Mittwoch, 16. September 2026

Zimmerumbau und das zweite Whiteboard

Mein Prinz hat seit März 2025 ein Whiteboard im Zimmer (hier), im Jahr Mai 2026 drauf haben wir ein zweites Whiteboard auf dem Sperrmüll gefunden. Geplant war´s für die Prinzessin, deswegen durfte es mit uns mitkommen, da sie nicht wollte, sollte es die Organisation für mich erleichtern (hier).

links alt, rechts neu - Orga und Kreativität hat nun viel Platz

 Was soll ich sagen: Das Leben verläuft stets anders als geplant. Das Whiteboard wanderte ins Zimmer von meinem Prinzen und blieb dort. Er hatte zwar ein paar Mal angeregt, dass er das Whiteboard gern über seinem Bett hängen haben würde, am liebsten höhenverstellbar, aber da mir die Ideen hierfür fehlten, stand es vorläufig am Boden. 

unbefriedigender Zwischenstand

Vor kurzem hat der Prinz sein Zimmer umgebaut. Auch das hatte er mal angesprochen, aber irgendwie fehlte noch die gemeinsame Zeit - kurzerhand hat er das allein gemacht. ZACK: schon hatte er Platz für beide Whiteboards. Es hat dann zwar immer noch eine Woche gedauert, bis mein Mainzelmann und ich endlich die Bohrlöcher gesetzt haben, aber nun kann er seine Hausaufgaben und seine Freizeit perfekt organisieren.

 

Dienstag, 15. September 2026

Anime Dreamlight Concert

Dass meine Prinzessin auf Anime steht, ist längst kein Geheimnis mehr. Aber dass sie zum Geburtstag Konzerttickets geschenkt bekommen hat, schon! Das Konzert fand zwar nicht direkt an ihrem Geburtstag statt, sondern erst jetzt – aber das Warten hat sich mehr als gelohnt.

Stimmungsvolle Bühne
 
Eigentlich wollte mein Mainzelmann gern mit ihr dorthin gehen. Leider ist er gesundheitlich angeschlagen und konnte nicht mit. Da bin ich natürlich super gern eingesprungen!
Quatsch in der Wartezeit
Das Konzert fand in Mainz im Kulturheim Weisenau statt. Bei freier Platzwahl waren wir extra frühzeitig vor Ort, um uns die Wartezeit gemeinsam zu vertreiben. Mein Mainzelmann hatte aber ohnehin extra darauf geachtet, dass die Prinzessin nur das Beste bekommt, und Tickets der Kategorie A gebucht. Damit durften wir uns Sitzplätze in den ersten beiden Reihen aussuchen. Logo – wir haben uns direkt in die erste Reihe gesetzt!
Wir sind bereit
Die Bühne war unglaublich liebevoll gestaltet. Rund 250 LED-Kerzen haben ein stimmungsvolles Licht gezaubert, abgerundet durch wunderschöne künstliche Kirschblütenzweige. Auch der riesige Bildschirm im Hintergrund passte perfekt ins Gesamtbild. Auf der Bühne im Rampenlicht stand ein großer, schwarzer Flügel und daneben, fast schon klein und unscheinbar, ein Notenständer sowie ein Mikrofon.
 
Und dann ging es auch schon los! Der Moderator begrüßte uns mit einer tollen Ansage: Fotos und kurze Videos waren ausdrücklich erlaubt und das Teilen und Verlinken erwünscht. Das mache ich hier natürlich super gern! Dreamlight Experiences ist noch ein junges Unternehmen und freut sich über Unterstützung (daher hier: Werbung ohne Auftrag). Schaut unbedingt mal auf deren Homepage vorbei, vielleicht findet ja auch bald ein Konzert in eurer Nähe statt. Meine Prinzessin möchte auf alle Fälle wieder hin!

Auf ihrer Homepage schreibt das Team: „Unter dem Namen ‚Anime Dreamlight Concert‘ bringen wir besinnliche Anime-Programme in deine Stadt – mit Piano, Violine, Streichquartett, Gesang oder als Band. Liebhaber klassischer wie moderner Anime-Sounds kommen voll auf ihre Kosten.“
Und das stimmt! Selbst wer im Anime-Kosmos gar nicht so zu Hause ist, wird von dieser magischen Stimmung und der Musik sofort eingefangen.
Der Pianist ist ein absolutes Ausnahmetalent. Er sprang zwischen den Liedern mühelos durch die Stimmungen und Intensitäten der Stücke. Zwischendurch hat er auch selbst moderiert – und das wirklich unheimlich sympathisch. Man spürt in jeder Sekunde, dass er seinen Traum auf der Bühne lebt.
 
