Sonntag, 8. November 2026

UaU - Urlaub auf Usedom #2 - Anreisetag und Seebrücke Zinnowitz

Wenn man bei der Anreise bereits auf einen Regenbogen zufährt, kann die Reise nur eines werden: 

SCHÖN!

 

Die Anreise konnte ganz gemütlich in Berlin gestartet werden. Mit einem gemeinsamen Frühstück mit meiner Mama, meinem Bruder und seiner Familie. Auch Buffy hatte Freude Klein-Hugo und Brownie wiederzusehen. Sie war bereits angekommen und hat nicht damit gerechnet, dass wir noch weiterreisen würden.

Buffy spielt mit Klein-Hugo

Ankunft in der Ferienwohnung pünktlich um 15:30 Uhr. Für mich war es seltsam, denn es gibt keine Rezeption, sondern nur einen Code für den Schlüssel. Theoretisch kann man so reisen, ohne überhaupt mit einem einzigen Menschen gesprochen zu haben. Hatte ich nicht gemacht, ich hatte fernmündlich gebucht und ich musste noch einmall kurz mit dem Reisegastgeber telefonieren, da es mit dem Handtuchpaket nicht geklappt hat. Das war aber überhaupt kein Problem, eine halbe Stunde später wurde es uns gebracht. Wir hatten in der Zeit die Ferienwohnung besichtigt, die Zimmer eingeteilt und das Auto leer geräumt.

Dann gab es für mich kein Halten mehr: STRAND - ich möchte ans Meer. Und meine ganze Familie kam mit.


 Der erste Wasserkontakt ließ nicht lange auf sich warten und wurde gefilmt *lach*

 


Ansonsten war einfach genießen angesagt. Diese Weite. Diese Einsamkeit. Dieser Frieden. Die Wellen. Die untergehende Sonne. Die Farben. Die Stimmung. Ich kann gar nicht beschreiben, wie glücklich mich dieser Moment macht.

 



Ein Schwarm Nebelkrähen

Und dann ging es direkt zur Seebrücke von Zinnowitz. Die Brücke heißt Vineta und ist 315m lang.




Tauchglocke - der Prototyp aus dem Jahr 2006 befindet sich in Zinnowitz

Und Buffy? Die kennt inzwischen alle Seebrücken. Sie liebt sie nicht und ich kann sehen, dass sie die Pfötchen breit spreizt, aber sie läuft an lockerer Leine tapfer mit. 

Samstag, 7. November 2026

UaU - Urlaub auf Usedom #1 - Holpriger Start

Die Herbstferien standen im Oktober vor der Tür. Wir hatten für uns ungewöhnlich lange im Voraus geplant, dass wir verreisen wollten.

Bei uns sind alle Wünsche unter einen Hut zu bringen gar nicht so einfach.

  • Buffy muss mitkommen
  • Ich möchte gern Frühstück bekommen - kein Einkaufen, kein Vorbereiten, kein Aufräumen
  • Der Prinz und die Prinzessin möchten gern einen Pool
  • Mein Mainzelmann liebt das Meer

Wir haben was gefunden, das alle 4 Punkte erfüllt. Auch wenn wir genau dort bereits einmal gewesen sind. Es macht nichts, an einen schönen Ort zurückzukehren. Seit Ostern stand fest: Im Herbst geht´s auf die Insel Usedom.

Dann war  es soweit: Am Freitag sollte es erst nach Berlin gehen und am Samstag weiter nach Usedom. Dienstag nachmittag bekam ich eine Nachricht, dass der Pool defekt sei und man nicht wisse, ob und wie schnell dieser repariert werden könne. Man bot uns an, kostenfrei zu stornieren.

Familienrat am Mittwoch - 2 Tage vor Abfahrt. Pro´s und Contra´s wurden besprochen. Am Ende haben wir uns entschieden, das gebuchte Hotel bleibt unser Notplan - auch ohne Pool, aber ich wollte mal schauen, ob ich was anderes mit Pool finden kann.

Ich habe mich direkt ins Netz begeben und gesucht. Termin steht, Hund, Pool und Usedom. Und was soll ich sagen. Ich habe eine Ferienwohnung gefunden! Einziges Kontra: kein Frühstück. Aber das große Pro, dass dann dieses Kontra aufgewogen hat, war der Preis: Rund 500 Euro weniger. Für 500 Euro kann ich vor Ort Frühstück essen gehen oder mir selbst was zubereiten. Online war zwar direkt zu buchen, aber ich musste vorab noch klären, ob wir Bettzeug und Handtücher mitbringen müssen. 

