Montag, 7. September 2026

Reise nach Berlin: Filmpark Babelsberg

Einst - vor sehr vielen Jahren - war ich mit der Schule im Filmpark Babelsberg. Also irgendwann in der Zeit zwischen 1990 und 1995. Wenn mich die Erinnerung in Verbindung mit KI richtig dirigiert hat, bin ich wohl 1993 dort gewesen. Also vor 33 Jahren.


Geplant war dieses Highlight tatsächlich schon länger, nun war´s endlich soweit. Spoiler: Wir vier waren begeistert! 

Im Zebrastreifen integriert: Filmpark Babelsberg
 

Der Filmpark Babelsberg liegt in Potsdam, in der Medienstadt Babelsberg. Rund 40km südwestlich von Berlin. Wir sind mit dem Auto angereist und haben im Parkhaus geparkt. Hier gibt es einen festen Tagespreis von 9 € für Filmparkbesucher.

Ansprechend - die Einfahrt vom Parkhaus

Ich hatte keine Tickets vorab gekauft, weil ich bis zum Schluss nicht wirklich dran geglaubt habe, dass wir es endlich wirklich in den Filmpark schaffen werden. Nachdem ich allerdings die unendlich lange Warteschlange gesehen habe, habe ich doch noch fix Tickets online bestellt. So konnten wir den Kassenstau umgehen.


 

Zuerst ging es für uns direkt in die Western-Stunt-Show. Wir mussten kurz warten und konnten dann direkt reinlaufen. Unsere Plätze waren wirklich fantastisch. Und ich bin froh, dass wir direkt hingegangen sind, denn die Show war komplett voll. 500 Gäste plus einige "Zaungäste", dennoch mussten welche fortgeschickt werden. Fairerweise haben die Stuntmen und -women eine zusätzliche Show am Nachmittag angeboten.

 


Am Ghostbuster vorbei (hier musste extra gezahlt werden)... 

Ghostbusters VR Academy

...ging es in die Mittelalterstadt. Es gibt immer wieder Schilder auf denen steht, für welchen Film die Kulisse genutzt worden ist. Gestehe: ich kannte erschreckend wenig Filme davon. 


Danach haben wir uns erstmal richtig die Westernstadt angesehen. Beim Warten und Durchlaufen zur Show haben wir gar nicht richtig geschaut.



Nun ging es auf den Boulevard, die Straße der Giganten. Dort wird viel ausgestellt und die einzelnen Attraktionen gehen hiervon ab.

Steinbeißer Junior aus Die unendliche Geschichte III

Rette mich wer kann! Gefangen von King Kong

Emma, die Lokomotive

Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer

Frau Mahlzahn

Jetzt wird es richtig nostalgisch für mich und für die Kinder technisch hochinteressannt. Na klar, ich rede vom Sandmännchen. Das Sandmännchen war für mich ein Fixpunkt am Tag. Das Sandmännchen war für mich der Grund, wieso ich die Uhrzeit lesen gelernt habe. Das Sandmännchen gab es für mich zweimal. Einmal das Westsandmännchen - dort hat mein Onkel mitgearbeitet. Und dann gab es noch das Ostsandmännchen. Interessanterweise hat das Ostsandmännchen das Westsandmännchen bereits kurz vor dem Mauerfall verdrängt, da immer mehr westdeutsche Kinder, das Ostsandmännchen geschaut haben. Das Sandmännchen ist 1959 gestartet und läuft bis heute, damit ist sie die am längsten laufende Fernsehserie der Welt.
 

Jetzt habe ich noch gar nicht erwähnt, wieso es für die Kinder so spannend gewesen ist. Das Sandmännchen wird ganz klassisch als STOP Motion aufgenommen. Das machen meine Kinder auch sehr gern. Beim Sandmännchen ist es so, dass das Skelett (Rig) sichtbar positioniert werden kann. Und das Gesicht besteht aus Einzelteilen, die je nach Situation getausch werden kann. Lachen, Sprechen, Staunen, Zwinkern.





 

Und hier sind die einzelnen Gesichter.

Am Ende der Ausstellung konnte man einfach selbst in die Sandmännchenwelt eintauchen.

Dann war die Zeit reif. Die Stuntshow im Vulkan. Es passen 2.500 Personen in den Vulkan. Dennoch haben wir uns zeitig genug angestellt, um überhaupt reinzukommen und um einen guten Platz zu erhaschen. Das Warten in der Sonne war nicht so schön gewesen. Hier wäre Schatten oder auch ein Kiosk schön gewesen. Doch, wenn dann der Plan aufgeht, ist alles wieder gut.

Showbühne im Vulkan

 Ich möchte nicht spoilern, aber ein Bild möchte ich doch gern zeigen. Denn die Show fing an mit einem Knaller. Was danach folgt ist ein starker Stunt nach dem anderen. Teilweise habe ich so die Luft angehalten, dass ich gar nicht in der Lage war zu klatschen.

