Samstag, 12. September 2026

Japan-Geburtstag

Die Zusammenfassung des Japan-Geburtstages bin ich noch schuldig.

Den Eingang haben wir mit einer freundlichen Willkommens-Girlande behängt. Damit den (neuen) Gästen klar ist, dass sie richtig sind.

Willkommen in Japan 
 

Nachdem alle Gäste angekommen sind, haben wir auf dem Globus gesucht, wo denn nun Japan überhaupt liegt.

Anschließend haben wir die Reise nach Japan angetreten - allerdings durch einen magischen Ring. Der Einstieg über den Hula-Hoop-Ring baue ich ganz gern ein. Die Kinder stehen im Kreis und fassen sich an. Da wird kein Kind ausgeschlossen und alle ziehen an einem Strang.

 

Magischer Ring für die blitzschnelle Reise nach Japan

In Japan angekommen durften die Geschenke überreicht werden. Hier spielen wir tradionell immer Flaschendrehen. So kann jedes Kind sein Geschenk überreichen und es kann von allen "bewundert" werden. Schön ist es, wenn die Geschenke dann nicht nur aus Gutscheinen bestehen. Dies war bei uns tatsächlich nicht der Fall, es gab Bücher, Perlen, Schreibheft, Kartenspiel, Mütze, Stifte, Naschwerk uvm.

 

Flaschendrehen für die Geschenke

Da kein Kind hungrig in die Feier gehen sollte, gab es anschließend Muffins und Schokoküsse, verschiedene Gummibären, Flips ... Hier konnte ausgiebig gequatscht werden, natürlich auch über die erhaltenen Geschenke.

 

Geburtstagskuchen und so

Da der Zeitpunkt bereits hier gnadenlos durcheinander geraten ist, ging es danach in die Fotobox für das Erinnerungsbild. Eine Umzugskiste, ein Tisch, ein paar Requisiten dazu ein "echte" Kamera auf einem Stativ. Manch Kind griff tief in die Verkleidungskiste und machten mehrere Bilder, andere wollten erst gar nicht. Letzendlich gibt es aber für jedes Kind ein Bild.

 

Fotobox für das typische Erinnerungsfoto

Danach ging es an das tradionelle Sumo-Ringen - auf untraditionelle Weise. Wir haben die Sumo-Ringer-Dosen mit Bällen aus dem Ring (um-)geworfen. Die Lacher waren weit zu hören. Und es ist wirklich extrem unterschiedlich, wie die Kinder werfen. Wenn nur HandballspielerInnen dabei seien sollten, kann ich das übrigens nicht empfehlen.

 


Wer wollte durfte danach noch mit mir Manga-Lesezeichen basteln. Das war ursprünglich das Notprogramm für die Kinder, bei denen der Kranich als Origami sich verweigert hätte oder die so flink gewesen wären, dass sie keine Lust auf noch einen Kranich gehabt hätten. Die Hälfte der Kinder hat gebastelt, die andere Hälfte war auf dem Trampolin oder hing auf der Couch und haben sich unterhalten.

 


Als Abendessen gab es dann noch ein japanisches Bento trifft Meenz: Brezeln, Spundekäse, Möhren, Paprika, Salatgurke, Gewürzgurke, Tomaten und selbstverständlich den traditionellen Nudelsalat.

 - sorry: kein Foto -

 So schnelll konnte ich gar nicht schauen, da waren die drei Stunden vorbei und die Partygäste sind abgeholt worden. 


 

Freitag, 11. September 2026

Back then #26 - ungeplanter Schnee


Ich war nicht besonders oft in der Disko. Eigentlich war das eher eine Ausnahme.

Zu laut. Zu voll. Zu verraucht. Zu viele Menschen. Zu spät. Zu teuer.

Dennoch war ich an diesem Abend mit einem Jungen aus meiner Ausbildung unterwegs. Wobei „aus meiner Ausbildung“ nicht ganz stimmt: Er war ein Ausbildungsjahr weiter und fast fertig. Damit liegen wir zeitlich ungefähr bei 1996. Frühling. Die Nacht der Zeitumstellung.