Donnerstag hab ich dann nach der Arbeit die Koffer gepackt, mit dem Reisegastgeber gesprochen, die Reise gebucht und bezahlt. Dem Ferienpark schweren Herzens abgesagt. Am nächsten Tag ging es direkt nach der Arbeit los.

Niemals hätte ich gedacht und erwartet, dass ich noch einmal so kurzfristig eine Reise buchen werde.


 P.S. Das passende Bild zum Beitrag habe ich mit KI Gemini erstellt.  

Freitag, 6. November 2026

Back then #34 – Eine Nacht, ein Motorrad und eine offene Frage

Manchmal kramt man in alten Erinnerungen und plötzlich taucht eine Geschichte auf, die man selbst schon fast vergessen hatte. So ging es mir auch beim letzten Beitrag: Back then #33 – Im Frühling eingestiegen, im Winter ausgestiegen.

Diesmal geht es um eine etwas ungewöhnlichere Anreise mit dem gleichen InterCityNight 1501. Denn diesmal reiste nicht nur ich nach München, sondern auch mein Motorrad.

Das muss wohl im Herbst 1998 gewesen sein. Im April war ich gerade erst nach München gezogen und wusste noch gar nicht, ob ich bleiben würde. Einige Monate später sah das offenbar anders aus. Ich hatte mich entschieden, länger dort zu bleiben, und wollte nun auch mein Motorrad nach München holen.

Erst bei meinen aktuellen Recherchen ist mir aufgefallen, dass ich damals zu einer ziemlich besonderen Zeit mit diesem Zug unterwegs war. Denn die Bezeichnung InterCityNight verschwand bereits zum Jahreswechsel 1998/99. Das hatte ich seinerzeit natürlich überhaupt nicht auf dem Schirm.

Die rund 600 Kilometer zwischen Berlin und München wollte ich allerdings nicht selbst auf zwei Rädern zurücklegen. Also nahm ich kurzerhand den Autozug und reiste wie gewohnt über Nacht. Für die Motorradmitnahme musste ich in Berlin-Wannsee einsteigen.

Verladung in Berlin-Wannsee

Damals führte mein Weg von Norden kommend über die Autobahn und die AVUS weiter in Richtung Süden. Die AVUS, die Automobil-Verkehrs- und Übungsstraße, war eine der ersten Autostraßen der Welt. Heute trägt die A 115 den Zusatz „AVUS“ nur noch in Klammern.

Am Abend wurde für den Nachtzug verladen und langsam wurde es dämmrig.

Die Motorräder mussten zuerst auf die Transportwagen. Dafür sollten die Fahrer ihre Maschinen selbst auf die Wagen fahren. Es gab eine schmale Rampe, über die ich mein Motorrad bringen musste. Also ganz langsam und vorsichtig, bloß nicht aus der Spur kommen. Ich kann mich noch deutlich an dieses Knirschen und Scheppern von Metall erinnern.

Oben angekommen, wurde ich ordentlich eingewiesen. Die Mitarbeiter übernahmen das Verzurren der Maschinen. Als mein Motorrad sicher stand, konnte ich mich auf den Weg in den Zug machen.

Eine Nacht im InterCityNight

Ich übernachtete im Liegewagen. Bei meiner Recherche bin ich auf die Bezeichnung „Kajütenliege“ gestoßen. Ob das tatsächlich die genaue Bezeichnung meines Abteils war, kann ich heute nicht mehr sagen. Die Beschreibung passt jedenfalls zu meiner Erinnerung.

Ich erinnere mich an Vorhänge und zwei übereinander angeordnete Schlafplätze. Eine abgeschlossene Schlafkabine mit eigenem Bad war es jedenfalls nicht. Dafür hätte mein damaliges Budget definitiv nicht gereicht.

Ich mochte das Schaukeln des Zuges, die Lichter draußen und das Gefühl, während der Fahrt einfach schlafen zu können.

Morgens wurde man von den freundlichen Zugbegleitern geweckt. Es gab Kaffee oder Kakao und ein Brötchen mit Salami oder Käse. Das Zähneputzen war manchmal davon abhängig, ob gerade jemand das Zug-WC blockierte. Aber auch das gehörte dazu.

