Montag, 18. Februar 2019

Wochenende

Endlich Wochenende.
Endlich kein frühes Aufstehen.
Endlich keine Schule.
Endlich keine Hausaufgaben.

Endlich Sonne! und...

Endlich der langersehnte Auftritt.

Der Prinz nimmt in diesem Jahr wieder an der Theater AG seine Schule bzw. der Nachmittagsbetreuung teil. Er ist in die Gruppe der 3. und 4. Klässler gerutscht. Zum einen hat er dort seine Freunde, zum anderen hatte er letztes Jahr bereits an der Theater AG teilgenommen. Und die Gruppe für die 1. und 2. Klässler war sehr voll gewesen.

Sein Stück war dieses Mal: Das häßliche Entlein. Ein schönes Märchen, mit einem aktuellen Thema: Mobbing.

Die Kinder schlüpfen während des Stücks in verschiedene Rollen, treten (fast) immer zu zweit auf und werden auch sonst immer von der ganzen Truppe unterstützt. Und es wird viel gesungen. Die Interpretation ist sehr frei nacherzählt und dennoch oder gerade deswegen wunderschön..

Mein Prinz durfte als eines der Küken schlüpfen. Mit einem ganz einfachen Haarreif mit gelben Federn. Minimalistisch kann so effektiv sein. Er flitzte als Maus vor den Katzen herum, hier hatte er eine Mütze mit zwei Ohren auf. Er war einer der Schwäne bei der Verwandlung vom häßlichen Entlein zum Schwan und dabei so gebieterisch.

Eine Rolle hatte er dazu "erfunden" - Togo, die Rennschnecke. Ich fand es so toll, dass die Idee von der Gruppe aufgegriffen worden ist und er als Togo allein auf der Bühne mit den "beiden Entlein" gespielt hat. Togo läuft sehr langsam und redet sehr langsam - genau das Gegenteil von meinem Prinzen. Und er hat es so toll gemacht. Ich bin mächtig stolz auf ihn!
Und er bekam so viel Applaus und sein Kostüm wurde so gelobt. Wollt ihr es sehen?


Und dann haben wir am Nachmittag einfach die ersten Sonnenstrahlen im Garten genossen. Wir haben Tomaten genascht, die Strandmuschel aufgebaut und die Kinder sind im Kletterbaum geklettert. Meine Prinzessin entwickelt sich zum richtigen Äffchen - bis zu 1,50m klettert sie nun schon rauf.


Und dann hielt der Tag noch ein besonderes Highlight parat: Die Nachbarin hat kleine Kuchen gebacken und hat jedem von uns ein Stück geschenkt.

3 von 4.... einer wurde schon angeknabbert

Tja,.... im Haus geht es dafür leider nicht so recht voran. Immerhin habe ich endlich die Schrauben für das Bett vom Prinzen gefunden. Das Bett von der Prinzessin ist weitesgehend aufgebaut, es fehlt eigentlich nur noch die Leiter. Im Schlafzimmer habe ich mir meinen eigenen Nachtisch gegönnt und ein neues Regal. In der alten Wohnung war einfach kein Platz für.

Die  Bautrockner sind jetzt schwer am Arbeiten, mindestens 10 Tage. Wir haben drei Stück, zwei im Wohnzimmer und einen im Keller. Im Wohnzimmer haben wir 5 Löcher bekommen, dort steckt ein Schlauch drin, der wirklich auch den letzten Rest Feuchtigkeit im Boden vernichten soll. Es ist unheimlich laut. Wir haben angefangen im Wohnzimmer zu essen, aber das ist nicht erträglich. Noch 7 Tage, dann könnte es geschafft sein.

Dann nur noch den Estrich wieder schließen, trocknen lassen, Boden verlegen. Dann sollten auch Anfang März die neuen Fenster kommen - JUHU, dann kommt als Highlight meine Mama zu Besuch und dannnnnn sollte die neue Küche geliefert werden. Im Ernst, ich mag keinen Döner, keine Pizza, kein Leberkäsbrötchen mehr sehen. Und das fertige Essen für die Mikrowelle ist auch alles andere als lecker. Aber bei dem wenigen Platz derzeit und dem ganzen Staub vergeht einem die Lust irgendwas auch nur im entfernsten zuzubereiten. Dabei war mein Plan jetzt einfach öfter den Fake-Thermomix zu nutzen.