Auch die Violine wurde extrem virtuos gespielt. Der Musiker schien regelrecht mit seinem Instrument zu verschmelzen. Wenn ich von Musik so tief gefesselt bin, vergesse ich oft das Wichtigste für einen Künstler: den Applaus. Falls jemand vom Dreamlight-Team das hier liest: Nehmt es bitte als riesiges Kompliment, falls ich vor Staunen das Klatschen glatt vergessen habe!
 
Und dann tauchte auf einmal die Sängerin auf. Mit so viel Harmonie und Herzblut hat sie uns mit Songs auf Japanisch und Deutsch verzaubert.
 
Zu guter Letzt gab es noch eine mega Überraschung: Conny Kreitmeier stand plötzlich auf der Bühne! Sie ist die Originalstimme, die damals (2001) den kultigen Song „Geh deinen Weg“ für das Digimon-Franchise eingesungen hat. Sie hat das Publikum mit ihrer Performance einfach komplett weggerockt. Solch eine Stimmgewalt habe ich wirklich selten erlebt – absolut furchtlos, unfassbar kraftvoll und dennoch unglaublich stimmungsvoll.
Auch wenn ich zu diesem Abend vielleicht anfangs ein kleines bisschen „gezwungen“ werden musste: Ich kann mir ab jetzt sehr gut vorstellen, mir wieder so ein Konzert anzuhören. Und das nächste Anime-Event mit meiner Prinzessin kommt bestimmt!

Montag, 14. September 2026

Heidenfahrt am Rhein

Endlich ist sie da - die Zeit, der Spaziergänge im Sonnenuntergang.

 

Das ist für mich immer eine ganz besondere Zeit. Ich liebe die Stimmung. Die Welt legt sich schlafen. Man selbst bewegt sich und kommt dabei zur Ruhe. 

 

Wenn die Abendsonne dann auf dem Wasser glitzert, ist das natürlich ein besonderes Highlight.

 

Ich nutze es aus und gehe genau dann eine letzte Runde Gassi. 

 

Wenn ich dann auch noch Begleitung von meinem Prinzen bekomme, ist das natürlich das Sahnehäubchen. 


Hier sind wir tatsächlich "nur" einmal auf dem Deich am Campingplatz vorbeigelaufen, durchatmen am Wasser, Wildgänse beobachten und schon ging es wieder zurück.

Sonntag, 13. September 2026

Pikavaru

Die Bestie meiner Prinzessin in der Klasse ist ein Pikavaru-Fan. Bei ihr ist alle Pikavaru. Wer das auch nicht kennt, dem helfe ich kurz auf die Sprünge.

Pikavaru sind zwei Figuren aus einer russischen Serie, die 13Cards heißt. Beide Figuren in der Serie hassen sich, aber die Fangemeinde shippt die beiden (Erklärung: Shippen heißt, dass man die beiden Figuren zusammen bringt)

 


Die Prinzessin sieht inzwischen auch nur noch lila und grün - am besten direkt  nebeneinander - Pikavaru-Farben.  


 


Samstag, 12. September 2026

Japan-Geburtstag

Die Zusammenfassung des Japan-Geburtstages bin ich noch schuldig.

Den Eingang haben wir mit einer freundlichen Willkommens-Girlande behängt. Damit den (neuen) Gästen klar ist, dass sie richtig sind.

Willkommen in Japan 
 

Nachdem alle Gäste angekommen sind, haben wir auf dem Globus gesucht, wo denn nun Japan überhaupt liegt.

Anschließend haben wir die Reise nach Japan angetreten - allerdings durch einen magischen Ring. Der Einstieg über den Hula-Hoop-Ring baue ich ganz gern ein. Die Kinder stehen im Kreis und fassen sich an. Da wird kein Kind ausgeschlossen und alle ziehen an einem Strang.

