Mittwoch, 19. August 2026

Reise nach Berlin: Schlosspark Sommerswalde

Schloss Sommerswalde

Es sollte in den Dinopark Germendorf gehen. Mit Hund - und das obwohl man dort durch ein Freigehege mit läuft. Einmal haben wir das schon mit Buffy gemacht (klick) und sie hat das richtig toll hinbekommen. Die Kids haben die Rehe gestreichelt und ich stand mit 4m Abstand daneben - und nein, kein Gebell oder Gezerre an der Leine. Ein Tagesausflug sollte es werden. In der Masse war auch der Überlebensrucksack gepackt.

 

Wir fahren also zum Dinopark. Eine sehr lange Schlange am Kassenhäuschen und der Parkplatz wirklich sehr sehr voll. So richtig Bock hatte plötzlich keiner auf Menschenmassen - kurzerhand bin ich am Dinopark vorbeigefahren. Habe an einer der nächsten Möglichkeiten gehalten und wollte schauen, wo man denn in der Nähe spazieren gehen kann.

Die alte Orangerie

Da stehen wir doch quasi direkt am Schlosspark Sommerswalde. Mittendrin liegt das Schloss Sommerswalde und drumherum führt ein Weg - und was für ein Zufall: ein Adventure Lab kann dort auch gespielt werden. 

 

Der Schlosspark ist wirklich schön angelegt, es gibt einiges zu entdecken. Und obwohl das Schloss sowohl als Meditationszentrum als auch als Café genutzt wird, gab es noch einige Ecken, der sehr Lost Place gewirkt haben.

Das Forsthaus

Im Zuge des Bloggen habe ich mich natürlich für die Geschichte interessiert. Bereits 1891 wurde das Schloss fertig gestellt, recht bald kam es zu umfangreichen Umbaumaßnahmen (hier kann ich die Bildergalerie dringend empfehlen). 

 

Im Krieg wurde dann das Schloss als russische Kommandantur genutzt. In der Zeit danach wurde es zu Pionierleiterschule für die FDJ. Die FDJ war die Freie Deutsche Jugend in der DDR, um die junge Menschen im Sinne des Sozialismus und des Marxismus-Leninismus erziehen. 

 

Nach der Wende bis 2006 gab es immer wieder Leerstand und kurzfristige Nutzungen. 

Das rote Rathaus

Danach wurde es zum Kadampa Meditationszentrum Deutschland. In diesem Zusammenhang erfolgen umfangreiche Sanierungsarbeiten, für die es den brandenburgischen Denkmalpflegepreis erhalten hat.

 

Heute steht der Park allen Interessierten offen, die Ruhe suchen oder etwas über Buddhismus erfahren wollen. Wir selbst hatten leider Pech gehabt, denn das Café war (noch) geschlossen. Auf der anderen Seite: Wir hatten als Selbstversorger genügend Proviant eingesteckt.


erbaut für RS (Leutnant a. D. Friedrich August Richard Sommer)

Dienstag, 18. August 2026

Reise nach Berlin: Tortenwerkstatt

Die Prinzessin hatte Geburtstag. Normalerweise feiern wir ihren Geburtstag direkt oder aber im Schwimmbad. Dieses Jahr war alles ein wenig anders. Deswegen haben wir beschlossen in die Tortenwerkstatt zu fahren.


Nur um Missverständnisse aus den Weg zu räumen, die Torten werden liebevoll in der Tortenwerkstatt hergestellt und als Kunde hat man dann die qualvolle Aufgabe, sich für ein einziges Prachtexemplar zu entscheiden.

Wir sind also mit 10 Personen zur Tortenwerkstatt gefahren. Das Wetter war verhangen und leicht windig - so überhaupt nicht wie Hochsommer. Eher wie so ein Herbsttag. Die ersten Gäste stürmen in die Tortenwerkstatt und staunen bereits über die Auslage, der Sabber läuft, das Abwägen startet. Als ich dann mit Buffy ins Geschäft gehe, sagt man mir: "Keine Hunde" - übrigens die zwei kleinen von meinem Bruder waren kein Problem. Schade, aber draußen gab es auch Tische. Nein, da würde man heut nicht bedienen.

Alles klar, dann gehe ich wieder. Ich stand dann mit den Gästen vor der Tür und habe am Handy nach Alternativen gesucht, die fußläufig UND an einem Montag geöffnet sind. 

