Freitag, 5. Juni 2026

Back then #15 - zwei Mädchen und das rote Fahrrad

 

Zur Grundschule durfte ich irgendwann ab der dritten oder vierten Klasse mit dem Fahrrad fahren.
Mit meinem roten Fahrrad. Und damit war klar: Ich war quasi erwachsen.

Nach der Schule bin ich mit meiner Freundin gemeinsam bis zur Bushaltestelle gelaufen. 500 Meter. Schnurgeradeaus. Fahrrad geschoben und den Schultag im Gespräch verarbeitet. Das Leben geplant. 

An der Bushaltestelle warteten wir noch kurz.
Sie stieg in den Bus – und ich hatte exakt weitere 500 Meter bis nach Hause. Das ging fahrend deutlich schneller.

Und irgendwann kam uns ein Gedanke.

Warum eigentlich schieben?
Warum nicht einfach … gemeinsam fahren?

Also entwickelten wir ein System.

Ich stand auf den Pedalen, lenkte und trat.
Sie saß im Sattel und hielt das Gleichgewicht.
Mit zwei dieser unfassbar schweren, steifen, orange-roten Scout-Ranzen auf dem Rücken.

Und ja – wir haben das perfektioniert.

Schneller an der Haltestelle. Mehr Zeit für Gespräche. Mehr Zeit für Weltbewegendes.

Bis plötzlich eine Stimme hinter uns scharf rief:
„SOFORT ANHALTEN!“

Ein Polizist.
Mit diesem Blick, der klar machte: Das ist unerwünscht. Diskussion zwecklos.

Er erklärte uns sehr deutlich, dass er uns dabei nie wieder so sehen will.

Wir nickten brav.
Stiegen ab.
Und gingen nebeneinander wie früher...

...gelaufen sind wir …
bis er um die Ecke gebogen war.

Dann sind wir wieder aufgestiegen.

Man muss Prioritäten setzen.

Und heute?
Würde ich meiner Prinzessin erlauben, so zu fahren?

Auf gar keinen Fall.
Viel zu gefährlich.

Manche Kindheitserinnerungen darf man lieben –
aber bitte nicht wiederholen.

Back then #14 - fliegende Würstchen

 

Wir sitzen auf dem Balkon unserer ersten gemeinsamen Wohnung. das muss damals, im Sommer 2008, gewesen sein. Später Nachmittag. Warme Luft, ein bisschen Feierabendgefühl. Wir hatten Besuch – ich glaube, es war sogar mein Vermögensberater.

Plötzlich liegt dieser Duft in der Luft. Holzkohle. Grill.
Und wer mich kennt, weiß: Sobald irgendwo gegrillt wird, nehme ich sofort Witterung auf. Ich liebe Grillen. Sofort war ich neidisch.

Über uns lag eine Maisonettewohnung mit einem nach innen versetzten Balkon. Ich konnte die Nachbarn nicht sehen, aber eindeutig hören und riechen.

Dann ging alles ganz schnell.

Ein spitzer Schrei von oben.
Sekunden später landet ein perfekt gebratenes Würstchen direkt auf meiner frisch gewaschenen Wäsche auf dem Wäscheständer.

Ich schaue nach oben und rufe rotzfrech:
„Dankeschön!“

Von oben kam schallendes Gelächter.

Und das Beste?
Das Würstchen durfte ich tatsächlich aufmümmeln.

Donnerstag, 4. Juni 2026

Farben-Challenge

Irgendwo im Netz habe ich eine Foto-Challenge gesehen: Mehrere Personen besichtigen eine Stadt. Jeder bekommt eine Farbe zugeteilt und macht entsprechend seine Fotos. Am Ende hat man einfach von der gleichen Besichtung mehrere komplett unterschiedliche Collage.

Bevor ich meine Kids damit belästige, musste ich erst einmal ausprobieren, ob das überhaupt bei einer Gassi-Runde funktioniert. Test-Strecke war die normale Runde. Glaubt mir, sie hat deutlich länger gebraucht, als normalerweise. Und sie hat auch deutlich mehr Spaß gemacht. 

Damit ich die verschiedenen Farben testen konnte, musste ich ja mehrere Blickwinkel (Farben) im Hinterkopf haben. 

Meine Collage in "weiß"

 

Meine Collage in "rot"

 

Meine Collage in "gelb"

 

Meine Collage in "blau"


 

Und das ist nur eine Auswahl, ich habe noch deutlich mehr gelb, rot und weiß gefunden. Blau fand ich sehr schwierig und ist eigentlich nur gelungen, weil ich eine Teilstrecke entlang der Autobahn gehe.

Mittwoch, 3. Juni 2026

Sadie Adler

 Meine Prinzessin zeichnet gern und ich finde, es wird immer besser. 

