Donnerstag, 29. September 2022

Einladungskarten: STOP Motion

Bei uns ist das STOP Motion Fieber ausgebrochen. Der Prinz und die Prinzessin fahren voll auf die Art des Filmens ab. Und während der Sommerferien hatte der Prinz auch noch einen zweitätigen Workshop zum Thema STOP Motion. Da hat er noch einiges dazu gelernt.

Das Motto von seinem diesjährigen Geburtstag wird also STOP Motion. Von seiner Oma wird er ein Stativ geschenkt bekommen. Wir werden ihm einen Green Screen schenken, damit er im Nachgang den Hintergrund anpassen kann. Das hatte er schon einmal mit meinem grünen Stoff getestet.

Am Wochenende sind hier die Einladungskarten zu dem Geburtstags-Workshop entstanden. 



Montag, 12. September 2022

Schule und Öffentliche Verkehrsmittel

Der Prinz ist letzte Woche an die Weiterführende Schule gekommen. Nun kann er nicht mehr zu Schule laufen. Er muss jetzt mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln fahren.

NUR - wir hatten (haben) Corona. Der Prinz hat weder allein, noch mit mir Öffentliche Verkehrsmittel genutzt. Geplant war, in den Ferien den Weg einfach "ein paar" Mal zu fahren. NUR - die Straßenbahngleise wurden saniert und Schienenersatzverkehr eingerichtet, dieser wurde dann auch noch aufgrund eines Wasserschadens umgeleitet. Nun denn, einmal sind wir gefahren inkl. Umsteigen am Hauptbahnhof. Das es an diesem nicht tagtäglich zu Unfällen kommt ist mir ein Rätsel. Den Weg von der Straßenbahn zur Schule sind wir auch einmal gelaufen. Da es aber so brutal heiß war, blieb es bei dem einen Mal.

Am "Einschulungstag" habe ich mir frei genommen und bin mit dem Prinz mitgefahren. Die Straßenbahn fuhr wieder - zum Glück. Wir sind von der Haltestelle erstmal zur Schule gelaufen, er hat sie auch gleich gefunden - gelobt sei sein Orientierungssinn. Danach ging es in die Kirche und wieder zurück zur Schule (Über die Kirche werde ich noch einmal schreiben, die war nämlich wirklich schön). Na klar, an diesem ersten Tag habe ich den Prinz auch pünktlich wieder abgeholt, aber er musste sagen, wo es langgeht und wo er ein- bzw. dann auch wieder aussteigt.

Ab dem zweiten Schultag mußte er den Weg allein finden. Als liebe Mama habe ich ihn morgens zur Haltestelle gebracht und dort verabschiedet. Er fährt dann bis zur Endhaltestelle und läuft dann 400m zur Schule. Er sollte sich kurz melden, dass er angekommen ist. Das hat am ersten Tag nicht geklappt, weil er vergessen hatte seine mobilen Daten einzuschalten. Ich hatte ihn dann gefragt, ob er sich nicht gewundert hätte, weil ich nicht antworte. Ja, das fand er schon irgendwie seltsam. Aber er hat hin gefunden und zurück. Und auch der Probetag für die Ganztagsschule lief gut, inkl. Mittagessen, Ausgabe der Essenkarte und Wahl der AGn für den Nachmittag. Ein so entspanntes Kind habe ich selten, meist ist er so voller Energie.

Am dritten Tag hat er sich gemeldet, dass er angekommen ist. Er schrieb auch, als er in die Straßenbahn zurück eingestiegen ist  - dummerweise hatte er nicht gemerkt, dass er in der verkehrten Straßenbahn saß. Es fahren dort 2 verschiedene Linien ab. Am Hauptbahnhof hatte er mal raus geschaut und wusste auch, wo er war. Bis dahin fahren die beiden Straßenbahnlinien parallel. Danach hatte er sich wieder in sein Handyspiel vertieft. Als er dann wieder raus schaute, war er irritiert - unbekannt! Er stieg dann aus, rief mich an - tiefenentspannt, keine Spur von Panik! Was bin ich stolz auf meinen kleinen (großen) Prinz! Kurzer Check in der DB App: Ja, du kannst von dort mit der Linie 71 zu uns fahren. NUR - was ich nicht erwähnt habe, dass das ein Bus ist und keine Straßenbahn. Die Linie 71 kam, er sah sie und ließ sie vorbeifahren. Ja, auch ich muss lernen, für mich Selbstverständliches einfach zu erwähnen, zumindest am Anfang. Wieder DB App: Prinz, fahre mit der nächsten Straßenbahn bis zur Endhaltestelle, ich hole dich dort ab. Du musst aber kurz auf mich warten. Wieder war er tiefenentspannt.

Donnerstags ist bei uns immer ein besonderer Tag. Da geht der Prinz zumeist mit meinem Mainzelmann zur Lerntherapie. Also musste er auf dem Heimweg VOR dem Hauptbahnhof aussteigen und auf mein Mainzelmann warten. Zufällig *hüstel* war ich auch noch in der Stadt und habe mich auch dazu gesellt. Ich ahnte wohl schon, dass der Prinz etwas eher vor Ort sein würde, als mein Mainzelmann. 