Dienstag, 5. Februar 2019

Vom Umziehen und Löchern im Boden

Unser Umzug ist überstanden. Die alte Wohnung abgegeben. Soweit die guten Nachrichten.

Der Boden im Wohnzimmer ist leider nicht rechtzeitig fertig geworden. Wie es so ist: Der Elektriker konnte erst einen Tag später, der Maler brauchte dafür einen Tag länger und der Boden war widerspenstig und zwei Tage weniger haben einfach nicht gereicht. Es lagen die ersten 5 Reihen. Ok, die ersten Reihen sind ja eh immer die schwierigsten. Gut, ist wie es ist, machen wir das beste draus - so der Plan.

Der Umzug am letzten Wochenende im Januar hat sehr gut geklappt. Wir waren zu acht gewesen und eine Freundin hat auf unsere Kinder aufgepasst. Sie wären ja doch nur im Weg gewesen.
Die fleißigen Helfer haben angepackt und getragen, geschleppt und waren einfach nur gigantisch schnell. Da ich hier noch keine Küche hatte, wollte ich sie einfach später mitnehmen, aber so schnell konnte ich nicht gucken, wie auch die letzten Reste verpackt waren. So kommt es leider leider leider, dass ich gar nicht die volle Übersicht über meine Kisten behalten habe. Auch beim Ausladen wurden einige Kisten nicht dorthin gebracht, wo wir sie brauchten. Aufgrund des aktuten Platzmangels (Küche kommt erst ab 11.KW), Wohnzimmer nicht fertig, haben sich die Kisten dummerweise auch echt gestaut. Und eines habe ich gelernt: Beschriftung der Kiste von ALLEN Seiten, nicht nur von oben!

Die erste Nacht kam, wir haben die Matratzen im Schlafzimmer nebeneinander gelegt und zu viert auf dem Boden geschlafen. Und es wurde kalt - echt kalt! OK, die Fenster sind in einem sehr viel schlechterem Zustand als vermutet und da zieht es rein. Aber auch die Heizung hat einfach nicht geheizt. Türe zu, Fenster zu, Rolladen runter, zu viert in einem Raum und frieren. Das war schon mal eine Erfahrung, aber noch einmal brauche ich die definitiv nicht.

Am Sonntag konnten wir ja auch nichts machen, aber am Dienstag kam der Heizungsbauer und hat gleich mal geschaut. Der Ausdehnungstank war defekt, den konnte er tauschen, die Heizungen zum 100 Mal entlüftet und - oh man - den Schalter im Wohnzimmer gefunden, wo man die Temperatur einstellen kann. Der stand auf 10 Grad *ups*
Der Schornsteigerfeger kam auch, er ist mit der Heizung soweit zufrieden. Die Wartung haben wir dann auch gleich durchführen lassen. Dinge, die man so nicht direkt erwartet. Tja,.... und dann fing es an im Keller die Wände runterzutröpfeln. Scheiße, der Boden wurde nass - ok, wir reden vom Keller,.... Natürlich hatte am Freitag keiner mehr Zeit zu kommen, da kam dann einer gestern (am Montag). Ein Leckortungsfinder. Ich muß sagen, er hatte einen guten Riecher, er hat mit nur zwei Löchern das Loch gefunden. Eine sprudelnde Quelle im Wohnzimmer hat ja auch nicht jeder *ärgs*

Jetzt warten wir auf den Installateur. Ich bin gespannt, was er alles aufreißen muß, um das zu beheben.

Komme ich kurz noch zu den ganzen positiven Aspekten
Die Kinder fühlen sich hier wohl.
Beim Umzug hat es weder geschneit noch geregnet.
Die Wohnung war deutlich schneller leer als gedacht.
Der Boden mußte abgebaut werden, zum Glück lagen nur 5 Reihen.
Alle Handwerker sind immer recht zeitnah gekommen und alle sehr nett und sehr höflich.

zu viert in einem Zimmer zeitgleich schlafen gehen ist was tolles: Geschichten erzählen, Zungenbrecher üben, kein TV, kein Naschen,...

Alles, was  noch ein wenig drauf wartet, schön zu werden:
Garage gerammelt voll.
Boden muß aufgestemmt, Rohr repariert und der Boden dann getrocknet werden. Das dauert wohl.
Neue Fenster kommen in den nächsten 2 Wochen.
Neue Küche kommt Anfang März.
Dann kann der Boden verlegt und das Wohnzimmer aufgebaut werden
dann gewinne ich hoffentlich auch wieder eine Übersicht über all die Kisten und Kartons.