Wir trafen uns in Berlin-Mitte, in der Torstraße. Danach ging es weiter Richtung Kreuzberg. Wie die Diskothek hieß, weiß ich heute nicht mehr. Aber ich erinnere mich an die Location: eine alte Fabrikhalle. Riesengroß. Überall Rohre an den Decken.

Ich habe die ganze Nacht durchgehalten. Getanzt. Spaß gehabt.

Und dann kamen wir irgendwann wieder raus.

Es hatte geschneit.

Nicht ein bisschen.

So richtig.

Die Nacht war zu Ende, es dämmerte schon leicht. Vielleicht war es sechs Uhr morgens. Die Uhr wurde eine Stunde vorgestellt - für mich war´s "erst" fünf Uhr morgens. 

Ich stand da bei meinem Motorrad und wollte nach Hause.

Ich wollte nach Hause.

Mein Motorrad stehen lassen kam überhaupt nicht infrage. Dann hätte ich erst mit den Öffis nach Hause und später wieder hinfahren müssen. Also keine Option.

Die Hauptstraßen sahen sogar schon ganz gut aus. Der Winterdienst hatte bereits geräumt.

Also bin ich gefahren.

Allein. Der Junge blieb noch in der Disko.

Der größte Teil der Heimfahrt war tatsächlich kein Problem. Ich fuhr langsamer und vorausschauender als sonst. Aber ich fror wie ein Schneider. Vor allem meine Finger waren irgendwann eiskalt und taten richtig weh.

Und dann kam der letzte Kilometer.

Ab durch die Franzosensiedlung.

Die Straße war nicht geräumt. Aber auf dem frischen Schnee konnte ich noch ganz gut fahren.

Dann bog ich in meine Straße ein.

Kopfsteinpflaster.

So richtig schöne Katzenköpfe.

Darauf lag Neuschnee. Das Problem war nur: Die Steine darunter waren vorher feucht gewesen und inzwischen angefroren.

Ich fuhr also entsprechend langsam.

Die Kurve war geschafft. Ich fuhr mitten auf der Straße. Schlitterte. Immer wieder rutschte das Vorderrad weg.

Irgendwann überlegte ich, ob ich nicht lieber auf dem Gehweg weiterfahren sollte.

Also lenkte ich ganz vorsichtig und so zart es ging Richtung Gehweg.

Ich dachte die Bewegung mehr, als das ich wirklich lenkte.

Doch im nächsten Augenblick stand ich neben meinem Motorrad.

Es war mir zwischen den Beinen umgefallen und lag auf der Straße.

Ich versuchte, die 170 Kilo wieder aufzurichten.

Aber ich schaffte es nicht.

Durch den Schnee und das Eis schob ich das Motorrad, anstatt es einfach hinzustellen.

Und genau in diesem Moment kam eine Frau aus einem Haus. Sie wollte vor ihrer Haustür kehren.

Mit ihrer Hilfe bekam ich das Motorrad wieder aufgerichtet.

Ich stellte es kurz bei ihr vor der Tür ab und lief die letzten 300 Meter nach Hause.

So kurz vorm Ziel!

Mit ziemlich schlechtem Gewissen weckte ich meine Mama.

Meine Mama war allerdings eine absolut coole Socke. Sie war selbst Motorradfahrerin gewesen. Sie stellte keine Fragen und hielt mir keinen Vortrag.

Wir gingen einfach gemeinsam zurück zum Motorrad und schoben es nach Hause.

Dann war erst einmal Frühstücken und Aufwärmen angesagt.

Danach kam die Besichtigung des Schadens.

Ein paar Schrammen hatte mein Motorrad abbekommen, aber es hielt sich zum Glück in Grenzen. Der Bremshebel war allerdings verbogen.

Aber auch da hatte ich Glück.

Am Nachmittag bekam ich Besuch von meiner Freundin und ihrem Freund. Er war nicht nur Biker, sondern auch Handwerker.

Mit wenigen Griffen hatte er das Pedal wieder gerichtet.