Dann kam wohl der Geschäftsführer raus und hat uns dann angeboten, uns doch draußen zu bedienen. Mir kam es leider nur so vor, als wenn er die Dollarzeichen in den Augen gehabt hätte und ich habe mich kurz geärgert. Aber dann habe ich mich entschieden, das Angebot anzunehmen, schon allein, damit meine Prinzessin einen schönen Geburtstag erleben kann. Und wirklich, sie haben sich echt bemüht: Tische zusammen geschoben, Sonnenschirme aufgestellt gegen den leichten Nieselregen, der dann auch noch plötzlich eingesetzt hat und Decken ausgeteilt. Wer läuft schon im Hochsommer mit Pullover rum?

Die Auswahl war gigantisch. Ich bin allerdings mit Buffy dann nicht mehr rein und habe einfach das genommen, an das ich mich erinnern konnte: Pistazientorte. Der Kuchen war fantatisch. Dazu hatte ich mir eine heiße Schokolade bestellt - die war aber nur mit Wasser angerührt. Das mag ich nicht, hat auch nicht zur Torte gepasst. Mein Prinz hatte eine Torte mit Kokosraspeln, ihm sind einige Raspeln durch den Wind davongeflogen - Nordsee läßt grüßen *g* Die anderen waren auch alle zufrieden. Bilder habe ich keine gemacht, damit ich die liegende Buffy nicht aufschrecke. Aber auch sie hat es super gemacht, obwohl wir am Gehsteig gesessen haben und da natürlich auch Menschen vorbei gegangen sind.

Gemütlich quatschen war dann hinterher aber nicht und so sind wir relativ schnell zurück zum Auto gegangen. Dort gab es noch eine Buchhandlung und alle Kinder sind drin verschwunden. 

Bitte lasst diesen Satz noch einmal auf dem Mund zergehen: Die Kinder sind in der Buchhandlung verschwunden. Sie sind rein gegangen und haben gestöbert. Soviel dazu, dass nicht mehr gelesen wird und die Jugend nur noch am Handy/Tablet/PC hängt.

Daheim konnten dann auch die Hunde wieder frei miteinander "umgehen". 


 
Es ist übrigens gar nicht so einfach, ein Foto mit drei Hunden zu machen. Vor allem Hugo ist ständig in Bewegung.

Ganz zum Schluß ein Sprung zum Morgen, zur ersten Gassi-Runde. Mein Prinz war mit dabei. Es ist einfach ein Traum, morgens schon um einen See herum laufen zu können.


Dieser Baum wächst seit Jahren schief über den See. Und es scheinen sehr viele "Kinder" auf diesem Baum zu gehen, denn die Rinde ist dort deutlich heller. Ist ja auch ein mega Gefühl mit Klamotten über den Wasser zu stehen. Das Risiko doch abzurutschen und nass zu werden *g*.

Montag, 17. August 2026

Reise nach Berlin: Die Hundezusammenführung

Mein Bruder hat einen Hund Brownie. Ein kleiner Chihuahua mit langem seidigen Fell. Sie ist der Boss. Was sie macht, macht meine Buffy auch. Wenn sie trinkt, geht meine zurück und wartet. Wenn sie frisst, dann wartet Buffy auf die Reste. Wenn sie das Körbchen will, dann nimmt sie sich das Körbchen und Buffy bekommt das kleine Kissen, das gerade so für den Kopf langt.

Dreiergespann: Buffy, Brownie und neu in der Runde Hugo

Nun hat mein Bruder über Umwege einen zweiten Chihuahua bekommen. Hugo. Mit ganz kurzem Fell. Hugo ist erst ein Jahr und hängt noch etwas in der Entwicklung nach. Und Hugo hat Mut.

Jetzt galt es, Hugo mit Buffy bekannt zu machen. Und was soll ich sagen: Manches klappt viel schneller und unkomplizierter als gedacht. Mein Bruder kam "zu früh", ich wollte eigentlich mit Buffy noch einmal Maulkorbtraining machen, damit sie den kleinen Kerl nicht versehentlich "kaputt" macht. Aber die beiden Hunde kamen einfach rein. Buffy hat mal kurz gebellt. Die kleinen Kerle sind durch´s Haus in den Garten geflitzt und meine Buffy stiefelte einfach nur hinterher. 