 

Magischer Ring für die blitzschnelle Reise nach Japan

In Japan angekommen durften die Geschenke überreicht werden. Hier spielen wir tradionell immer Flaschendrehen. So kann jedes Kind sein Geschenk überreichen und es kann von allen "bewundert" werden. Schön ist es, wenn die Geschenke dann nicht nur aus Gutscheinen bestehen. Dies war bei uns tatsächlich nicht der Fall, es gab Bücher, Perlen, Schreibheft, Kartenspiel, Mütze, Stifte, Naschwerk uvm.

 

Flaschendrehen für die Geschenke

Da kein Kind hungrig in die Feier gehen sollte, gab es anschließend Muffins und Schokoküsse, verschiedene Gummibären, Flips ... Hier konnte ausgiebig gequatscht werden, natürlich auch über die erhaltenen Geschenke.

 

Geburtstagskuchen und so

Da der Zeitpunkt bereits hier gnadenlos durcheinander geraten ist, ging es danach in die Fotobox für das Erinnerungsbild. Eine Umzugskiste, ein Tisch, ein paar Requisiten dazu ein "echte" Kamera auf einem Stativ. Manch Kind griff tief in die Verkleidungskiste und machten mehrere Bilder, andere wollten erst gar nicht. Letzendlich gibt es aber für jedes Kind ein Bild.

 

Fotobox für das typische Erinnerungsfoto

Danach ging es an das tradionelle Sumo-Ringen - auf untraditionelle Weise. Wir haben die Sumo-Ringer-Dosen mit Bällen aus dem Ring (um-)geworfen. Die Lacher waren weit zu hören. Und es ist wirklich extrem unterschiedlich, wie die Kinder werfen. Wenn nur HandballspielerInnen dabei seien sollten, kann ich das übrigens nicht empfehlen.

 


Wer wollte durfte danach noch mit mir Manga-Lesezeichen basteln. Das war ursprünglich das Notprogramm für die Kinder, bei denen der Kranich als Origami sich verweigert hätte oder die so flink gewesen wären, dass sie keine Lust auf noch einen Kranich gehabt hätten. Die Hälfte der Kinder hat gebastelt, die andere Hälfte war auf dem Trampolin oder hing auf der Couch und haben sich unterhalten.

 


Als Abendessen gab es dann noch ein japanisches Bento trifft Meenz: Brezeln, Spundekäse, Möhren, Paprika, Salatgurke, Gewürzgurke, Tomaten und selbstverständlich den traditionellen Nudelsalat.

 - sorry: kein Foto -

 So schnelll konnte ich gar nicht schauen, da waren die drei Stunden vorbei und die Partygäste sind abgeholt worden. 


 

Freitag, 11. September 2026

Back then #26 - ungeplanter Schnee


Ich war nicht besonders oft in der Disko. Eigentlich war das eher eine Ausnahme.

Zu laut. Zu voll. Zu verraucht. Zu viele Menschen. Zu spät. Zu teuer.

Dennoch war ich an diesem Abend mit einem Jungen aus meiner Ausbildung unterwegs. Wobei „aus meiner Ausbildung“ nicht ganz stimmt: Er war ein Ausbildungsjahr weiter und fast fertig. Damit liegen wir zeitlich ungefähr bei 1996. Frühling. Die Nacht der Zeitumstellung.

Wir trafen uns in Berlin-Mitte, in der Torstraße. Danach ging es weiter Richtung Kreuzberg. Wie die Diskothek hieß, weiß ich heute nicht mehr. Aber ich erinnere mich an die Location: eine alte Fabrikhalle. Riesengroß. Überall Rohre an den Decken.

Ich habe die ganze Nacht durchgehalten. Getanzt. Spaß gehabt.

Und dann kamen wir irgendwann wieder raus.

Es hatte geschneit.

Nicht ein bisschen.

So richtig.

Die Nacht war zu Ende, es dämmerte schon leicht. Vielleicht war es sechs Uhr morgens. Die Uhr wurde eine Stunde vorgestellt - für mich war´s "erst" fünf Uhr morgens. 

Ich stand da bei meinem Motorrad und wollte nach Hause.

Ich wollte nach Hause.

Mein Motorrad stehen lassen kam überhaupt nicht infrage. Dann hätte ich erst mit den Öffis nach Hause und später wieder hinfahren müssen. Also keine Option.