Am Freitag bringe ich ihn zur Straßenbahn. Da er tags zuvor aber mit meinem Mainzelmann telefoniert hatte, rief er morgens bei ihm an. "Papa, ich bin zu früh ausgestiegen. Was soll ich tun?" Aber er schlug auch gleich vor, dass er versuchen wird zu laufen. Er meinte, den Weg zu erkennen. Habe ich schon erwähnt, dass der Prinz einen einzigartigen Orientierungssinn hat? Die Endhaltestelle und die Station davor bilden zur Schule ein Dreieck, er musste also genauso weit laufen, wie sonst auch. Allerdings hatte er aus dem Grund vergessen das Handy "verstummen" zu lassen. Es piepste im Unterricht. Der Prinz sich entschuldigt und wurde gebeten, es bitte während der Schulzeit ganz auszuschalten. Das hat er auch folgsam gemacht - NUR, als er dann nach der Schule das Handy wieder eingeschaltet hat, wurde er nach einem Code gefragt. Den hatte er natürlich nicht. Seine ganze gute Laune im Eimer. Er konnte auf dem Heimweg nicht zocken und er fährt 50 Minuten. Ein Glück hat er aber weder in der verkehrten Straßenbahn gesessen, noch ist er zu früh oder zu spät ausgestiegen.

 

Ach ja: 

zu früh aussteigen - kennengelernt, nichts passiert, Haken dran

falsche Bahn - kennengelernt, gerettet worden, Haken dran

jetzt fehlt eindeutig noch zu spät aussteigen *kicher*.

 

Das hat er dann heute nach der Schule geschafft. Ich stand sogar mit dem Rad bereit, um mit ihm gemeinsam nach Hause zu laufen. Allerdings stieg er nicht aus. Ich konnte aber auch nicht durch die reflektierenden Scheiben ins Innere der Straßenbahn schauen. Und so fuhr er an mir und seiner Haltestelle vorbei. Ein Glück hat die Straßenbahn aber auf der einen Seite noch immer Gleisbauarbeiten bis Dezember. So ist er 2 (!) Stationen weiter gefahren, das hatte ich ihm nämlich schon einmal gesagt, und rief mich an. Ich habe ihm dann nur kurz erklärt, in welche Richtung er laufen muss und SCHWUPPS war er schneller daheim als ich. (OK, ich war auch noch kurz in der Apotheke, aber PST!)


Der Prinz und die Öffentlichen Verkehrsmittel lernen sich jetzt endlich nach all der Zeit kennen. Er gerät nicht in Panik, er macht das verdammt gut und er macht wie so vieles in seinem Leben: Er lernt in seinem Tempo und mit und an seinen "Fehlern". Wobei ich dazu immer sage: Es sind Erfahrungen, die er sammeln darf und soll. Da kann ich reden, wie ich will: Am Ende muss er halt mal "sehen", was passiert.  Und im allerschlimmsten Fall muss er halt mal ein Stück zurückfahren, damit er heim kommt. Das kostet ihn halt seine Freizeit.


Samstag, 3. September 2022

Kindermund: "Du liegst auf meinen Einstellungen"

Die Kids teilen sich bei ein Bett. Sie könnten jeder im eigenen Zimmer schlafen, aber sie bevorzugen es, gemeinsam einzuschlafen. Letzte Nacht war der Prinz schön eingemümmelt, und die Prinzessin lag zusätzlich auf seiner Decke. Er im Schlaf:

"Du liegst auf meinen Einstellungen."

Ich dachte erst, ich habe mich verhört. Der Prinz hat sich aber mit mir unterhalten, er kann sich nicht mehr "riggen". 

 Ich denk, ich weiß, wovon er geträumt hat! 

Von einer seiner programmierten Szenen, wo er seinen Figuren leben einhaucht und diese dann mit jedem Knochen einzeln bewegen kann und damit eine Filmsequenz entwickelt.

Donnerstag, 1. September 2022

Zeit für ein wenig Statistik

Ein weiterer Monat ist vergangen. Wir starten heut ins letzte Drittel. Natürlich bin ich auch in diesem echt heißen August geradelt. Ein Glück hatte ich auch aber 14 Tage Urlaub, die ich in meiner Heimat (ohne Rad) verbringen konnte. Für 13 Arbeitstage sind dennoch erstaunlich viele Kilometer zusammen gekommen.

Im September startet endlich das Stadtradeln, da nehme ich auch wieder dran teil.

Meine Statistik

  • Januar 2022        321,0 km
  • Februar 2022     242,8 km
  • März 2022           324,8 km
  • April 2022            256,8 km
  • Mai 2022             151,9 km
  • Juni 2022             377,1 km
  • Juli 2022              323,7 km
  • August 2022       219,8 km

Damit komme ich auf eine Jahreskilometerleistung von 2218,12 km. Mein Ziel (2103 km) habe ich damit nicht nur erreicht, sondern direkt übertroffen – quasi ohne es zu merken. (Letztes Jahr kam ich im August nur 75 km gefahren. )

Zusammengefasst

  • 2018:       233 km
  • 2019:           0 km
  • 2020:    1.424 km
  • 2021:    2.064 km
  • 2022:    2.218 km – vorläufig

 So komme ich mit meinem treuen E-Bike in 5 Jahren auf eine Gesamtkilometerleistung von 5.939 km.