Beginn der Show - und was für einer

Nach so viel Action hatten wir alle Hunger. Aber nicht auf einen Snack, sondern auf was richtiges. So gab es Filmrestaurant Prinz Eisenerz: Schnitzel, Königsberger Klopse, Jägerschnitzel und Roulade. Die Klopse waren selbstgemacht und wenn ich nur dran denke, läuft mir direkt wieder das Wasser im Mund zusammen. Abends können bei Dinershows bis zu 200 Personen dort speisen.



Danach ging es zum Snapshot Factory. Ein MUSS. Auf alle Fälle sollte man zu zweit durchlaufen, damit einer posieren kann und der andere fotografiert.
 

 Es gab auch das Bett aus dem Film "Der Fluch von Beelitz"
 

 und so unfassbar vieles mehr zu sehen.
 

Stage 69 ist der Interaktive Showbereich. Hier kann man in eine Live-Show reinschnuppern oder gar selbst den Wetterbericht präsentieren. Allerdings haben wir diesen Bereich dieses Mal ausgelassen. Janosch haben wir auch gar nicht besucht, Löwenzahn und den Bauwagen gab es nur aus der Ferne. Dafür gab es noch das 4D-Kino: Eine heiße Rikscha-Fahrt. Zum Schluss habe ich noch ein paar letzte Bilder.
 











Sonntag, 6. September 2026

Reise nach Berlin: Ruhetage

Im Urlaub etwas zu erleben ist toll. Unter der Woche im Alltagsstress geht das ja leider oft nicht. Was noch unter geht, sind Ruhephasen.

 

Naturkunst

Aber was gibt es denn schöneres, als vor allen anderen aufzustehen und im Wald seine Runde zu drehen? Den Vögeln zu lauschen? Die Enten zu beobachten? Die Natur beim wachwerden zu sehen?

 



Und dann ist ja da auch immer noch Familie, die ich aufgrund der Entfernung gar nicht so oft sehen kann. Diese Familie hat dann fleißig bei meiner Mama im Garten gewirbelt. Die Hollywoodschaukel abgekärchert - dieses Mal durfte ich da leider nicht ran, mein Neffe und mein Mainzelmann hatten da ebenfalls Freude. 

 


Dafür habe ich mit meinem Lieblingsbruder die Gartenlampe wieder aufgerichtet. Wieso diese plötzlich "umgefallen" ist, weiß keiner. Vielleicht hat ein Kind darüber Bockspringen versucht, möglicherweise ist ein Hund fullspeed in der Kurve dagegen gelaufen, vielleicht war´s aber auch einfach der Wind. 

 


Apropos Hunde, die Hunde von meinem Lieblingsbruder und Buffy geben ein hübsches Gespann ab, obwohl sie so unterschiedlich sind: Rasse, Alter, Größe, Charakter, Temperament. Schade, Brownie wollte einfach nicht auf´s Foto. Ich denke, die Grande Dame war froh, dass sie mal nicht auf Hugo achtgeben musste.

 




Als Kind war ich oft im Volkspark Jungfernheide. Dort gibt es ein Freibad, einen Kinderspielplatz und einen Wasserturm. Vor kurzem ist sogar ein Kletterpark hinzugekommen. Nebendran ein Biergarten. Dieses Jahr war der Park stark von dem Eichenprozessionsspinner befallen. Der Park wurde gesperrt, das Freibad geschlossen. Als wir dort waren, war die Sperre aufgehoben, allerdings sehr wenig Leute im Park. Wir haben im Biergarten sehr gut  und sehr lecker gegessen. Aber am nächsten Tag hatten wir durchaus die Spuren der feinen Nesselhaare zu spüren bekommen. Hauptsächlich an den Unterarmen, mit denen man sich auf den Armlehnen aufgelehnt hat, haben Hautausschlag bekommen. (Ich stelle gerade fest, dass ich im Volkspark gar kein Foto gemacht habe *grmf* - vielleicht auch deswegen, weil wir ursprünglich am Schwimmbad Rohrdamm etwas essen wollten, und nur weil das Lokal geschlossen war in den Kulturbiergarten gefahren bzw. meine Tante und ich gelaufen sind)

 

Das Bild ist von hier: https://www.berlin.de/tourismus/parks-und-gaerten/6735334-1740419.gallery.html
 

Apropos Temperatur: Nach Regen kommt Sonnenschein und nach langer Trockenheit regnet es. Diesen Regen kann man im Urlaub hassen. Man kann sich aber auch einfach draußen unters Dach setzen und dem Tanzen der Regentropfen zusehen.


 

 Und dann wurde natürlich auch auf der frisch gereinigten Hollywoodschaukel gelesen.

 



 Zu guter Letzt darf die Freundschaft nicht fehlen. Diese Freundschaft hält bereits 42 Jahre! Wir haben uns zum Kaffee und Kuchen verabredet und einfach stundenlang gequatscht. Während die Kids mit Lesen und Buffy spielen beschäftigt waren.





 Gar nicht so einfach einen spielenden Hund zu fotografieren *lach*