Beide Kinder krank mit Durchfall und Erbrechen, Fieber und Apetittlosigkeit.


UPDATE:
Die Handwerker sind da.... aus zwei Löchern wurde wieder eines.... aber ein riesiges.

Morgen kommen sie wieder, erneuern das Rohr. Dann brauchen wir einen Trockner und einen Estrichleger..... jajaja, Männer, kaputt machen wollen sie alle *g*

Dienstag, 15. Januar 2019

Kindermund: Handball

Derzeit läuft die Handball-WM. Mein Mann ist großer Fan und sieht sich die Spiele gern im TV an. Dann kommen auch mal die Kinder dazu und sehen mit.

Gestern kam es zu folgendem Dialog

Prinz: "Handball ist toll."

Ehemann: "Ja, stimmt. Weißt du, dass ich früher auch Handball gespielt habe?"

Prinz: "WOW."

Ehemann: "Ich war der Torwart. Bis ich mit 16 Jahren aufgehört habe zu spielen."

Prinz: "Papa, und wer ist jetzt in deiner Mannschaft der Torwart?"

Dafür können wir die Kinder doch einfach nur lieben!

Samstag, 12. Januar 2019

... ins eingemachte...

Die Tage in der alten Wohnung sind gezählt.

Wie heißt es immer so schön, wir arbeiten mit Hochdruck an der Sache... mit zwei Kindern, ohne Urlaub und Alltag gar nicht so einfach.

Bei der ersten Schicht Tapete abreißen brauchte man weder Spachtel noch Wasser. Eine Freundin kam mit ihren Kindern vorbei und hat mir geholfen, während die Kinder auf sich selbst aufgepasst haben. Das war eine ganz bunte Mischung: zweimal 8, einmal 6, einmal 4 und einmal 2 - ein Bub und vier Mädels.

Zum Glück haben wir noch weitere Unterstützung bekommen.

Zum einen in Form eines Containers, damit der gesamte Holzabfall endlich abtransportiert werden kann. Man, das aufladen hat wirklich viel Zeit in Anspruch genommen.



Zum anderen haben uns weitere Helfer tatkräftig unterstützt:

Der SchaffniX schafft verflucht viel und kann ordentlich anpacken - er war beim Abbauen des Bodens, der Decke und beim Küchenmöbel zerlegen für den Container bei.
Das Tier ist eigentlich unser Joker für die Elektrik, aber er hat uns gleich mal in Sachen Küchenabbau unterstützt, weil wir an einer Stelle so gar nicht voran gekommen sind.
Auch unser befreundeter Maler - SuperMario - hat spontan beim Spülbecken abschließen geholfen, ansonsten startet sein Part heute - er "darf" die vier Zimmer im ersten Stock streichen. Ich persönlich liebe streichen, aber uns läuft einfach die Zeit davon.
Und dann ist da noch UnsErnst. UnsErnst tauchte aus dem Nichts aus. Ich habe ihn noch nie gesehen. Der Trauzeuge von meinem Mann kennt ihn und hat ihn an meinen Mann geleitet, weil er in einer ganz anderen Sache Unterstützung braucht, sie kamen wohl ins Gespräch und er hat sich angeboten zu helfen. Einen Tag hat er ganz fleißig Küchenmöbel auseinander geschraubt. Er hat uns wahnsinnig viele Tipps gegeben, was wir wo an welcher Stelle beachten sollen/können/müssen. Den anderen Tag fing er mit der Tapete an, er hat auch entsprechendes Werkzeug (so ein Giga-Spitz-Dingsda-Teil). Er ist supergründlich, scheint viel Erfahrung zu haben, ist aber bissel langsam (klar 100% ist langsamer als 95% Leistung) und redet. Es ist schön ihm zuzuhören, aber ich kann mir gar nicht alles merken oder umsetzen.


Jetzt,
wo der Container quasi abholbereit ist,
die Terasse wieder frei ist,
die Tapete ab ist,
die Küche bestellt ist,
die Bestellung der neuen Fenster in Vorbereitung (oder abgeschlossen? UnsErnst kümmert sich hier um den Kontakt!) sind,

kann ich mir den Umzug am letzten Wochenende wieder besser vorstellen.


Es werden zwar Dinge erst nach Umzug in Angriff genommen, aber Rom ist schließlich auch nicht an einem Tag erbaut worden.