Einmal habe ich versucht, Geld zu sparen und einen Ruhesessel gebucht. Die Sitze ließen sich zwar ziemlich weit zurückstellen, beinahe in eine Liegeposition, aber eben nur beinahe. Man saß in einem offenen Wagen, hatte wenig Privatsphäre und konnte nicht wirklich erholsam schlafen.

Lektion gelernt: Beim nächsten Mal lieber wieder eine Liege!

Am Morgen in München – und das Motorrad wartet schon

Nach dem Frühstück stieg ich am Münchner Ostbahnhof aus. Dort traf ich die anderen Motorradfahrer. Gemeinsam gingen wir zu den Transportwagen.

Die Motorräder wurden losgebunden und wir konnten unsere Maschinen übernehmen. Und hier setzt meine Erinnerungslücke ein – denn ich bin mir ziemlich sicher, dass ich damals vorwärts vom Wagen heruntergefahren bin! 

Ich erinnere mich nicht mehr genau daran, wie die Entladung ablief. Vielleicht war es eine Drehfahrt, vielleicht wurde mit einer Rampe gearbeitet. Vielleicht war der Weg auch einfach nicht so lang, oder ich war jung genug, dass mir das gebückte Laufen auf den niedrigen Transportwagen gar nicht besonders aufgefallen ist.

Jedenfalls ging es anschließend direkt weiter. Für mich zur Arbeit und erst nach Feierabend mit dem Motorrad nach Hause.

Eine kleine Expertenrunde

Natürlich lässt mich so eine Frage nicht los. Also habe ich die bahninteressierten Männer im Bekanntenkreis befragt.

Der eine arbeitet bei Flix und brachte eine sogenannte Drehfahrt ins Spiel. Der andere ist bekennender ICE-Fan und vermutete, dass es vielleicht ähnlich wie bei der Verladung auf Sylt ablief – alternativ mit einer Rampe.

Beide scheinen sich also einig zu sein, dass es irgendeine technische Lösung gegeben haben muss. Nur welche, das wissen wir noch nicht.

Vielleicht liest ja jemand mit, der damals in München Ost mit den Autotransportwagen rangiert hat oder bei der Verladung beteiligt war. Das wäre natürlich großartig!

Ein Stück Nachtzug-Geschichte

Bei meiner aktuellen Recherche bin ich außerdem auf eine interessante Geschichte gestoßen, die mich ziemlich überrascht hat.

Der InterCityNight war mit spanischen Talgo-Garnituren unterwegs. Diese unterschieden sich mit ihren kurzen Wagen und der besonderen Laufwerkskonstruktion deutlich von klassischen Reisezügen.

Es gab verschiedene Möglichkeiten, die Nacht zu verbringen: vom Ruhesessel über Liegeplätze bis hin zu Schlafabteilen. Auch Autos und Motorräder konnten mitgenommen werden. Dafür wurden spezielle Autotransportwagen an den Zug angehängt.

Was ich vorher gar nicht wusste: Die Bezeichnung InterCityNight wurde bereits Ende der 1990er Jahre aufgegeben. Die Talgo-Züge selbst fuhren zwar noch einige Jahre weiter, ihr Einsatz bei der Deutschen Bahn endete aber 2009.

Das bedeutet, dass ich diesen Zug offenbar erst relativ kurz vor dem Ende seiner ursprünglichen Ära kennengelernt habe. Das fand ich bei meiner Recherche tatsächlich erstaunlich. Damals habe ich mir darüber natürlich überhaupt keine Gedanken gemacht. Ich wollte einfach nachts bequem von Berlin nach München kommen – und mein Motorrad sollte mit.

Ich freue mich über jede Ergänzung zu meiner kleinen Zeitreise.

Denn manchmal ist eine fast 30 Jahre alte Erinnerung der Anfang einer ziemlich spannenden Recherche.

 

P.S. Das passende Bild zum Beitrag habe ich mit KI Gemini erstellt.   

Donnerstag, 5. November 2026

Zeichnung

Die Prinzessin hat wieder gezeichnet. Ich finde ja erstaunlich, was die Google-KI hier bereits lesen kann: 

Auf der Skizze im Zeichenblock sind verschiedene Bleistiftzeichnungen von Anime-/Manga-Charakteren zu sehen:

  • Oben links: Das Porträt eines Charakters mit langen, strähnigen Haaren, leicht dunklen/schattierten Partien im Gesicht und einem ausdrucksstarken Blick.