Und damit war die ganze Sache im Grunde erledigt.

Heute denke ich manchmal darüber nach, dass ich damals offenbar ziemlich selbstverständlich dachte: Es schneit? Egal. Das Motorrad muss nach Hause.

Und dass ich dabei irgendwann Sonntagmorgen auf vereistem Kopfsteinpflaster stand, 170 Kilo Motorrad auf der Straße, und meine Mutter zum gemeinsamen Schieben aus dem Bett holen musste.

Aber hey – ich war zu Hause.

Und ich hatte sogar eine Stunde mehr davon.

Es war schließlich die Nacht der Zeitumstellung.

 

P.S. Das passende Bild zum Beitrag habe ich mit KI Gemini erstellt. 

Mittwoch, 9. September 2026

Reise nach Berlin: Heimreise

Ehe ich mich´s recht versehen habe, war der Urlaub vorbei und wir mussten die Heimreise antreten.

Das Auto wurde beladen und Buffy?

 

Sie sah nur das Auto und Zack war sie drin.

 

Sie hat ihren eigenen Platz im Kofferraum. Dort kann sie entspannen. Sie weiß, dass ich jederzeit für sie anhalte, spazieren gehe und ihr Wasser gebe. 


Dienstag, 8. September 2026

Reise nach Berlin: Brunnenreaktivierung

Am letzten Ruhetag sagte meine Mama, es wäre ja schön, wenn man (wer auch immer) den Brunnen im Garten reaktivieren könnte. Ich fragte mich dann, was dagegen spricht. 

 

Kurzerhand habe ich den Ahorn rund um den Brunnen geschnitten.

 



Es musste danach lediglich noch Wasser aufgefüllt und das Strom angeschlossen werden.

 


Und nun plätschert es wieder ganz friedlich vor sich hin. Die Vögel gehen gern dran und trinken, 

Montag, 7. September 2026

Reise nach Berlin: Filmpark Babelsberg

Einst - vor sehr vielen Jahren - war ich mit der Schule im Filmpark Babelsberg. Also irgendwann in der Zeit zwischen 1990 und 1995. Wenn mich die Erinnerung in Verbindung mit KI richtig dirigiert hat, bin ich wohl 1993 dort gewesen. Also vor 33 Jahren.


Geplant war dieses Highlight tatsächlich schon länger, nun war´s endlich soweit. Spoiler: Wir vier waren begeistert! 

Im Zebrastreifen integriert: Filmpark Babelsberg
 

Der Filmpark Babelsberg liegt in Potsdam, in der Medienstadt Babelsberg. Rund 40km südwestlich von Berlin. Wir sind mit dem Auto angereist und haben im Parkhaus geparkt. Hier gibt es einen festen Tagespreis von 9 € für Filmparkbesucher.

Ansprechend - die Einfahrt vom Parkhaus

Ich hatte keine Tickets vorab gekauft, weil ich bis zum Schluss nicht wirklich dran geglaubt habe, dass wir es endlich wirklich in den Filmpark schaffen werden. Nachdem ich allerdings die unendlich lange Warteschlange gesehen habe, habe ich doch noch fix Tickets online bestellt. So konnten wir den Kassenstau umgehen.


 

Zuerst ging es für uns direkt in die Western-Stunt-Show. Wir mussten kurz warten und konnten dann direkt reinlaufen. Unsere Plätze waren wirklich fantastisch. Und ich bin froh, dass wir direkt hingegangen sind, denn die Show war komplett voll. 500 Gäste plus einige "Zaungäste", dennoch mussten welche fortgeschickt werden. Fairerweise haben die Stuntmen und -women eine zusätzliche Show am Nachmittag angeboten.

 


Am Ghostbuster vorbei (hier musste extra gezahlt werden)... 

Ghostbusters VR Academy

...ging es in die Mittelalterstadt. Es gibt immer wieder Schilder auf denen steht, für welchen Film die Kulisse genutzt worden ist. Gestehe: ich kannte erschreckend wenig Filme davon. 