Diese Zeichnung ist Sadie Adler. Western mit dem ihr eigenen Anime-Stil.

Hier hat sie die Augen richtig ausdruckstark getroffen: melancholisch, zurückhaltend, stille, harte, leicht traurige Ausstrahlung. Es ist dieses „ich hab schon einiges erlebt“-Gesicht. Dabei ist sie keine klassische „Prinzessinnenfigur“. Sie ist zäh, eigenständig, kann reiten, kämpfen, überleben — aber hat gleichzeitig Tiefe und Verletzlichkeit. 

Die Haare als Zopf wurden bereits richtig gut als Form umgesetzt. Auch der erste Versuch mit einem Westernhut ist bereits perspektivisch gedacht, wobei hier noch etwas mehr Erfahrung benötigt wird. 

Die Zeichnung hat definitiv Persönlichkeit.

Kurz zur Einordnung. Sadie Adler ist ein Spielcharakter aus Red Dead Redemption. Das Spiel ist ganz sicher nicht für Kinder, ABER es geht ihr gar nicht so sehr ums Rumballern, sondern um die Atmosphäre, die Natur, die Pferde, Lagerfeuergefühl, Tiere beobachten und das langsame Unterwegs sein.  

Hier habe ich versucht aus dem Foto den Hintergrund und den Schatten zu entfernen. Leider geht die ganze Magie verloren. Deswegen habe ich ChatGFPT den Auftrag gegeben, die Zeichnung leicht zu verbessern und als Bonbon einen Aquarellfarbklecks einzufügen.

Es ist nur noch bedingt als Zeichnung meiner Tochter zu erkennen. Dennoch gefällt mir das recht gut.

Zu guter Letzt wollte ich noch sehen, wie Sadie mit ihrem Zopf spielt. 
 

Das Video musste ich ganz schön kürzen, denn Anfangs war die Hand des Zeichners zu sehen. Total freeky. 

Dienstag, 2. Juni 2026

Frühstück vor der Schule

Wenn die Kids morgens einfach nichts essen wollen, muss ich halt versuchen über Essen den Anreiz zu schaffen. Bei der Prinzessin gelingt es mir ganz gut, der Prinz ist hier schwieriger. So haut er schon mal raus:

"Mama, für so ein 5 Sterne-Frühstück" habe ich keine Zeit! Und da ich weiß, dass ich das nicht schaffen werde, fange ich gar nicht erst an. Sonst bist du nur traurig."

Kann man da böse sein? Ich nicht. Dann bekommt er halt mal Apfelmus, mal eine Bananenmilch, mal Müsli, mal einen Joghurt. Irgendetwas finden wir dann doch immer.

Cyborg-Grinsen: Würstchen, Käsewürfel, Miniwaffeln, Apfelspalten

 
Gesicht mit Augen, Pupillen und Iris; Salzsnack, Miniwaffel, Puffreiserdbeerchip, Boulette

Alles läuft rund, oder?: Gurke, Mini-Muffin, Boulette und Käsewürfel

 

Wolken über der Blumenwiese: Erdbeerpuffchips, getrocknete Bananen, Möhren

(Verschmähtes) 5-Sterne-Menü: Erdbeerpuffchips, Apfelspalten, Cashewkerne, getrocknete Bananen

Strahlendes Lächeln: Mini-Muffin, Blaubeere, Apfelspalte, Cashewkerne, getrocknete Banane

5 auf 1: Banane, Fleischwurst, Blaubeeren, Mini-Kabanossi, Nuss-Mix

Smile: getrocknete Banane, Mini-Muffins, Blaubeere, Apfelspalte, Cashewkerne

Montag, 1. Juni 2026

Maizeit ist vorbei - Willkommen im Juni

Guten Morgen Mainz - ich komme
 

Der Mai startete feucht und wurde zum Ende richtig heiß. Morgens um 7 Uhr auf dem Rad waren es teilweise nur 3 bis 6 Grad Celsius gewesen. Da kam noch immer die Winterjacke zum Einsatz. Die letzten Tage bin ich dann aber in kurzer Kleidung auf die Arbeit gefahren. Eine wirkliche Übergangsphase gab es (mal wieder) nicht. Und auch, wenn es anfangs immer mal wieder geregnet hat, so kam ich fast immer trocken ans Ziel. Ehrlicherweise hatte ich mir für die Natur noch viel mehr Regen gewünscht. Die Schnecken fanden das Wetter richtig gut. Die Erdbeeren bekamen erst Ende des Monats genug Sonne, damit sie so richtig lecker wurden.


 

 








Ab jetzt wird´s Wetter schön, aber die Bilder absolut langweilig - weil einfach nichts passiert. 







