Freitag, 10. Juli 2026

Back then #19 - 20 Pfennig und ein ganzer Nachmittag


 

Nach der Schule gab es diesen einen Abschnitt, der eigentlich nie einen Namen hatte und trotzdem immer gleich war.

Nicht mehr Schule. Noch nicht Zuhause.

Dazwischen lag der Weg.

Ich bin oft mit meiner Freundin zusammen ein Stück gelaufen (oder gefahren). Ihre Bushaltestelle lag ungefähr in der Mitte meines Heimwegs. Genau dieser Bereich, in dem der Tag noch offen war und alles passieren konnte.

Und dann kam diese Ecke.

Dort stand sie: die gelbe Telefonzelle.

Schon das Reinkommen war ein kleines Ereignis. Die Tür ging nie einfach auf. Als Kind musste man sich richtig dagegenstemmen. Drinnen war es eng. Zwei Kinder, zwei Scout-Rucksäcke und gefühlt kein Platz mehr zum Atmen.

Im Sommer war es darin wie in einer Sauna, wenn die Sonne genau draufknallte. Und dazu dieser Geruch – kalter Rauch, Plastik und irgendetwas Metallisches. Nicht besonders angenehm. Aber für uns war das einfach normal.

Meine Freundin hatte ihren Brustbeutel dabei. Monatsfahrkarte, Schlüssel und diese wichtigen 20 Pfennig. Genau geplant für einen Anruf.

Dann kam der entscheidende Moment.

Erst die Münze. Kurz zwischen den Fingern festhalten, einwerfen und hoffen, dass sie sauber durchrutscht. Dieses leise Klacken im Inneren war fast eine Erleichterung. Erst dann konnte es weitergehen.

Dann wurde gewählt. Ziffer für Ziffer. Auswendig. Konzentriert.

Und dann dieses Warten.

Wenn ihre Mama direkt ranging, war alles einfach:

„Darf ich nach der Schule zu ihr zum Lernen gehen?“

Wobei „zusammen lernen“ ein sehr großzügiger Begriff war. Eher die offizielle Bezeichnung für unseren Nachmittagsplan.

Und wenn niemand ranging, waren wir erstaunlich lösungsorientiert:

„Ihre Mama hat bestimmt ja gesagt.“

Ganz so wild, wie es heute klingt, war es aber vermutlich gar nicht. Wenn wir bei mir zuhause angekommen sind und meine Mutter nicht da war, haben wir ihr Bescheid gesagt, dass meine Freundin mitkommt. Und ich vermute, sie hat später wiederum ihre Mama informiert. Irgendwie lief das alles im Hintergrund mit. Ohne große Organisation, aber auch nicht ganz ohne Erwachsene.

Dann ging es an die Hausaufgaben. Im Rekordtempo. Nicht aus Fleiß – sondern weil wir genau wussten, was danach kam:

Der Spielplatz direkt vor der Tür.

Und später habe ich sie wieder zur Bushaltestelle begleitet. Wir warteten gemeinsam auf den Bus, redeten noch ein bisschen und winkten uns zum Abschied.

Kein Handy. Kein „Wo bist du gerade?“. Kein Standort.

Nur Wege, Absprachen und dieses selbstverständliche Gefühl, dass alles irgendwie funktioniert.

Damals hat ein einziger Anruf gereicht, damit ein ganzer Nachmittag entstehen konnte. Heute braucht man dafür einen Gruppenchat, einen Kalender und mindestens drei Erinnerungen.

Dienstag, 7. Juli 2026

Zeichnung Sca und Kiwi

 Hier hat die Prinzessin schon wieder was neues ausprobiert, eine Figur mit oversized Pulli und mit Kiwi, der niedlichsten im ganzen Anime-Universum. Der Pulli ist so flauschig gezeichnet, den würde ich direkt selbst anziehen.

Ich konnte wieder nicht die Finger von lassen - einmal die Outline von der KI nachziehen zu lassen. Wobei ich finde, dass ChatGPT da näher am Original bleibt als Gemini.


 Und jetzt noch einmal in schönen warmen Farben.


 

 

Montag, 6. Juli 2026

Vanny im Kimono

Meine Prinzessin hat eine festen Charakter, mit dem sie ein PC-Spiel spielt: Vanny. 

Nun hat sie Vanny im Kimono gezeichnet. Eigentlich logisch, weil sie derzeit so auf Japan, Manga und Anime begeistert ist.


 Gesicht hat sie hier bewusst "leer" gelassen, damit der Rest wirken kann. Es ist ihr erster Kimono mit Obi. Schon jetzt richtig gut ist ihr die Lagenoptik gelungen und der Gürtelbereich. Dafür fehlen allerdings noch ein paar fließende Falten und Körpersprache. Im Moment ist die Figur noch steif.

