Samstag, 25. April 2026

Kritzelkunst

Beide Kinder erwische ich immer wieder mit einem Bleistift beim "Kritzeln". Ich liebe ich Zeichnungen, deswegen gehört das Kritzeln definitiv in Anführungszeichen. Leider passiert es immer mal wieder, dass sie im Unterricht nebenbei mitzeichnen. Ich hoffe ganz einfach, dass es so ist wie bei mir, dass sie sich dann besser auf´s Zuhören konzentrieren können. 

Diese Skizze finde ich so toll, dass ich sie zeigen möchte:

 


Die Figur ist natürlich angelehnt an Manga. Gut gemischt mit dem eigenen Stil meiner Prinzessin. Leicht melancholisch, schon fast wie ein Gothic-Anime. Auch wenn sie es nicht bewusst gezeichnet hat, erinnert mich das Portrait an Muichiro Tokito aus Demon Slyer. Oder zumindest ein Dämon mit einer sehr traurigen menschlichen Vergangenheit.

 

Und wenn man jetzt noch sieht, dass das ganze im Schulheft neben einer Fabel von La Fontaine steht, könnte der Kontrast nicht stärker sein.

Ich habe die KI gebeten, das Bild einmal ohne Linien und ohne Text darzustellen. Leider hat es nicht am Papierrand geklappt, aber auch mittig hat es eine großartige Wirkung.

 


Und wenn man sich das ganze einmal in einem Buch visualisieren möchte, finde ich das verdammt großartig. 


 

Freitag, 24. April 2026

Back then - Zeit ist relativ oder wie aus 3 Wochen 13 Jahre wurden

In dem Moment dachten wir, wir verlieren sie.
In Wahrheit hat sie gerade angefangen, zu uns zu gehören.
  
Anruf von meiner besten Freundin - damals wie heute: 
„Ihr wolltet doch schon immer einen Hund zur Pflege nehmen.“

Nein.

Wirklich nicht.
Unser Leben war voll: Schule, Arbeit, Freunde, Kino, Schwimmbad. Ein Hund? Keine Chance.

„Pass auf, die Nachbarin ist im Krankenhaus. Purzel ist läufig und kann nicht bei uns bleiben. Nur 2–3 Wochen.“

2–3 Wochen.
Das klang überschaubar. Fast wie nichts.

„Ich bringe sie dir gleich vorbei.“

Keine 30 Minuten später stand sie da.

Und ganz ehrlich?
Es war… nicht mein Traumhund.
Klein, kurze Beine, Kringelschwanz, Schlappohren – und ziemlich rund. Exakt das Gegenteil von dem, was ich mir immer vorgestellt hatte.

Aber gut. Für eine Freundin macht man das.
Und irgendwer musste ja verhindern, dass ihr Hund Papa wird.

Also Leine dran und los.
Einmal durch den Park, rüber zur großen Wiese.

„Komm, wir lassen sie hier mal frei.“

Leine ab.

Und dieser kleine, dicke Hund?
Wird plötzlich zum Pfeil.

10 Meter.
20 Meter.
50 Meter.
100 Meter.

Mein erster Gedanke:
Super. Das war’s. Die sehen wir nie wieder.

Dann bleibt sie stehen.
Dreht sich um.
Und kommt zurück.

Direkt auf uns zu.

In diesem Moment war irgendwas anders.
Eis gebrochen. Vertrauen da.
Und irgendwie auch: angekommen.

Purzel bleibt.

3 Wochen gehen vorbei.
Die Nachbarin ist noch im Krankenhaus.
8 Wochen. Reha.
12 Wochen. Betreutes Wohnen.
Und niemand fragt nach dem Hund.

Inzwischen ist Dezember.
Und wir wollten doch nie einen Hund.

Der Griechenland-Urlaub war längst gebucht.

Also melden wir Purzel bei der SOS Hundehilfe.

Kurz darauf steht ein Interessent vor der Tür.
Ein riesiger Mann. Ein Schrank.

Und dann sehe ich sie neben ihm.
Diesen kleinen Hund.

Und er sagt einen Satz:
„Wenn sie nicht allein bleiben kann und bellt, bringe ich sie zurück.“

Ich schaue meine Mama an.
Sie schaut mich an.

Die Entscheidung war längst gefallen.