Und den Großteil dieses Bonus an Bewegung auf dem Rad verdanke ich allein Corona – denn vorher bin ich mit den Öffentlichen zur Arbeit gefahren. Meine Feierabend- bzw. Wochenendrunden sind leider nicht so zahlreich, wie ich es mir wünschen würde.



 

Samstag, 27. August 2022

Belohnung: Radfahren

Meine erste Arbeitswoche nach den Sommerferien ist um. Zur Belohnung bin ich heute eine große Runde Rad gefahren. Am Ende fiel die Runde aber wesentlich kleiner aus als geplant, denn es scheint mir, dass der Akku von meinem E-Rad so sachte aufgibt - und das bereits nach (Pi+Daumen) 4.600km. Ich weiß, man rechnet bei so einem Akku in Ladezyklen und nicht in Kilometern, und ja ich weiß auch, dass die erreichte Entfernung von vielen Faktoren abhängt: Temperatur, Gewicht des Radlers, Höhenmeter, Wind und Zuschaltung der Unterstützung. Und ja, ich weiß: An ein paar mehr Tagen war ich einfach faul gewesen, gerade, wenn es zu heiß war, da bin ich mit "Turbo" gefahren.


Als ich mit meinem frisch geladenen Akku heut vormittag losgefahren bin, habe ich den Ausflug genossen. Ich habe 2 von 3 Geocaches gefunden und kam bis nach Ingelheim. ZACK, plötzlich der Akku halb leer. Dabei waren es 15km - ja, 15km mit einigen Höhenmetern und entsprechender Zuschaltung. noch 10km bis zum Ziel in Rüdesheim. Dann sollte es eigentlich am Rhein auf der anderen Seite zurück gehen - 35km, im wesentlichen ohne großartige Höhenmeter, aber vielleicht mit Gegenwind. Ich fand 60km klangen machbar. Ich habe dann aber lieber abgebrochen und bin heimgefahren. Wenn ich das Ladekabel für´s Rad eingesteckt hätte und wüsste, dass ich das Rad irgendwo aufladen könnte, wäre ich wohl weiter gefahren. Aber ein E-Bike in einen RE hieven, das muss echt nicht sein.

Und außerdem wusste das Wetter heut nicht so recht, was es werden will: Wind wie gleich kommt Regen, Sonne, Wolken und zwar alles gleichzeitig.






Donnerstag, 25. August 2022

Kindermund: ... dann werde ich eben Müllmann

Es sind noch immer Sommerferien. Dieses Jahr haben meine Kinder die Ferienkarte und ich habe ein paar besondere Highlights ausgesucht und es wurden den Kindern ein paar schöne Aktionen "zugelost".

Heute fand: "Was der Müllmann und das Müllauto alles können. Gucken, staunen, Probefahren"

Beide Kinder waren begeistert. Sie durften vorn im Müllauto mitfahren. Sie konnten in einen (leeren) Container klettern und sie haben einiges über Müll und Mülltrennung gelernt. Und auch selbst gesehen, wie schwer so ein Müllauto auf der Waage ist.

Die Prinzessin war das einzige Mädchen. Mich erstaunt es immer wieder, dass die Rollen so festgelegt sind. Und der Prinz war der älteste und größte. Also irgendwie beide Kinder nicht genau in der Norm und dennoch war es genau richtig.

Als der Prinz im Müllauto auf dem Fahrersitz saß, meinte der Müllmann, dass er ja schon fahren könnten, weil er die erforderliche Größe hat.

Darauf meinte der Prinz: "Wenn das mit dem Anwalt nicht klappt, dann werde ich eben Müllmann!"

Ich finde das vollkommen ok. Ein guter Job, ehrlicher Arbeit, vernünftiges Gehalt. Also habe ich nachgefragt, wie er darauf kommt. Haltet euch fest:

"Die Müllmänner müssen ja nur einmal die Woche arbeiten."

Auch wenn das schön wäre, habe ich das ganz schnell aufgeklärt.

Vielen Dank an den Entsorgungsbetrieb Budenheim für den interessanten Einblick.


Mittwoch, 24. August 2022

Zum neuen Schuljahr

Der Prinz (und seine Klassenkameraden) hat in seiner neuen Schule von der Klassenlehrerin eine Motivationskarte bekommen.

In der dritten Klasse sah diese so aus:




und für die vierte Klasse so:

Der Prinz trägt beide Kärtchen noch immer in seinem Mäppchen täglich in die Schule. Ich denke, es gibt hier auch viele andere Gelegenheiten den Schülern mit solch kleinen Gesten, eine große Freude zu machen.

Danke, dass es so engagierte Lehrerinnen und Lehrer gibt!