüstet. Ich könnte mir inzwischen gar nicht mehr vorstellen, mit ganz normalen Griffen zu fahren. Allerdings hatte ich bei den letzten beiden Fahrten etwas mit eingeschlafenen Händen zu tun. Das kenne ich überhaupt nicht und hatte ich bei den ersten Fahrten auch nicht. Das muss ich beobachten und gegebenenfalls etwas an der Einstellung oder dem Winkel verändern.

Mein Po hat sich in den ersten 100 Kilometern langsam an den neuen Sattel gewöhnt. Er tut inzwischen nicht mehr weh. Ganz überzeugt bin ich allerdings noch nicht. Vielleicht tausche ich ihn doch noch gegen meinen alten Sattel aus. So würde ein kleines Stück meines alten Rads mit auf die Reise gehen.

Apropos altes Rad: Die Handyhalterung habe ich kurzerhand abgebaut und problemlos ans neue montiert. Es ist für mich einfach gut zu wissen, dass ich jederzeit das Navi nutzen oder mich beim Geocaching führen lassen kann.

Jetzt muss ich nur noch die Speichenreflektoren abbauen und am neuen Rad befestigen. Oder ich kaufe einfach neue – falls doch noch eines der Kinder oder mein Mann eine Zeit lang mit dem alten Rad fahren möchte.

Das Fahrerlebnis selbst ist MEGA. Beim Ausrollen höre ich eigentlich nur die Reifen auf dem Asphalt. Wenn ich trete, summt der Motor angenehm leise, sodass die Reifen weiterhin zu hören sind. Im Leerlauf schnurrt keine Kette.

Das Schalten ist für mich allerdings noch immer gewöhnungsbedürftig. Ich bleibe dabei: Für mich ist die Richtung irgendwie verkehrt herum. Höher schalten – von mir weg. Niedriger schalten – zu mir hin. So steht es auch dran. Ich weiß, daran werde ich mich gewöhnen. Im Moment muss ich mich aber noch bewusst darauf konzentrieren oder auf die Anzeige schauen. Dafür funktioniert die Schaltung jedes Mal sofort: Kurz aufhören zu treten, schalten und weiterfahren. Kein Klacken, kein Knirschen, keine Verzögerung. Schalter drehen und fertig.

Den Akku habe ich bisher noch nicht leer gefahren. Solche großen Touren schaffe ich unter der Arbeitswoche einfach nicht. Positiv finde ich aber jetzt schon, dass ich nicht täglich laden muss. Wenn geladen werden muss, braucht man allerdings etwas Zeit einzuplanen. Ein 800-Wattstunden-Akku an einem 2-Ampere-Ladegerät ist eher Team „gemütlich laden“ als „mal eben schnell“.

Die nächsten Tage werden allerdings eine echte Herausforderung – die Temperaturen meinen es gerade etwas zu gut. Aber das wird mich nicht vom Radfahren abhalten. Dann eben etwas früher los und auf möglichst schattigen Wegen unterwegs sein. Wer weiß – vielleicht führen mich gerade diese kleinen Abweichungen vom direkten Weg zu Orten, die ich sonst nie entdecken würde oder sogar einen neuen Geocache.



 

Samstag, 20. Juni 2026

Rundtour auf dem neuen Rad

Das neue Rad wurde natürlich am Wochenende (letzten Samstag) eingefahren. Nachdem ich es am Freitag vollständig geladen hatte, den Sattel höher gesetzt habe, stand einer entspannten Jungfernfahrt nichts im Weg.

 

Als Ziel habe ich mir die neue Wohnung von meiner Lieblingskollegin ausgesucht. 15 km. Schön die Weinberge hoch - Aussicht genießen und dann zum Rhein wieder runter.

 

Entspannt quatschen, einen Kaffee trinken. Ui, meine Kollegin hatte nur Soja-Milch offen. Die hatte ich noch nie im Kaffee gehabt. Ich formuliere es so: Nächstes Mal nehme ich wieder Kuh. Da bin ich dann doch altmodisch.

 

Gemeinsam ging es dann weiter. Meine Lieblingskollegin war zum Geburtstag auf einem Weingut verabredet. Dorthin habe ich sie begleitet und bin dann nach Hause gesaust.

Ein Stopp für einen Geocache

Am Ende standen 38,9 km auf der Uhr. Ich habe es genossen.

 

Mein Po hat mir allerdings mitgeteilt, dass das ein neuer Sattel ist - sie müssen sich aneinander gewöhnen.

 

An die neue Schaltung muss ich mich allerdings auch noch gewöhnen. Irgendwie schalte ich immer hoch, wenn ich runter schalten will und umgekehrt. Wenn es allerdings plötzlich ziemlich steil wird, bedeutet das im Zweifel "Absteigen und schieben".