Bissel Sorgen macht mir die Elektrik. Das Tier hat bei sich daheim auch eine Baustelle und dann Urlaub und geht dann wieder auf Montage und ihn bräuchten wir dringend für die Lampen im Wohnzimmer, denn erst müssen die Kabel für die Decke verlegt werden und dann das große Loch in dem Putz wieder zugespachtelt werden. Mein Mann hat jetzt einen "echten" Elektriker, aber der kann erst am Montag und wird wohl auch die offiziellen Sachen machen müssen, die die wir halt erstmal nach hinten stellen würden.

Freitag, 11. Januar 2019

Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt...

Seit Dezember letzten Jahres haben wir nun den Schüssel zu unserem eigenen Haus.
Ich habe direkt die Sachen, die wir nicht (mehr direkt) brauchen, in Kisten verpackt und ins Haus - genaugenommen in den Keller - gebracht. Jeden Tag vor der Arbeit 4 Kisten in den Kofferraum und nach der Arbeit die 5-10 Minuten Umweg und abladen. Nachmittags zwischen Kinder, Hausaufgaben, Haushalt, Sport, Ergo, Einkauf - Sachen zusammensuchen, die schon verpackt werden können.

Der Dezember rannte förmlich dahin und wir kamen praktisch zu rein gar nichts. War auch nicht so schlimm, denn der Plan war:

Streiche alle Zimmer weiß und lasse den Boden im Wohnzimmer aufarbeiten. Ok, und putze die Küche gründlich und die Bäder. Kein Zeitdruck also.

Aber irgendwie kommt es ja immer anders als man denkt. Mein Mann fing an, dass ihn die Holzdecke im Wohnzimmer stört, ich so: "Die können wir doch auch einfach weißeln" - wäre ich nur mal dabei geblieben....

Ahnt ihr was? Das Drama nahm seinen Lauf.

Einfach weißeln geht Holz nämlich nicht, die müßte vorher angeschliffen werden, aber die Decke ist wellig und die Feder zwischen den Holzbrettern verrutscht, teilweise waren Lücken. So kam es zu der Idee: raus damit!

Der Parkettbauer kam und sah sich das Parkett an und meinte: "Das Boden wurde schon mal abgeschliffen, der ist zu dünn. Ich kann Ihnen den nicht aufarbeiten" - UPS - also auch noch der Boden raus!

Weihnachten haben wir in meiner Heimat verbracht. Mein Mann ist direkt nach Weihnachten zurückgefahren, ich bin mit den Kindern krank bei der Mama geblieben. Aber mein Mann war in der Zeit fleißig. Der Boden kam raus, die Decke kam runter, draußen stapelten sich die Holzbretter. Man glaubt ja gar nicht, was für Massen das sind.

Im neuen Jahr kam ich dann einigermaßen wieder hergestellt zurück. Das Haus gleicht einer gigantischen Baustelle, die Zeit wird knapp, Urlaub war ja erst - UPS!


Und dann ging es in die Küche. Das, was ich für einen coolen hohen Backofen gehalten habe, war ein Dampfgarer! Dampfgarer ist zwar cool, aber ich brauche einen Backofen für Pizza, Aufläufe und co.
OK, Küche umbauen,... auch nicht so einfach, da die Küche individuell auf diesen Raum geplant wurde und breite Schrankelemente hatte. Irgendwie hätten man dann was ausbauen müssen und hätten dann einen Hohlraum gehabt. Und der Geschirrspüler hat gerostet - wie schlimm, das habe ich erst später gesehen. Nämlich nicht nur die Wagen, sondern auch die Seitenwand war durchgerostet.







Spontane Idee: Die Küche muss raus! Ich will was eigenes. Habe ich schon erwähnt, dass die Zeit knapp ist? Ende Januar ist die Wohnung gekündigt, unser Zeitplan stand auf ganz anderen Voraussetzungen - UPS! und noch mal UPS!