Später lagen alle Hunde, Brownie im Körbchen, Hugo neben ihr, Buffy auf dem Teppich. Hugo ist fertig mit liegen. Er steht auf, geht zu Buffy, geht vorn in die "Verbeugung" und bellt Buffy auffordernd an "Spiel mit mir". Buffy steht im gegensatz zu Brownie direkt auf. Hugos Gesicht zum PIEPEN, als meine Riesin vor ihm stand. Sie wusstse auch nicht wie sie mit ihm spielen soll, da zwickt der kleine Kerl ihr doch ganz frech in die Vorderpfoten. Mit seinen Milchzähnchen. Und Buffy bleibt einfach souverän. Ich bin mega stolz auf sie. So laut sie manchmal ist, so sehr sie andere Hunde an der Leine anbellt - so freundlich war sie einfach mal zu Hugo.


Zum Schlafen hat Buffy dann aber mal einen wirklich seltsamen Platz gesucht, eingequetscht zwischen Bett und Fernsehtisch. Davor und dahinter wäre deutlich Platz gewesen. Auch ihr Körbchen stand bereit. Aber diesen Urlaub sollte es die Quetschkommode sein.

Buffy, die Quetschkommode


Sonntag, 16. August 2026

Reise nach Berlin: Der Steinbergpark

Mein Elternhaus steht in einer Sackgasse. Direkt dahinter beginnt der Steinbergpark. Da ist es nur logisch, dass ich sehr viel Zeit in dem Park verbringe. Damals wie heute liebe ich ihn. Ich kenne alle Wege in und auswendig. Das Gefühl ist so herrlich.

Morgens auf der Terasse mit einem heißen Kaffee in den Tag starten:


Meine Tasse aus der Teenagerzeit

Auch Buffy genießt die Ruhe am Morgen

 Und anschließend eine schöne Runde im Park drehen:

 


Buffy ist im Urlaub extrem zutraulich mit der Prinzessin geworden. Sie darf sie inzwischen richtig feste kuscheln.


 

Samstag, 15. August 2026

Reise nach Berlin

In den Sommerferien sind wir nach Berlin gefahren. Da wir zu viert mit Hund und einem Haufen Gepäck anreisen, nutzen wir dafür das Auto. 

Dieses Mal sind wir ungewohnterweise direkt nach der Arbeit gestartet und erst um 12 Uhr losgefahren. Ich hatte vergessen, dass normalerweise die Autobahn Richtung Norden durch Pendler richtig voll wird. Dieses Mal hatten wir Glück. Wir sind gut durchgekommen. Trotz einiger Pausen mit Fahrerwechsel, Boxenstop für Zwei- und Vierbeiner und einem kurzen dafür heftigen Gewitter waren wir nur 8 Stunden unterwegs.

Buffy ist reisebereit

Mit Abenteuer-Beobachtungs-Programm - es war an der Stelle echt windig

Hochsommer - aber auch da läßt sich bereits das Gewitter erahnen


Als das Gewitter sich anbahnte, wollten mein Mainzelmann und ich uns einen Kaffee und den Kids ein Eis kaufen. Wir sind in die Tankstellel rein, die zwei haben im Auto gewartet. Als wir raus kamen, hatten wir keine Chance bis zum Auto zu gehen. Ich habe kurz angerufen und dann haben wir einfach den Kaffee unter dem Dach getrunken. Auch Buffy ist so abgeklärt, sie hat sich einfach abgelegt und war sicherlich froh, dass ihr beklopptes Frauchen sie nicht durch den Regen gezerrt hat.

Zwangspause

... und die Sicht aus dem Auto ...

gekonnt: Abwarten und Tee trinken


Freitag, 14. August 2026

Back then #22 - Die Sache mit dem Pusten

1998 hatte ich einen A Corsa. Weiß. Gekauft für 600 DM.

Und obwohl er schon damals nicht mehr ganz taufrisch war, hat er fleißig seinen Dienst getan: Jede Woche München – Berlin und wieder zurück.

Bergab und mit Heimweh schaffte er sogar 130 km/h. 😎

Allerdings forderten die vielen Kilometer ihren Tribut. Der Zylinderkopf verrußte immer mal wieder. Und wenn er zu sehr verrußt war, wollte der Motor einfach nicht mehr anspringen.

Also hieß es: aussteigen.

