Sonntag, 18. Oktober 2026

Lesesessel

Manches Mal sind die Zufälle zu eindeutig für mich. In den Momenten bin ich mir gar nicht mehr so sicher, ob es wirklich noch Zufälle sind oder schon Bestimmung. Wenn Zufälle so wunderbar Hand-in-Hand gehen und am Ende ein großes stimmiges Gesamtpaket herauskommt.

Als die Prinzessin und ich letztens beim Dreamlight-Konzert waren, haben wir ihr verspätetes Geburtstagsgeschenk eingelöst. Während wir auf Vorstellungsbeginn gewartet haben, haben wir uns unterhalten und kurz in "Teilen - Schenken - Leihen" geschaut. Dort haben wir den perfekten Lesesessel für die Prinzessin gesehen.

 

Fix die Noch-Besitzer angeschrieben, die Antwort kam sofort und die Erkenntnis, dass wir den Lesesessel direkt nach dem Konzert abholen gehen können - und zwar 3 Minuten vom Konzertsaal entfernt. Wie schön ist das denn? 

Und jetzt finde ich die Prinzessin gar nicht mehr so oft im bzw. auf dem Bett - nun kuschelt sie sich in ihren Sessel und liest dort, hört Musik oder zockt auf dem Handy. Wobei ich hoffe, dass sie das erste noch öfter und letzteres seltener macht. Sie hat auch bereits auf dem Sessel geschlafen.

Samstag, 17. Oktober 2026

🎃 Herbstzauber und Halloween 🍂

 🎃 Herbstzauber und Halloween 🍂

Kalter Wind lässt Blätter tanzen,
Kürbisse vor den Häusern glänzen.
Schere, Papier und Kerzenschein –
so lädt der Herbst zum Basteln ein.

Gespenster, Hexen, Fledermaus,
schneiden wir aus Papier heraus.
Mit etwas Glitzer, Schwarz und Orange
wird selbst der Regentag zur Chance.

Wenn draußen dunkle Wolken zieh’n
und kleine Geister vorüberflieh’n,
dann wird gebastelt, gelacht und dekoriert,
bis Halloween die Welt verzaubert und ziert.

 

Die liebe Ulrike hat zu ihrem berühmten Halloween-Bloghop eingeladen. Seitdem meine Tochter laufen kann, liebt und feiert sie Halloween. Natürlich mach ich da mit.

Dieses Mal entführe ich in die Welt der Poesie. Halloween und Basteln gehören einfach zusammen. Das Wetter wird useliger. Ein Grund mehr endlich wieder Zeit im Haus verbringen zu dürfen - Ohne schlechtes Gewissen. Aber manches Mal überkommt mich eine andere Muse: die Gedichtkunst. Oft in GForm von einem Elfchen. Elfchen sind Mini-Gedichte aus 11 Worten nach einem festen Schema. Sie eignen sich hervorragend, wenn man noch nie ein Gedicht geschrieben hat und es einfach einmal ausprobieren will. Aber seit neuestem liebe ich auch Gedichte mit 3 bzw. 5 Stropfen. Meist wird es einfach jeweils ein Paarreim, aber vielleicht schaffe ich es auch mal einen Kreuzreim zu erschaffen. Ich bleibe dran - und ihr könnt ja einfach mal versuchen, ob euch etwas gelingt. Wer mag, darf mir gern sein Ergebnis verlinken oder hier kommentieren.

Schaurigschönes Halloween 

 

 P.S. Das passende Bild zum Beitrag habe ich mit KI Gemini erstellt.   

Freitag, 16. Oktober 2026

Back then #31 – Zwischen Gruppendynamik und eigenem Weg

Damals, so um 2008 oder 2009, hatte ich mein Fahrrad mit zur Arbeit genommen. Im Zug, versteht sich. Nach Feierabend sollte es dann mit eigener Muskelkraft von Darmstadt nach Mainz gehen.

Ich hatte mir damals vorgenommen, möglichst oft unterschiedliche Wege zu fahren. Nicht immer die gleiche Strecke, sondern mal hier lang, mal dort lang. Die Idee war großartig. In der Realität habe ich das allerdings deutlich seltener gemacht, als ich es mir vorgenommen hatte.

An diesem Tag kam ich zur Fähre in Kornsand.

Während ich auf die Fähre wartete, stand ich mit einer größeren Gruppe Radfahrer zusammen. Alle bereits im Ruhestand – aber durchaus sportlich unterwegs. Also so richtig sportlich, wie sich später noch herausstellen sollte.

Die Fähre kam, wir schoben unsere Fahrräder an Bord und dann sprach mich der Gruppenleiter an.

Er hatte für mich gleich mit gelöst.

Wow!