In unserem alles muss raus Wahn, folgte die Küchendecke auch auf den "Scheiterhaufen" auf der Terasse. Und da man ja nie genug Baustellen haben kann, habe ich noch eine auf gemacht. Denn als endlich die ersten Küchenteile entfernt waren - habe ich erwähnt, dass weder mein Mann noch ich Plan davon haben, wie man eine Küche auf- oder abbaut - haben wir entdeckt, dass die Wand zwischen Essbereich und Küche aus MDF-Platten besteht. Ein Traum geht in Erfüllung, wenn die Wand weicht. RAUS damit, ganz oben auf dem Haufen ist noch Platz *lach* Ganz so leicht ging das nicht, denn die Schrauben waren widerspentig und sind rundgelaufen, also mussten härtere Geschütze aufgefahren werden: Vorschlaghammer ausgeliehen! In der Wartezeit hat der Prinz ein ansehnliches Loch mit dem kleinen Hämmerchen in die Wand geschlagen - 45 Minuten hat er darauf eingeschlagen! Niemals hätte ich ihm solch Ausdauer zugetraut! Er war sehr traurig, dass er die Wand dann mit dem Vorschlaghammer nicht allein rausmachen konnte. Aber ein paar Schläge durfte er auch machen - stolz wie Oskar der große Kleine.


Nachdem die Wand raus ist, kann man richtig in der Küchen atmen und Luft holen. Ich fühlte mich nicht mehr eingeengt. Ein Traum. ... ein Alptraum, denn jetzt musste die Küche komplett neu geplant werden. UPS!

Und da bisher die Arbeitsplatte mit 86cm viel zu niedrig war, soll jetzt eine Folgen mit 92cm. An und für sich kein Problem, wenn da nicht das Fenster wäre. UPS!

Also brauchen wir nicht nur eine Küche, sondern auch ein neues Fenster, dass einfach höher eingelassen ist. UPS!

Die Tapete im Wohnzimmer, die eigentlich dran bleiben sollte, war leider nur unterhalb der Holzdecke geklebt, sie muss nun doch ab. Die obere Schicht mit den Wollfäden läßt sich super abziehen. Unser Maler meinte aber, er braucht die Wand nackig. Also muß auch die untere Schicht ab. Mit Einweichen klappt das eigentlich ganz gut, aber es frisst alles Zeit ohne Ende. UPS!

Wenn ich alle meine UPS zusammenzähle ist NICHTS, absolut gar nichts fertig.

Das Möbelauto für den Umzug ist für das letzte Wochenende im Januar bestellt. Ab 1.2. ziehen unsere Nachmieter in unsere Wohnung ein. Verschiebung nach hinten ist nicht möglich.

13 Tage bis Umzugsauto!!!!!

Donnerstag, 10. Januar 2019

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus...

.... oder auch die unendliche Suche nach einem eigenen Häuschen.

Um das wichtigste vorneweg zu nehmen: Wir werden umziehen!

Wer jetzt keine weiteren Details will, braucht einfach nicht weiter lesen.

Seitdem ich meinen Mann kennengelernt habe, spätenstens mit der Hochzeit, allerspätenstens mit dem Prinzen, allerdringlichstens mit der Prinzessin, möchte ich mit meinem Mann in ein Haus ziehen. Es muss nicht besonders groß sein - um die 100qm. Es braucht keinen gigantischen Garten, bissel mehr als eine Handtuch größe. Und es sollte in Mainz sein. Bezahlbar. Mit Anschluss an den öffentlichen Nahverkehr. Ich persönlich finde diese Punkte nicht übertrieben, aber es war wirklich ein Problem.

Entweder die Häuschen waren von der Lage grotenschlecht, an einer Hauptstr. Das geht zum Beispiel gar nicht. Oder es gab nur einen winzigen Hof oder nicht einmal den. Oder es war einfach komplett verwinkelt und verzweigt, dass man zu dritt (also schwanger mit Mann und Makler) schon Platzangst bekommen hat. Es gab auch welche, die einfach nur alt und schaurig waren. Welche die zwar alt waren, aber durchaus Charme hatte. Welche die einfach viel zu hochklassig waren, dass ich mich wie ein Elefant im Porzellanladen gefühlt habe. Wir haben auch mal über den Tellerrand geschaut und uns etwas auf dem Land angesehen oder auch so ein richtiges Neubaugebiet. Für mich ist das fast noch schlimmer als so ein anonymes Hochhaus. Es gab sogar zwei Häuser in die ich sehr gern eingezogen wäre: Das eine hatte allerdings ein Erbpachtgrundstück und letzendlich ist es irgendwie genau daran gescheitert.

Aber nun sind wir ja fündig geworden.
Ich war mit den Kindern in den Sommerferien im Heimaturlaub - mein Mann hat was im Netz gefunden und schon mal telefonisch vorgetastet. Die Erstbesichtigung hat schon mal nicht geklappt. Wir haben ein Gastkind bei uns gehabt, das hätten wir auch mitgenommen, aber irgendwie war die Zeit knapp, so ist mein Mann allein hin und der Makler kam nicht! Ein Systemabsturz und er hat den Termin nicht aufs Handy bekommen - aha.
Zweiter Termin dann vormittags während ich schon wieder auf die Arbeit mußte. Mein Mann rief mich an und war begeistert. Wochenends dann die Besichtigung als Familie. WOW!