Freitag, 19. Juni 2026

Back then #16 - der Elektrozaun


Wir haben mit einer befreundeten Familie gemeinsam Urlaub in Dänemark verbracht.

Einer dieser Urlaube, bei denen man am ersten Tag voller Tatendrang loszieht, um die Gegend zu erkunden. Aus dem geplanten kleinen Spaziergang wurde allerdings schnell eine mittelschwere Expedition. Keiner kannte sich aus, alle waren neugierig – und so wurde der Weg lang und länger.

Anfangs fiel das niemandem auf. Später schon.

Irgendwann war die Luft komplett raus. Jeder wollte eigentlich nur noch zurück zum Ferienhaus. Die Erwachsenen sehnten sich nach kalten Getränken und hochgelegten Beinen, wir Kinder wollten einfach nur spielen.

Und dann sahen wir sie: die vermeintliche Rettung. Eine Kuhweide, die sich perfekt als Abkürzung anbot. Von Kühen war weit und breit keine Spur.

Blieb vor dem Grenzübertritt nur noch eine essenzielle Frage: Ist auf dem Elektrozaun Strom?

Was folgte, war eine hochwissenschaftliche Sicherheitsprüfung in drei Akten:

Akt 1: Der Alibi-Test mit einem feuchten Grashalm. Ergebnis: nichts.
Akt 2: Der mutige Test mit der flachen Hand direkt am Draht. Ergebnis: ebenfalls nichts.
Akt 3: Die logische Schlussfolgerung: Der Zaun ist offensichtlich außer Betrieb.

Damit war die Sache beschlossen. Einer nach dem anderen kletterte hinüber. Wir berührten alle den Zaun beim Drüberklettern. Kein Problem.

Als dann aber die letzte im Bunde das Bein über den Zaun hob, beschloss das dänische Weidezaungerät offenbar, seine Arbeit wieder aufzunehmen.

Ein lautes Quietschen. Ein Satz nach vorne. Und die schlagartige Erkenntnis, dass unsere empirische Testreihe doch noch Schwächen hatte.

Der Rückweg zum Ferienhaus wurde zwar deutlich kürzer, dafür gab es aber einen beeindruckenden blauen Fleck an der Oberschenkelinnenseite als Andenken – und eine Geschichte, die bis heute immer wieder für Lacher sorgt.


Dienstag, 16. Juni 2026

Animation: Dude ist nicht beeindruckt

Für das neueste Let´s Play hat mein Prinz für eine Sekunde ein ganz bestimmtes Bild einblenden wollen. Dieses Bild hat er dann "mal eben" gezeichnet. Dieses Mal hat er den Hintergrund nicht selbst gezeichnet, sondern einen Screenshot genutzt. Dieser wurde aber mit diversen Lichtern modifiziert.

 

Ich liebe absolut den Zeichen-Stil von meinem Prinzen. Er hat da nichts abgekupfert oder kopiert, sondern seinen ureigenen Stil entwickelt. Auf dem neuen Zeichentablet ist immer ein Speed Paint dabei. Wenn er dazu die passende Musik hinzufügt, dann kann ich mir die Entstehung seiner Bilder auch mehr als einmal ansehen.

P.S. 13 Monate habe ich darauf gewartet - kein Speed Paint. Das Bild finde ich noch immer beeindruckend. Also zeige ich es so.

Montag, 15. Juni 2026

Frühstücksideen

Ausgewogenes Frühstück vor der Schule ist wichtig. Wichtiger bei uns ist allerdings, dass die Kids überhaupt etwas essen. Alles, was in Zwang ausartet, wird boykottiert. Alles, was zwangslos geschieht, schont die Nerven für alle Beteiligten. 

Also lasse ich meiner Fantasie weiterhin freien Lauf und bereite mehr oder weniger ansehnliche Frühstücksteller vor. Mit dabei ist immer etwas Safe-Food, also Essen, dass immer gegessen wird. Gern in Kombination mit etwas neuem. Manchmal klappt es, manchmal wird das neue ignoriert. In Summe habe ich allerdings festgestellt, dass die Menge sich erhöht hat, dass sogar bereits nach einem Nachschlag gefragt wurde und dass sich die Auswahl vergrößert. Dies wirkt sich auch auf unser abendliches Mittagessen aus - auch hier werden neue Dinge versucht. 