Er geht.
Und meldet sich nie wieder.

Noch am selben Nachmittag bekommt Purzel einen neuen Namen.

Und wir haben einen Hund.

Für 13 Jahre.

Und der Urlaub?
Den haben wir tatsächlich gemacht.
Die Mutter einer Freundin meines Bruders hat sie genommen.

Als wir sie wieder abholen, stehe ich da und denke:

Was ist das für ein wunderschöner Hund?

Glänzendes Fell.
Leuchtende Augen.
Ihre Freude uns wiederzusehen,
ging direkt ins Herz.

Die Beine wirken plötzlich länger.
Der Bauch? Weg.

Ich war kurz überzeugt, es sei ein anderer Hund.

War es aber nicht.

Bewegung und besseres füttern haben sie vollkommen verändert.

Und vielleicht ist das das Verrückte an Zeit:

Wir wollten einem Hund für 3 Wochen eine Bleibe geben.
Geworden ist ein Seelentier.

Donnerstag, 23. April 2026

Einmal auf Berlin sitzen - Try and ERROR - ganz schön viel ERROR

Es gibt bei FB eine tolle Idee: Man selbst sitzt auf den Buchstaben seiner Stadt hoch über der Stadt auf einem Hochhaus, romantische Stimmung, Sonnenuntergang, die Buchstaben reflektieren z.B. das Fußballstadion oder Wahrzeichen der Stadt.

Mein Lemming schrie ganz laut. Ich habe es versucht, ich habe es wirklich hart versucht. Erst mit ChatGPT, wo ich nicht einmal ich selbst bin, und dann mit Gemini.

 

Wer auch immer - aber immerhin hoch über Berlin

Versuch mit Gemini - eigentlich fehlt nur ein Stuhl/Hocker

Das wörtliche Umsetzen hat nicht geklappt - also helfe ich mit einer Skizze

Ähm,... genau zwischen den Buchstaben? Also irgendwie noch immer in der Luft

Das war der Hinweis, dass ich auf dem "i" sitzen will. Nun besitzt das L einen i-Punkt

Dann halt anders: Stell "mich" hinter das Wort - wieso der Hintergrund verrutscht und ich wie am Kreuz hänge? Keine Ahnung

Bitte verschiebe den Fernsehturm - eine einfache Aufgabe. NOPE, nicht für die KI

Entferne den mittigen Fernsehturm - PUFF alle weg. Das ist doch zum Verzweifeln

und ganz am Ende hatte sogar eine Frau ihren Prompt veröffentlicht, aber selbst damit bin ich kläglich gescheitert. :-( 

Nun schwebe ich wirklich über Berlin
 

Keine Lust mehr - nach so vielen Fehlversuchen, mag ich nicht mehr. Ich habe mich dran satt gesehen. 

Mittwoch, 22. April 2026

Geburtstagskarte auf die schnelle

Meine Freundin hat Geburtstag. Nun hat sie uns bereits fürs Wochenende eingeladen und ich freue mich bereits riesig darauf, endlich mal wieder unter Frauen feiern und quatschen, was lecker Essen, dazu was trinken. Im Alltag geht das leider oft einfach vergessen.

Auf alle Fälle habe ich meiner Freundin an ihrem Geburtstag gratuliert. Sie hat sich gefreut und dann fragte sie, ob wir ganz spontan nachmittags zum Kuchen essen vorbeikommen wollen. OK, das ließ sich mit ein wenig Improvisation einrichten. 

Ich wollte aber nicht mit leeren Händen vor der Tür stehen und so habe ich fix eine Geburtstagskarte gebastelt. Nur gut, dass ich an Rohkarten einen ganzen Schwung zur Hand habe.

 


Dazu noch eine Packung Nervennahrung und dann ging´s zum Kuchen essen.  


 Zeitlich hat es nur noch für ein fixes Foto im Auto gereicht.

Dienstag, 21. April 2026

Einzug des Froschkönigs

Wir haben einfach kein Glück mit unseren Toilettensitzen. Unzählige habe ich hier schon ausgetauscht. So ganz verstehe ich das nicht. Wir sind zu viert. Keine kleinen Kinder mehr. Normale Nutzung der Toilette. Keiner, der sich drauf stellt oder zum Quatsch den Deckel hebt und immer wieder fallen läßt.