Ich habe ChatGPT gebeten, die Hauptlinien als klare Linien zu zeigen. Also, als wenn meine Prinzessin in ihrer Bleistift-Skizze noch mit Fineliner die Linien nachziehen würde. Das Ergebnis überrascht mich wirklich.


 Damit ist der Manga-/Chibi-/Anime-inspirierten Stil noch viel klarer zu erkennen.

Am Ende habe ich einfach sehen wollen, wie die Skizze in Farbe wirkt, Gemini durfte die Farbe frei wählen. Dunkelblau - ich selbst hätte es eher sommerlich leicht in hellen Farben gesehen.


 Irritierend bleibt, dass das Gesicht einfach fehlt. Wobei auch das ein Stilmittel sein kann und eine mysteriöse oder spirituelle Note verleiht. Süß finde ich natürlich das Antennenhaar, das gibt der Figur das verspielte Extra. Was mir vorher gar nicht aufgefallen ist, sind die traditionellen Holzschuhe. Ob der Obi wirklich mit einem westlichen brauen Ledergürtel vervollständig wird, kann ich mir gar nicht vorstellen. Hier hat die KI wohl ein wenig zu viel reininterpretiert. Anderseits passt es toll zu den Haaren.

 

 

Und so könnte es in einem Anime aussehen.

Sonntag, 5. Juli 2026

Straßenfund: Maritima Taschen

Neulich beim Gassigehen kam ich an einer Kiste mit Dingen zum Verschenken vorbei. Ich bin grundsätzlich neugierig. Also luscher ich im Vorbeigehen hinein. Oft sind es ausrangierte Bücher oder Kindersachen. Dieses Mal langen 2 kleine Handtäschchen drin. Maritim. Ich wollte wirklich nur eine mitnehmen, damit sich auch noch jemand anderes freuen kann. Ernsthaft. Aber ich konnte mich nicht entscheiden und da ich ja eine kleine Prinzessin daheim habe, wollte ich ihr eine schenken und die andere behalten.

So zumindest der Plan: Inzwischen trage ich abwechselnd beide Taschen beim Gassigehen. Ich liebe beide. Selbstverständlich dürfte die Prinzessin sich eine Tasche ausleihen. Macht sie aber nicht.

Mal ehrlich: Wer kann sich hier wirklich für eine entscheiden?

Freitag, 3. Juli 2026

Back then #18 - Füße im Leerlauf

 


Ich war damals bei meinem Freund in der Wohnung, wir haben gechillt (auch wenn man das damals noch „abhängen“ genannt hat). Irgendwann kam noch ein Kumpel dazu – aus dem Haus, genau weiß ich es nicht mehr. Und wie das so ist: irgendwann bekamen wir Hunger.

Die Jungs waren schon gut drauf. Und plötzlich war ich diejenige, die losziehen sollte: Essen jagen.

Ich hätte mein Fahrrad nehmen können, aber stattdessen bekam ich einfach den Mopedschlüssel von dem Kumpel in die Hand gedrückt. Helm ebenfalls von ihm, raus, runter – und da stand ich: ein Moped mit Kickstarter. Noch nie gemacht. Mein Motorrad hat einen Knopf zum Starten. Nach einigen Versuchen habe ich das Maschinchen dann tatsächlich zum Laufen bekommen.

Ich bin losgefahren. Viel langsamer als mein Motorrad, aber überraschend entspannt. Alles war irgendwie niedriger, gemütlicher, Füße parallel im Fußraum – ungewohnt, aber easy.

Erste Ampel. Rot. Ich bremse, halte an, stehe. Das Moped beginnt seitlich zu kippen… und im selben Moment merke ich, dass ich den Fuß einfach nicht auf den Boden gesetzt habe. Von der Fußraste nehmen ist ja klar, aber in diesem "Autogefühl" auf dem Moped doch nicht. Dank meiner schnellen Reaktion konnte ich den Sturz gerade noch verhindern.

Zum Glück hat das keiner live gesehen – oder stand mit der Dashcam hinter mir.

Erzählt habe ich es später trotzdem. Und im Nachhinein war es genau so peinlich, wie es heute schön ist, sich daran zu erinnern. Der Lacher des Abends ging definitiv an mich.

Donnerstag, 2. Juli 2026

KI-Bilder im Juni

Wer hätte es gedacht, so schnell hat der Rausch nach immer mehr KI Bilder aufgehört. Dennoch sind ein paar entstanden (und nicht nur für meine Back then-Beiträge) und die möchte ich euch nicht vorenthalten.


 




Das ist das einzige, was mir noch zu diesen Temperaturen einfällt:

Outing: ich hasse Sommer und Hitze

 

Im Haus, abends um 22 Uhr - wer kann denn da bitte schön ans Schlafen denken?

Auch das hier muss ich euch zeigen: Erstellt mit PixVerse in der kostenlosen Version. Verdammt gut!