Und so viele positive Zufälle! Besichtung am Tag der Unterschrift vom letzten Mietvertrag. Das Haus - so wie ich - Baujahr 1975. In Mainz. Doppelhaus. mit ganz viel Charme!
Bei der zweiten Besichtigung dann vom Dachgeschoss Weitblick bis nach Frankfurt und ein Regenbogen! Gibt es schönere oder deutlichere Zeichen? Das Haus wollte zu uns!

Also: Reservierung unterschrieben. Und bei der Bank die Kreditzusage eingefordert. Das hat alles dann drei bis vier Wochen gedauert. Anschließend musste ein Termin mit dem Notar gefunden werden. Das Haus wird von einer Erbengemeinschaft verkauft, das sind die drei Kinder der Familie, die drin gewohnt hat. Einer wohnt in Berlin, eine im Taunus und eine in - tata - Australien. Näher dran geht kaum. *g* Jedenfalls war die Terminfindung ein wenig anspruchsvoll und auch der Makler dabei keine große Hilfe. (Zum Makler könnte ich allein Romane schreiben - ein Buch zum Schreien oder Weglaufen, oder - so hoffe ich - zum Lachen. Nur so viel, der Makler hat es zwischenzeitlich so weit getrieben, dass ich ernsthaft mit dem Gedanken gespielt habe, das Haus einfach nicht zu kaufen.)

Dann kam endlich der Termin mit dem Notar und wir mussten ernsthaft am Tag vorher den Vertrag anfordern, um ihn wenigstens einmal in Ruhe zu lesen. Uns wurde dummerweise auch nicht mitgeteilt, dass wir eigentlich direkt im Anschluss noch einen weiteren Termin vereinbaren müssen, damit da die Unterlagen für die Bank fertig gemacht werden. Auch hier wieder großen Vorwurf an den Makler, auf so etwas sollte er doch hinweisen, es ist sein täglich Brot, er muss das wissen. So brauchten wir einen weiteren Termin in der Woche drauf.

Der Notarvertrag wurde nach Australien gesendet, dort musste er von der dritten Partei auf der Botschaft unterschrieben werden und im Original wieder zum Notar gesendet werden. Auch hier war der Makler - sorry - "dumm wie Brot", denn er wollte direkt seine Courtage. Tja, nur ist der Vertrag, solange er nicht im original beim Notar vorliegt "schwebend unwirksam". Die Pille musste der Makler dann schlucken. Dann ist der Vertrag auch noch beim Zoll gelandet und es hat einfach lange Zeit gedauert.

Endlich war es soweit und wir konnten den Kredit anfordern und das Haus bezahlen. Wieder warten... der Verkäufer muss den Eingang des Geldes bestätigen. ABER dann - Schlüsselübergabe! Juhu - es kamen beide "Kinder", die in Deutschland leben und haben auch noch das eine oder andere erzählt. Supersympathisch. Sie hatten selbst den Makler schon gekündigt, dummerweise sind wir genau in diesen Moment geplatzt, wir waren dem Makler seine letzte Chance. Schön, wenn das auf Gegenseitigkeit beruht.

Und nun sind wir Hausbesitzer - und wie mein Mann sagt - keine Hausbesetzer. *lach*

Dienstag, 25. Dezember 2018

Fröhliche Weihnachten und besinnliche Feiertage

Heiligabend ist gekommen - erst hat es gedauert und gedauert, es wurde geplant und gewartet und die Tage gezählt.
Der Tag selbst zog sich wie Kaugummi!
Und dann war der heilige Abend da, der Weihnachtsmann hat seine Geschenke unter dem Christbaum abgelegt und die Kinderaugen haben gestrahlt - Oh man, das ist so wunderschön zu sehen.

Und wenn ich die ganze Geschenke unter dem Baum sehe, dann bin ich mir sicher, dass die Kinder sehr artig gewesen ist. Fairerweise muss ich aber sagen, dass es nicht nur zwei Kinder waren, sondern drei - und das eine oder andere Geschenk für die Mamas und Papas und Omas haben sich auch dazwischen versteckt.

Ich wünsche allen noch ganz besinnliche Feiertage!