  • Mitte und unten: Zwei Figuren in Interaktion – eine stehende Person, die einer sitzenden Person mit sehr langen Haaren aufmerksam die Haare frisierte bzw. flicht.

  • Details: Die Figuren tragen leger gekleidete Outfits (Shorts, T-Shirt, weite Hosen) und das Motiv hat eine sehr detaillierte, emotionale Dynamik.


Mittwoch, 4. November 2026

Morgenmuffel

Man kann ja aus jeder blöden Idee eine Herausforderung machen. Bei mir funktioniert das!

Jeden Morgen versuche ich, der Prinzessin ein einzigartiges Morgenmuffel-Frühstück zu schenken. Sie liebt es. Die Teller werden vollständig verputzt - lach - nein, natürlich nicht der Teller, nur das, was auf dem Teller präsentiert wird.

Hahn auf dem Dach: Dinkelenten, Apfelspalten und Gummiwurst

Alle meine Entchen schwimmen auf dem See: Mini-Waffeln, Apfelspalten und Dinkelenten

Eindeutig ein Schmetterling: Mini-Pfannkuchen, Apfelspalten, Mini-Boulette, Mini-Salami und Gummiwurst

Mini-Pfannkuchen, Käsewürfel und Gummiwurst

Mini-Zitronenkuchen, Apfelspalten, Gummiwurst

Rechnen lernen: 1 Vogel, 2 Vögel, 3 Vögel, 4 Vögel: Apfelspalten, Gummiwurst und Dinkelenten

Herzhafter Pudding, Apfelspalten und Gummiwurst

Mini-Quarkschnecke, Apfelspalten und Gummiwurst


Natürlich gibt es auch eine Qualitätskontrolle. Für den Fall, dass der Käse schimmelt oder die Gummiwurst zu alt geworden ist. Sicherheit geht bekanntlich vor!

Buffy, die Qualitätsmanagerin

Buffy sagt: Ein Morgenmuffel-Teller OHNE Gummiwurst ist nicht vollständig! 

Dienstag, 3. November 2026

Fjords of Norway Virtual Challenge

Meine virtuelle Norwegen-Challenge läuft ununterbrochen weiter.

Kurze Zusammenfassung für alle, die meinen ersten Beitrag nicht gesehen haben:

Meine Challenge: Ich möchte virtuell 1.202 km durch Norwegens Fjorde wandern. Dafür habe ich mir ein Jahr Zeit genommen. Am Ende erwartet mich dann eine echte Medaille.

Nach 14 Tagen „unterwegs“ kann ich sagen: Norwegens Landschaft ist wunderschön. Ich nutze die Chance und schaue mich mit Street View immer wieder um, wo ich gerade entlanggewandert bin. Dabei habe ich auch die Möglichkeit, Seitenstraßen zu erkunden.

ABER: Dort, wo kein Auto hinkommt, ist Schluss. Und wenn zwischendrin die Fähre genutzt wird, bleibt alles schwarz. Gerade auf den Fähren gäbe es aber sicherlich beeindruckende Aussichten auf die Fjorde.

Von den insgesamt 1.202 km bin ich bereits 154 km gegangen. Da ich mir ein Jahr Zeit gegeben habe, wird automatisch ausgerechnet, dass ich meiner geplanten Zeit bereits 108 km voraus bin.

Sollte das so weitergehen, werde ich meine geplante Zeit anpassen. Ein wenig Herausforderung darf schon sein.

Leider gab es in der letzten Woche weder einen Local Spot noch eine Postkarte.

Ich habe mal fix nachgerechnet: 1.202 km Gesamtstrecke, 154 km in 14 Tagen. Das macht rechnerisch 11 km am Tag.

Sollte ich weiterhin – Hallo Winter! – so viele Kilometer am Tag schaffen, bin ich Ende Januar bereits fertig. Das wären dann weniger als vier Monate.

Klar, ich muss auch nicht unterwegs lauter Landschaftsfotos machen. 

BOAH! Ich liebe Statistiken, aber das flasht mich gerade.

Montag, 2. November 2026

1.000 km

Sekunden vor der 1000!
 

Ich habe euch etwas tolles unterschlagen. Vor den Herbstferien hab ich mit meinem neuen Fahrrad die ersten 1.000 km geknackt. Und nicht nur das: Ich habe das ganze sogar gefilmt - während der Fahrt.


Auf die nächsten 1.000 km und noch viele weitere!