Das fand ich klasse. Damals kostete die Überfahrt mit Fahrrad, soweit ich mich erinnere, gerade einmal zwei Euro. Heute sind es fünf. Vielleicht hatte der Gruppenleiter auch einfach eine Gruppenpauschale ausgehandelt oder er war spendabel. Ich fand die Geste richtig nett.

Während der kurzen Überfahrt unterhielten wir uns ein bisschen. Und siehe da: Die Gruppe wollte ebenfalls nach Mainz.

Allerdings nicht einfach am Rhein entlang.

Sie hatten den Plan einmal hoch in die Weinberge und anschließend über die Ortschaften nach Mainz.

Die Strecke kannte ich noch nicht. Also wollte ich mich einfach anschließen.

Die Fähre legte an, wir schoben unsere Räder von Bord und dann ging es los.

Und meine Güte, hatte diese Gruppe ein Tempo drauf!

Zuerst schossen sie durch die Straßen. Und dann kam der Weinberg.

Zack.

Hoch.

Während ich bereits ordentlich am Pumpen war, fuhr die Gruppe weiter, als wäre das die normalste Sache der Welt. Und sie unterhielten sich dabei auch noch.

Vielleicht haben sie irgendwann nicht mehr ganz so viel geredet. Aber sie fuhren jedenfalls noch nebeneinander.

Ich hingegen wurde ziemlich schnell vom vorderen Drittel der Gruppe nach hinten durchgereicht.

Und dann war ich abgeschlagen.

Einfach weg.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich mich nicht einmal richtig verabschieden konnte. Irgendwann waren die anderen einfach zu weit weg.

Jetzt hätte ich natürlich versuchen können, hinterherzuhecheln.

Aber warum eigentlich?

Mein Körper sagte mir ziemlich deutlich, dass dieses Tempo gerade nicht meines war. Also habe ich nicht versucht, mich auf Biegen und Brechen an die Gruppe heranzuarbeiten.

Ich habe auf mich gehört.

Auf halber Höhe fuhr ich dann durch die Weinberge – parallel zur B9 und zum Rhein.

Und plötzlich war das gar nicht mehr schlimm. Im Gegenteil.

Es war eine wunderschöne Strecke. Ich fuhr in meinem eigenen Tempo, musste niemandem hinterher und konnte die Landschaft einfach in vollen Zügen genießen.

Denn lieber bestimme ich selbst, wie schnell ich fahre und welchen Weg ich nehme, als mich vollkommen zu überfordern, nur um mit anderen mithalten zu können.

Die Gruppe habe ich übrigens nie wieder gesehen.

 


 P.S. Das passende Bild zum Beitrag habe ich mit KI Gemini erstellt.  

Donnerstag, 15. Oktober 2026

Mittwoch, 14. Oktober 2026

Radfahren im Sonnenaufgang

Heute zeige ich euch, wieso ich morgens mit dem Rad zur Arbeit fahre - auch wenn es viel zu früh ist oder kalt ist/kälter wird.

Mein Rad im Morgenlicht

freies Feld, frische Luft
Wessen Arbeitsweg ist auch so wunderschön

 

eine Unterführung ins Licht

Noch geschwind am Fußballstadion vorbei - und dann kommt nur noch Stadt und Beton

Dienstag, 13. Oktober 2026

Mainz leuchtet

Ende September gibt es das Late-Night-Festival: Mainz leuchtet. Im letzten Jahre waren wir auch dort gewesen, hier habe ich drüber berichtet. 


Das Festival erstreckt sich von der Rheingoldhalle bis zum Schillerplatz. 

 

Der Veranstalter mainzplus, die Landeshauptstadt Mainz und die Hochschule Mainz freuen sich über viele Besucher - die hatten sie letztes Jahr und auch in diesem Jahr. 

 Die Projekte des Festivals wurden von Studierenden des Studiengangs Zeitbasierte Medien im Kurs „Mainz leuchtet“ entwickelt.

 


Wir haben dieses Jahr in Ruhe am Rhein gestartet. Wobei: Ruhe ist relativ, auf der einen Seite der Theodor Heuss Brücke war eine ordentliche Party.

 


Dann sind wir von der Rheingoldhalle zum Höfchen gegangen


 und über das Hightlight, den Dom, zurück zum Rhein.


 Herrliches Wetter. Beeindruckende Beleuchtung und Musik. Unfassbar viele Menschen.

Montag, 12. Oktober 2026

Happy Birthday, Mainzelmann

 Mein lieber Mainzelmann, 

ich liebe dich unendlich. Ich bin froh, dass wir beide uns getroffen haben. Damals habe ich zu dir gesagt, dass ich mit dir zusammen alt werden möchte. Und jetzt feiern wir schon den 19. Geburtstag zusammen.


 Auf die nächsten 19 gemeinsamen Jahre.

Deine Zottellotte