Zylinderkopf ausbauen, Kontakte freikratzen, alles wieder zusammenbauen – und weiterfahren.

Irgendwann wurde das allerdings so häufig, dass ich beschloss, einen neuen Zylinderkopf zu besorgen. Auf dem Schrottplatz hatte ich auch tatsächlich einen gefunden.

Als ich ihn abholen wollte, passierte natürlich genau das, was man sich in so einer Situation wünscht:

Der Motor ging mitten auf einer großen Kreuzung beim Linksabbiegen aus.

Mega peinlich.

Also aussteigen und den Corsa von der Kreuzung schieben.

Und so durfte ich gleichzeitig ein Auto schieben und versuchen, das Lenkrad in die richtige Richtung zu bekommen. Mit ausgeschaltetem Motor und ohne Servolenkung. Was ich vielleicht erwähnen sollte: Der Corsa hatte natürlich noch keine Servolenkung.

Aber der kleine Kerl wog ja nicht besonders viel, und irgendwie bekam ich ihn an den Straßenrand.

Dort baute ich wieder den Zylinderkopf aus und kratzte die Kontakte frei.

Als es nur noch um den Einbau ging, kam jemand und fragte mich, ob ich Hilfe brauche.

Jetzt? Beim Schieben hätte ich die Hilfe tatsächlich ganz nett gefunden. Ich lehnte ab. Schließlich hatte ich bis dahin alles alleine hinbekommen. Und woher sollte der Mann auch wissen, dass ich gerade vorher einen Corsa ohne Servolenkung von einer Kreuzung geschoben hatte?

Also machte ich allein weiter.

Und dann kam mein großer Physikmoment. Der Ruß musste aus dem Kopf. Anstatt ihn einfach auszuschütten, pustete ich kurzerhand in den Zylinderkopf.

Was ich dabei offenbar erfolgreich vergessen hatte: Luft, die irgendwo hineingepustet wird, muss auch wieder heraus. Und wenn sie nicht entweichen kann, kommt sie eben zurück.

Und sie brachte den Ruß gleich mit.

Ich sah danach entsprechend aus. 

Aber egal, ändern konnte ich das am Straßenradn nicht. Zylinderkopf wieder eingebaut, Auto gestartet – und dann ging es weiter zum Schrottplatz.

Dort fand ich übrigens noch etwas ziemlich Cooles heraus: Ich wurde als Handwerkerin völlig selbstverständlich ernst genommen. Kein skeptischer Blick, kein „Soll ich mal machen?“. Ich wusste, was ich brauchte, und bekam es.

Mit dem neuen Zylinderkopf hatte mein Corsa dann übrigens dieses Problem nicht mehr.

Und ich hatte zum ersten Mal die Erfahrung gemacht: Handwerker respektieren Handwerker.


 

Donnerstag, 13. August 2026

D & D - Dice Set und Buch

Mein Prinz ist begeistert von D & D (Dungeon & Dragon) - Rollenspiel. Er kniet sich da gerade richtig rein.

In Berlin hat sich mein Prinz ein dickes Buch gekauft. Dieses Buch schleppt er seitdem überall hin. Er liest permanent. Niemals hätte ich gedacht, dass es bei ihm einmal soweit kommt *lach*

In Mainz ist er mit seiner Schwester und seinem Cousin in einem Spielegeschäft der besonderen Art gefahren. Dort verkaufen sie Würfel-Sets. 3seitige bis 20seitige Würfel. Alle drei Kinder haben sich ein individuelles Set gekauft, dazu die passende Würfelmatte. Eines hübscher als das andere.






 

 

Sonntag, 9. August 2026

Sumo-Ringen

Wenn das Motto der Geburtstagsfeier Japan ist, muss ganz dringend Sumo-Ringen drin vorkommen.



Ich finde die Sumo-Ringer ja schwer beeindruckend. Alle sind auf eine ganz exakte Art und Weise gekleidet. Alle haben ihre Haare auf eine einzige Art und Weise hochgesteckt. Und alle sind ziemlich kräftig gebaut. "Dick sein" hat hier nämlich den riesigen Vorteil der Masse.

Aber ist Sumo eigentlich einfach nur ein Sport?

Ursprünglich war es ein religiöses Ritual des Shintoismus, um die Götter um eine gute Ernte zu bitten oder böse Geister abzuwehren.