5erlei: Apfelspalten, Erdbeeren, getrocknete Banane, Erdbeerchips, Fleischwurst
 
Cyborg-Eye: Erdbeeren, Apfelspalten, Brioche

Alles Ampel, oder was?: Mini-Muffins, Apfelspalten, Käsewürfel

Punkt-Punkt-Komma-Strich-Strich-Strich: Boulette, Mini-Muffin, Käsewürfel, Möhrensticks

Der Schrei: Apfelspalten, Cashewkerne, getrocknete Banane und Mini-Muffin

Frühling: Apfelspalten, getrocknete Banane, Kekse, Erdbeerchips

Quadro: Nüsse, Apfelspalten, Erdbeeren, Waffeln

Gerahmt: zweierlei Kekse, Nüsse, Apfelspalten

Mit Liebe: Fleischwurst, Cashewkerne, Mini-Muffin, Keks, crunchy-Bretzel 

Leute, zu den Bretzeln muss ich noch was schreiben. Bei mir auf der Arbeit wurde Abschied genommen, dazu gab es Bretzeln. Am Ende sind 3Bretzeln übrig geblieben. Diese standen die ganze Nacht draußen und waren entsprechend hart geworden. Ich habe diese mit heimgenommen und gewürfelt. Anschließend ein wenig mit Öl bentzt und in den Airfryer gegeben. Herausgekommen ist ein mega genialer knuspriger Snack. Dieser kleiner Rest ist übrig geblieben (wurde sicherlich übersehen) und konnte deswegen am Morgen genascht werden.

Sonntag, 14. Juni 2026

Alt gegen Neu – der technischer Vergleich

Fischer und Cube

Bevor ich mich ausführlicher von meinem alten Fahrrad verabschiede und bevor das neue genügend Kilometer gesammelt hat, um wirklich beurteilt werden zu können, möchte ich einen ersten - rein technischen - Vergleich wagen.

Links steht mein bisheriges Rad, ein Fischer ETD 1861, das mich seit August 2018 begleitet hat. Rechts mein neues Cube Kathmandu Hybrid Comfort SLX. Allein der Name verheißt Fahrfreude.

MerkmalFischer ETD 1861Cube Kathmandu Hybrid Comfort SLX
Kauf08/201806/2026
Akku504 Wh800 Wh
Motorleistung75 Nm90 Nm
AntriebKetteGates-Riemen
Schaltung9-Gang-KettenschaltungEnviolo Automatiq (5 Gänge)
Displayabnehmbarfest verbaut
WartungsaufwandKette und Schaltung regelmäßig ThemaHoffnung auf deutlich weniger Wartung
Kilometerstandca. 14.400 km8 km (nach Kauf heimradeln)
Vertrauen14.400 km gemeinsame Erfahrungmuss sich erst verdienen

Auf dem Papier gewinnt das Cube in fast allen Kategorien. Mehr Akku. Mehr Drehmoment. Moderneres Antriebssystem. Automatische Schaltung. Riemenantrieb statt Kette.

 

Und trotzdem ist die Sache nicht ganz so einfach.

Mein Fischer hatte seine Eigenheiten. Mit der Kette hatte ich von Anfang an immer wieder Ärger. Sie schlackerte gegen den Kettenkasten, sprang regelmäßig ab -da brachte erst ein neues Kettenblatt dauerhaft Ruhe. Zuletzt war die Schaltung nicht mehr ganz glücklich eingestellt. Unter Last rutschte die Kette gelegentlich über ein Ritzel und einige Gänge ließen sich gar nicht mehr schalten.

 

Auch das Display hatte sich längst in den Ruhestand verabschiedet (keine Wartung mehr ab Werk). Glücklicherweise konnte das Rad trotzdem problemlos gefahren werden. 

 

Trotz all dieser Macken gibt es etwas, das sich nicht in technischen Daten ausdrücken lässt:

Vertrauen.

Dieses Fahrrad hat mich über ungefähr 14.400 Kilometer begleitet. Es hat mich zur Arbeit gebracht, auf Touren, zu Geocaches und wieder nach Hause. Nach einem schweren Unfall wurde fast alles an ihm erneuert. Danach fuhr es weiter und auch ich.

Ich kannte seine Schwächen. Ich wusste, was gerade klappert und wann etwas Aufmerksamkeit braucht.

 

Das Cube startet nun mit einem großen Vertrauensvorschuss. Ich hoffe auf weniger Wartung, auf einen zuverlässigen Riemenantrieb, auf die automatische Schaltung und auf viele sorgenfreie Kilometer.

Dennoch: Vertrauen entsteht nicht durch technische Daten.

 

Vertrauen entsteht auf gemeinsamen Wegen.

Deshalb gewinnt das Cube den Vergleich auf dem Papier.

 

Ob es auch den Vergleich im Alltag gewinnt, werden die nächsten Jahre zeigen.