Ehrlich - so mag es "mein" Kreuz am liebsten!

Und wenn ich dann losfahre, habe ich die eine oder andere wunderschöne Aussicht - vor allem auch in der Nähe von der Mewa-Arena. Dort gibt es einen einsamen Baum.


 

 


Hier hatte ich mal auf der Autobahnbrücke angehalten - das erste Bild ist auf dem Weg zum Mitfahrerparkplatz entstanden. 


Jetzt bekommt ihr noch ein Bild von mir auf dem Rad.

 

Nichts für schwache Nerven: Einmal Helm abziehen *lach* 

 

Geschwind Bürotauglichkeit hergestellt! 

 

Gefühlt bin ich diesen Monat sehr wenig gefahren. Es gab viele Feiertage, viele Homeofficetage und einen Lehrgang. Wobei, dort bin ich ja mit dem Rad hingefahren. Jetzt kommt´s: Im Mai bin ich 224,9 km gefahren. Das habe ich definitiv unterschätzt.
 
  • Januar   124 km
  • Februar 231 km 
  • März     140 km
  • April     176 km 
  • Mai       225 km 

Aufstellung über die ganzen Jahre 

  • 2018:       233 km
  • 2019:           0 km
  • 2020:    1.424 km
  • 2021:    2.064 km
  • 2022:    3.137 km
  • 2023:    2.434 km
  • 2024:    2.145 km 
  • 2025:    1.976 km 
  • 2026:       897 km (to be continued) 

Außer Konkurrenz lasse ich meine Schritte hier weiter auftauchen. Als Motivation, dass man auch als Büromensch mit Kindern im Alltag irgendwie ein paar Schritte schafft. Mein Ziel wären 10.000 Schritte am Tag, aber die schaffe ich im Moment einfach nicht, aber immerhin knapp 8.500 Schritte am Tag aufs Jahr gesehen. Ich finde, das kann sich durchaus sehen lassen.

  • Jan: 232.181 Schritte (7.490) 
  • Feb: 240.168 Schritte (8.577) 
  • Mrz: 278.590 Schriite (8.987)
  • Apr: 255.101 Schritte (8.503) 
  • Mai: 259.466 Schritte (8.495)
  •  

     
     





    Sonntag, 31. Mai 2026

    Mein eigenes Logo

    Das wollte ich schon immer haben: ein eigenes Logo.

    Damals, als ich angefangen habe zu nähen, habe ich bei euch lieben MitbloggerInnen immer diese wunderschönen Logos gesehen. Ihr hattet kreative Namen, tolle Ideen und einen richtigen Wiedererkennungswert. Und ich? Ich hatte… keine Idee.

    Letzte Woche wurde ich dann tatsächlich mit meinem eigenen Logo überrascht.

    Eigentlich war es sogar logisch, dass mein Name „Zottellotte“ darin auftauchen musste. Dieser Name begleitet mich nämlich schon seit 1993 oder 1994. Unfassbare 33 Jahre! Ich liebe ihn bis heute.

    Ursprünglich wollte ich irgendwann mal etwas Neutraleres benutzen. Aber bei „Zottel“ musste ich ständig erklären, wie ich darauf gekommen bin — und irgendwann wurde mir das einfach zu anstrengend. So wurde aus „Zottel“ irgendwann „Zottellotte“ — und inzwischen kann ich mir keinen passenderen Namen mehr vorstellen.

    Und dann mussten natürlich auch meine Hobbys mit hinein: Hund, Fotografie, Wandern, Geocaching und Kaffee.

    Irgendwie erzählt dieses Logo jetzt sogar eine kleine Geschichte:
    Ich schnüre meine Wanderstiefel, laufe durch den Wald, lasse mich vom GPS leiten, finde einen Geocache — und am Ende wartet als Belohnung ein guter Kaffee auf mich. Natürlich immer mit dabei: Buffy und meine Kamera.

    Als ich meiner Prinzessin das Logo gezeigt habe, kam allerdings sofort:
    „Mama, da fehlt noch was ganz Wichtiges!“

    Ich schaue sie an — und in genau diesem Moment merke ich es auch:
    Mein treuer Begleiter fehlt. Mein Fahrrad.

    Im Moment habe ich allerdings überhaupt keine Lust, das Logo schon wieder zu verändern. Und wenn ich ehrlich bin: Wenn ich mit dem Hund unterwegs bin, habe ich das Fahrrad meistens sowieso nicht dabei.

    Aber wer weiß.
    Vielleicht bekommt mein kleines Logo irgendwann doch noch irgendwo ein Fahrrad spendiert — zwischen Hundepfoten, Wanderschuhen und Geocaching-Abenteuern. 🚲🐾🥾