Und obwohl es Sumo-Ringen bereits seit vielen Jahrhunderten gibt und es sich im Laufe der Zeit zum Kampfsport entwickelt hat, gehören bis heute religiöse Rituale dazu – zum Beispiel das Streuen von Salz zur Reinigung. Auch das Gewand des Ringrichters entspricht bis heute dem eines Shinto-Priesters. Und der Ring, der Dohyo, gilt als heiliger Boden.

In diesem Zusammenhang habe ich etwas Beeindruckendes herausbekommen: Die Haare zu dem typischen Haarknoten zu frisieren, ist eine traditionelle Pflicht. Damit wird die Zugehörigkeit zum traditionellen Sumo und auch zum aktuellen Rang des Kämpfers signalisiert.

Und am Ende der beruflichen Karriere als Sumo-Ringer wird der Zopf in einer feierlichen Zeremonie abgeschnitten.

 

OK – also Sumo-Ringen an einem Kindergeburtstag ist mir dann doch ein wenig zu „wild“.

ABER ich hatte eine Idee:

Wir werfen die Sumo-Ringer mit Bällen aus dem Ring.

(Für die schlauen Füchse: Dosenwerfen – mal anders. lach)

Als Dosen habe ich wieder die kleinen Pringles-Dosen aus dem Adventskalender genommen. Die sind schön stabil. Anschließend habe ich Papierstreifen als Banderole ausgeschnitten und bemalt.

Jeder Sumo-Ringer ist einzigartig. Zwei hat sogar mein Mainzelmann bemalt und den letzten Sumo-Ringer hat meine Prinzessin übernommen.

Auf die Rückseite habe ich „Sumo Cup 2026“ geschrieben.

Diese Dosen sollen nämlich nach dem Spiel ein weiteres Leben bekommen: als Goodie-Bag. Und wer will, kann die Dose auch als Souvenir aufstellen, Kleinigkeiten darin aufbewahren oder sie als Stiftsammler nutzen.

So kommt jede Dose auf vier Lebensaufgaben. Gar nicht mal schlecht.

Und weil ich viel zu wenig Zeitdruck bei der Geburtstagsvorbereitung hatte … Ironie off … habe ich nebenbei noch einen Stop-Motion-Film gedreht.


 Hier noch ein paar Bilder aus dem Entstehungsprozess:




 

Freitag, 7. August 2026

Back then #21 - manche Erinnerungen bleiben

 Triggerwarnung: Dieser Beitrag thematisiert den Suizidversuch eines Kindes.

In den Sommerferien habe ich meine beste Freundin besucht. Sie ist die Freundin, mit der ich vor 45 Jahren eingeschult wurde.

Dabei fing unsere Freundschaft alles andere als harmonisch an. Wir saßen nebeneinander – natürlich in der letzten Reihe. Einmal gerieten wir sogar unter dem Tisch in einen heftigen Streit, weil jede von uns überzeugt war, dass der Radiergummi ihr gehörte. Irgendwann riss sie mir ein Büschel Haare aus und ich kratzte sie (oder war's umgekehrt?). Klingt nicht gerade nach dem Beginn einer lebenslangen Freundschaft.

Und doch wurden aus zwei streitenden Mädchen beste Freundinnen. Seit über 44 Jahren gehen wir gemeinsam durchs Leben.

Als wir in diesen Sommerferien bei ihr im Garten saßen und über unsere Grundschulzeit sprachen, fiel plötzlich der Name einer ehemaligen Klassenkameradin. Nennen wir sie hier einfach Anna.

Damals hat Anna versucht, sich das Leben zu nehmen. Sie sprang von einer Brücke über die Autobahn. Der LKW-Fahrer konnte ausweichen, trotzdem wurde sie schwer verletzt. Sie kam nie wieder zurück an unsere Schule.

Damals waren wir Kinder. Viel erklärt wurde uns nicht. Wir bastelten eine Karte für sie, als sie im Krankenhaus war. Das war alles.

Diese Brücke gibt es heute noch.

Damals musste ich jeden Tag auf meinem Heimweg über sie laufen. Und auch heute fahre ich unter ihr hindurch oder über sie hinweg. Jedes Mal blitzt kurz Anna auf. Nicht lange, nur für einen Moment. Aber die Erinnerung ist bis heute geblieben.