Die Hauptstraßen sahen sogar schon ganz gut aus. Der Winterdienst hatte bereits geräumt.

Also bin ich gefahren.

Allein. Der Junge blieb noch in der Disko.

Der größte Teil der Heimfahrt war tatsächlich kein Problem. Ich fuhr langsamer und vorausschauender als sonst. Aber ich fror wie ein Schneider. Vor allem meine Finger waren irgendwann eiskalt und taten richtig weh.

Und dann kam der letzte Kilometer.

Ab durch die Franzosensiedlung.

Die Straße war nicht geräumt. Aber auf dem frischen Schnee konnte ich noch ganz gut fahren.

Dann bog ich in meine Straße ein.

Kopfsteinpflaster.

So richtig schöne Katzenköpfe.

Darauf lag Neuschnee. Das Problem war nur: Die Steine darunter waren vorher feucht gewesen und inzwischen angefroren.

Ich fuhr also entsprechend langsam.

Die Kurve war geschafft. Ich fuhr mitten auf der Straße. Schlitterte. Immer wieder rutschte das Vorderrad weg.

Irgendwann überlegte ich, ob ich nicht lieber auf dem Gehweg weiterfahren sollte.

Also lenkte ich ganz vorsichtig und so zart es ging Richtung Gehweg.

Ich dachte die Bewegung mehr, als das ich wirklich lenkte.

Doch im nächsten Augenblick stand ich neben meinem Motorrad.

Es war mir zwischen den Beinen umgefallen und lag auf der Straße.

Ich versuchte, die 170 Kilo wieder aufzurichten.

Aber ich schaffte es nicht.

Durch den Schnee und das Eis schob ich das Motorrad, anstatt es einfach hinzustellen.

Und genau in diesem Moment kam eine Frau aus einem Haus. Sie wollte vor ihrer Haustür kehren.

Mit ihrer Hilfe bekam ich das Motorrad wieder aufgerichtet.

Ich stellte es kurz bei ihr vor der Tür ab und lief die letzten 300 Meter nach Hause.

So kurz vorm Ziel!

Mit ziemlich schlechtem Gewissen weckte ich meine Mama.

Meine Mama war allerdings eine absolut coole Socke. Sie war selbst Motorradfahrerin gewesen. Sie stellte keine Fragen und hielt mir keinen Vortrag.

Wir gingen einfach gemeinsam zurück zum Motorrad und schoben es nach Hause.

Dann war erst einmal Frühstücken und Aufwärmen angesagt.

Danach kam die Besichtigung des Schadens.

Ein paar Schrammen hatte mein Motorrad abbekommen, aber es hielt sich zum Glück in Grenzen. Der Bremshebel war allerdings verbogen.

Aber auch da hatte ich Glück.

Am Nachmittag bekam ich Besuch von meiner Freundin und ihrem Freund. Er war nicht nur Biker, sondern auch Handwerker.

Mit wenigen Griffen hatte er das Pedal wieder gerichtet.

Und damit war die ganze Sache im Grunde erledigt.

Heute denke ich manchmal darüber nach, dass ich damals offenbar ziemlich selbstverständlich dachte: Es schneit? Egal. Das Motorrad muss nach Hause.

Und dass ich dabei irgendwann Sonntagmorgen auf vereistem Kopfsteinpflaster stand, 170 Kilo Motorrad auf der Straße, und meine Mutter zum gemeinsamen Schieben aus dem Bett holen musste.

Aber hey – ich war zu Hause.

Und ich hatte sogar eine Stunde mehr davon.

Es war schließlich die Nacht der Zeitumstellung.

 

P.S. Das passende Bild zum Beitrag habe ich mit KI Gemini erstellt. 

Mittwoch, 9. September 2026

Reise nach Berlin: Heimreise

Ehe ich mich´s recht versehen habe, war der Urlaub vorbei und wir mussten die Heimreise antreten.

Das Auto wurde beladen und Buffy?

 

Sie sah nur das Auto und Zack war sie drin.

 

Sie hat ihren eigenen Platz im Kofferraum. Dort kann sie entspannen. Sie weiß, dass ich jederzeit für sie anhalte, spazieren gehe und ihr Wasser gebe.