Und das ist nur aufgrund eines Fotos entstanden - 

Mein Lieblingstier ist ja der Esel. Und als ich über einen coolen Prompt gestolpert bin, wie eine Frau sich in einen Löwen verwandelt, wollte ich das auch. Aber bitte in einen Esel, ist doch klar. Es war gar nicht so einfach den Prompt umzuschreiben (noch dazu auf englisch), aber mit dem Ergebnis bin ich zufrieden.


 Auch zur Fußball-WM habe ich eine Meinung: Hätte der Trainer mal lieber mich eingesetzt *prust*

 


OK, das Tor steht nicht richtig und auch mein Rückwärts-Sprung ist weniger realistisch.... ABER mit mir hätten wir gewonnen. 


Mittwoch, 1. Juli 2026

Rückblick auf den Juni

Puh - also der Juni hatte es ganz schön in sich. Er war heiß. Nicht nur ein wenig, sondern so wirklich richtig. Die Temperaturen stiegen bis auf 40 Grad Celsius. Nachts blieben die Werte bei 36 Grad um Mitternacht. Dabei fing der Monat sogar noch mit Regen an, nachts lagen die Temperaturen unter 10 Grad. Die Höchsttemperaturen lagen anfangs bei wohligen 16 Grad. Ja, da musste ich mir schon anhören, dass das ja noch kein Sommer sei, dabei fand ich das toll. Und dann gab es kein halten mehr, 20 Grad ging´s rauf. Es wurde so brutal heiß. Schwitzen im Sitzen war noch das geringste Problem. Nachdem ich bei 39 Grad kaum noch Luft bekommen habe auf dem Nachhauseweg, habe ich die folgenden drei Tage einfach mal das Auto genutzt. Nach 5 Tagen Dauerschweiß gab es endlich ein Gewitter - ein harmloses Gewitter. Und hey: Ich finde jetzt 29 Grad gar nicht mal mehr so übel *Sarkasmus off*.

Hier noch mein altes Bike
Und nun mein neues


 

Sogar die Zeitung schreibt, dass es der wärmste Juni seit Beginn der Wetteraufzeichnungen war. Wirklich zugesetzt haben mir die 10 tropischen Nächte in Folge. Und die Tatsache, dass es auf Arbeit wirklich extrem warm war. Da haben auch die Wasserflaschen nur geringe Besserung gebracht. 

Wer hat noch so einen wundervollen Arbeitsweg?

 

Auch mein morgendliches Kreuz macht bei so viel Hitze und blauem Himmel nicht mehr viel her. Ich mag es lieber, wenn der Sonnenaufgang zu sehen ist, wenn Wolken da sind, meinetwegen mal Schnee oder Nebel. Immerhin kann man (zu)sehen, wie das Getreide reift.





Mein Schlussfoto - nach 8 Jahren

Mein neuer Begleiter









Atempause nach der ersten Hitzewelle

Aber wieviele Kilometer habe ich denn nun auf meinem Rad zurückgelegt? Und wie werde ich mir das weiter aufschlüsseln. Als Gesamtkilometer einfach immer wieder? Als Kilometer mit dem alten und mit dem neuen Rad? Da muss ich mir noch etwas einfallen lassen. Denn interessieren tut mich natürlich beides.

Trotz Hitze, trotz Autofahrten, trotz Feiertag komme im Juni ich auf 251,2 km. 

Davon bin ich 97,2 km auf dem alten Rad gefahren, 154 km auf dem neuen Rad. 

  • Januar   124 km
  • Februar 231 km 
  • März     140 km
  • April     176 km 
  • Mai       225 km 
  • Juni       251 km 
  • Aufstellung über die ganzen Jahre 

    • 2018:       233 km
    • 2019:           0 km
    • 2020:    1.424 km
    • 2021:    2.064 km
    • 2022:    3.137 km
    • 2023:    2.434 km
    • 2024:    2.145 km 
    • 2025:    1.976 km 
    • 2026:       995 km  - Nach 14.408 km war auf dem alten Rad Schluss
    • 2026 :      154 km (to be continued)

    Natürlich bin ich auch im Juni gelaufen, im Haus, in der Pause, Gassi - aber durch die Hitze viel weniger

  • Jan: 232.181 Schritte (7.490) 
  • Feb: 240.168 Schritte (8.577) 
  • Mrz: 278.590 Schriite (8.987)
  • Apr: 255.101 Schritte (8.503) 
  • Mai: 259.466 Schritte (8.495)
  • Juni: 240.193 Schritte (8.006)
  • Damit bin ich im ersten Halbjahr auf 1,5 Mio Schritte gekommen (exakt: 1.505.699), im Jahr sind rechnerisch noch 3 Mio. Schritte drin. Auch wenn ich mich wiederhole: KRASS, dass ich letztes Jahr die 4 Mio. Schritte Challenge geschafft habe.