Was mich bei dem Gespräch mit meiner Freundin so überrascht hat: Ihr geht es genauso. Auch sie denkt bis heute immer wieder an Anna und bekommt noch immer eine Gänsehaut, wenn sie an diesen Tag denkt.

Erst nach diesem Gespräch wurde mir überhaupt bewusst, dass ich diese Erinnerung seit über 40 Jahren mit mir herumtrage. Zum ersten Mal fragte ich mich ganz bewusst: Was ist eigentlich aus Anna geworden? Wie ist ihr Leben weitergegangen? Hat sie irgendwann ihr Glück gefunden? Und was muss ein Grundschulkind erlebt haben, um keinen anderen Ausweg mehr zu sehen?

Ich werde die Antworten vermutlich nie erfahren.

Aber dieses Gespräch hat mir gezeigt, wie tief sich manche Erlebnisse aus der Kindheit einprägen. Obwohl damals kaum darüber gesprochen wurde, begleiten sie uns ein Leben lang.

Manche Erinnerungen werden mit der Zeit leiser. Andere warten Jahrzehnte darauf, dass man ihnen endlich wieder begegnet.

Redet miteinander. Hört einander zu. Manchmal tragen Menschen Geschichten mit sich herum, von denen niemand etwas ahnt.



Donnerstag, 6. August 2026

Einladungskarten: Japan

Meine Tochter feiert ihren Geburtstag. Das Motto ist schon lange klar: JAPAN.

Natürlich brauchen wir dann auch japanische Einladungskarten. Mit Japan verbinde ich die Farben: rot, schwarz, weiß und gold.


In altbewährter Tradition sind diese wieder auf roter Pappe entstanden. Darauf ein passend zugeschnittetenes weißes Papier. Etwas schwieriger war der rote Kreis - Zirkel nicht greifbar, musste meine Kaffeetasse herhalten. Und dann der Tempel-Zuschnitt, wie man sieht, jeder etwas anders. Jeder für sich wunderschön. 

 

Mittwoch, 5. August 2026

Juli vorbei - Zeit für ein wenig Statistik

Das war ein Juli. Erst war es unfassbar heiß, dann wurde es nass. Tapfer wie ich bin, habe ich durchgezogen und bin jeden Tag mit Rad ins Büro gefahren. OK - ein paar Tage Homeoffice und ein wenig Urlaub haben dann meine "Kilometer-Leistung" ganz schön geschmälert. Ich möchte gern versuchen, auch wieder privat aufs Rad zu steigen. Ich liebe radeln, ich brauche das Radeln. Es macht den Kopf frei, es entspannt und ganz nebenbei ist es gut für das Herz-Kreislauf-System.

 

Was für eine Stimmung!

Noch steht der Raps

Dann schauen wir uns zuerst die Bilder von meinem Wegkreuz an:

 

 

 

Kommen wir nun zum Wesentlichen: 168,1 km bin ich letzten Monat dann doch geradelt. Das lag daran, dass ich ab und an einen kleinen Umweg zur Arbeit gefahren bin. Hin etwas mehr und zurück etwas mehr, dann sind es statt 15,5 km auch mal 22 km. Fällt von der Zeit kaum auf, tut mir aber wirklich gut.

 

  • Januar   124 km
  • Februar 231 km 
  • März     140 km
  • April     176 km 
  • Mai       225 km 
  • Juni       251 km 
  • Juli        168 km 
  • Aufstellung über die ganzen Jahre 

    • 2018:       233 km
    • 2019:           0 km
    • 2020:    1.424 km
    • 2021:    2.064 km
    • 2022:    3.137 km
    • 2023:    2.434 km
    • 2024:    2.145 km 
    • 2025:    1.976 km 
    • 2026:       995 km  - Nach 14.408 km war auf dem alten Rad Schluss
    • 2026 :      322 km (to be continued)

    Selbstverständlich bin ich auch weiterhin mit Buffy spazieren gegangen, war in den Mittagspausen unterwegs, auf Ausflügen, im Haus.... JEDER(!) Schritt zählt: 

  • Jan: 232.181 Schritte (7.490) 
  • Feb: 240.168 Schritte (8.577) 
  • Mrz: 278.590 Schriite (8.987)
  • Apr: 255.101 Schritte (8.503) 
  • Mai: 259.466 Schritte (8.495)
  • Juni: 240.193 Schritte (8.006)
  • Juli:  273.920 Schritte (8.771)