Danach haben wir uns erstmal richtig die Westernstadt angesehen. Beim Warten und Durchlaufen zur Show haben wir gar nicht richtig geschaut.



Nun ging es auf den Boulevard, die Straße der Giganten. Dort wird viel ausgestellt und die einzelnen Attraktionen gehen hiervon ab.

Steinbeißer Junior aus Die unendliche Geschichte III

Rette mich wer kann! Gefangen von King Kong

Emma, die Lokomotive

Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer

Frau Mahlzahn

Jetzt wird es richtig nostalgisch für mich und für die Kinder technisch hochinteressannt. Na klar, ich rede vom Sandmännchen. Das Sandmännchen war für mich ein Fixpunkt am Tag. Das Sandmännchen war für mich der Grund, wieso ich die Uhrzeit lesen gelernt habe. Das Sandmännchen gab es für mich zweimal. Einmal das Westsandmännchen - dort hat mein Onkel mitgearbeitet. Und dann gab es noch das Ostsandmännchen. Interessanterweise hat das Ostsandmännchen das Westsandmännchen bereits kurz vor dem Mauerfall verdrängt, da immer mehr westdeutsche Kinder, das Ostsandmännchen geschaut haben. Das Sandmännchen ist 1959 gestartet und läuft bis heute, damit ist sie die am längsten laufende Fernsehserie der Welt.
 

Jetzt habe ich noch gar nicht erwähnt, wieso es für die Kinder so spannend gewesen ist. Das Sandmännchen wird ganz klassisch als STOP Motion aufgenommen. Das machen meine Kinder auch sehr gern. Beim Sandmännchen ist es so, dass das Skelett (Rig) sichtbar positioniert werden kann. Und das Gesicht besteht aus Einzelteilen, die je nach Situation getausch werden kann. Lachen, Sprechen, Staunen, Zwinkern.





 

Und hier sind die einzelnen Gesichter.

Am Ende der Ausstellung konnte man einfach selbst in die Sandmännchenwelt eintauchen.

Dann war die Zeit reif. Die Stuntshow im Vulkan. Es passen 2.500 Personen in den Vulkan. Dennoch haben wir uns zeitig genug angestellt, um überhaupt reinzukommen und um einen guten Platz zu erhaschen. Das Warten in der Sonne war nicht so schön gewesen. Hier wäre Schatten oder auch ein Kiosk schön gewesen. Doch, wenn dann der Plan aufgeht, ist alles wieder gut.

Showbühne im Vulkan

 Ich möchte nicht spoilern, aber ein Bild möchte ich doch gern zeigen. Denn die Show fing an mit einem Knaller. Was danach folgt ist ein starker Stunt nach dem anderen. Teilweise habe ich so die Luft angehalten, dass ich gar nicht in der Lage war zu klatschen.

Beginn der Show - und was für einer

Nach so viel Action hatten wir alle Hunger. Aber nicht auf einen Snack, sondern auf was richtiges. So gab es Filmrestaurant Prinz Eisenerz: Schnitzel, Königsberger Klopse, Jägerschnitzel und Roulade. Die Klopse waren selbstgemacht und wenn ich nur dran denke, läuft mir direkt wieder das Wasser im Mund zusammen. Abends können bei Dinershows bis zu 200 Personen dort speisen.



Danach ging es zum Snapshot Factory. Ein MUSS. Auf alle Fälle sollte man zu zweit durchlaufen, damit einer posieren kann und der andere fotografiert.
 

 Es gab auch das Bett aus dem Film "Der Fluch von Beelitz"
 

 und so unfassbar vieles mehr zu sehen.
 

Stage 69 ist der Interaktive Showbereich. Hier kann man in eine Live-Show reinschnuppern oder gar selbst den Wetterbericht präsentieren. Allerdings haben wir diesen Bereich dieses Mal ausgelassen. Janosch haben wir auch gar nicht besucht, Löwenzahn und den Bauwagen gab es nur aus der Ferne. Dafür gab es noch das 4D-Kino: Eine heiße Rikscha-Fahrt. Zum Schluss habe ich noch ein paar letzte Bilder.