 

Inzwischen mache ich mir ja schon einen Spaß draus - besser als drüber ärgern. Ich suche mir die schönsten, schrägsten, lustigsten Motive aus. Heuer durfte der Froschkönig bei uns einziehen. Ich als Märchenliebhaberin bin begeistert. Und hübsch ist der Kerl ja auch noch.

 

Willkommen Froschkönig

Und was hatte nun der alte Toilettendeckel? Hier war die Brille gebrochen und da ich wirklich Angst hatte, dass der Riss größer wird und mir quetscht mein zartes "Popöchen" einquetscht, musste fix gehandelt werden.



 

Sonntag, 19. April 2026

Berlin: Wenn Moos gefährlich wird – und warum es sich so gut anfühlt, es zu entfernen

Man merkt erst, wie rutschig Moos wirklich ist, wenn jemand darauf angewiesen ist, sicher zu laufen.

Bei meiner Mama in Berlin hat sich über die Zeit auf den Pflastersteinen im Garten Moos gepflanzt. Erst nur ein bisschen. Dann immer mehr. Und wie das oft so ist: Man gewöhnt sich daran. Es gehört irgendwie dazu. Bis zu dem Moment, in dem es eben nicht mehr egal ist.

Jetzt ist sie auf Krücken unterwegs. Und plötzlich wird aus „ein bisschen Moos“ ein echtes Risiko. Moos ist bei Nässe richtig rutschig. Der Krückengummi flutscht unkontrolliert umher.

Also habe ich den Kärcher rausgeholt.

Zottellotte beim Kärchern - definitiv KEINE Strafarbeit

Schon beim ersten Wasserstrahl passiert etwas, das man schwer beschreiben kann, aber sofort versteht, wenn man es sieht: Diese klare Linie zwischen sauber und vermoost. Dieses langsame Freilegen der ursprünglichen Farbe der Steine. Zentimeter für Zentimeter. Es ist nicht nur sichtbar – es fühlt sich auch gut an.

Es ist pure Magie, ist ist Meditation.

Das Geräusch des Wassers, die gleichmäßige Bewegung, das direkte Ergebnis. Kein Warten, kein „vielleicht später“. Sondern sofort: vorher – nachher.

Vorher: Moos, nicht nur in den Fugen, sondern auch auf dem Pflaster

Dank purer Wasserkraft wieder moosfrei - noch feucht 

Mit jedem Streifen, den ich sauber mache, wird der Weg ein kleines Stück sicherer. Für jemanden, der darauf angewiesen ist, dass der Untergrund verlässlich ist.

Das verändert die Perspektive. Es geht nicht mehr darum, dass es „schön aussieht“. Sondern darum, dass jemand sich wieder ein Stück freier bewegen kann. Ohne Angst vor dem nächsten Schritt.

Am Ende sind die Steine heller. Klarer. Wieder wie neu.
Aber das ist eigentlich nur der Nebeneffekt.

Das wirklich Gute daran sieht man nicht sofort:
Ein sicherer Weg. Ein kleines Stück Alltag, das wieder leichter wird.

An der Garage bereits fertig und wieder hell

Und ja – es ist immer noch unglaublich satisfying. Auch wenn es am Ende fast 5 Stunden wurden, waren eigentlich nur die letzten 30 Minuten nervig - da hieß es dranbleiben und durchziehen.

Endabnahme durch Buffy "Ist jut jewordn!"


 

Samstag, 18. April 2026

Berlin: Mein Steinbergpark

Wenn alle noch schlafen...

Wenn alles noch ruhig ist...

Wenn Buffy raus will....

... erfülle ich ihr zu gern den Wunsch.

 

Mein Morgen im Steinbergpark: Ruhe, Frühlingsstimmung, Vögelzwitschern, Waldgeruch, Blätterrascheln, Baumknarzen, Specht klopfen, stilles Wasser, Enten

Noch etwas verschlafen

Ein Gesicht auf bzw. in dem Baumstumpf

Einfach traumhaft schön am Steinbergsee

Bevor es zum Frühstück nach Hause ging, bin ich fix am Hünengrab vorbeigestiefelt. Hierüber muss ich unbedingt einmal einen eigenen Blogpost verfassen.