Sonntag, 9. August 2026

Sumo-Ringen

Wenn das Motto der Geburtstagsfeier Japan ist, muss ganz dringend Sumo-Ringen drin vorkommen.



Ich finde die Sumo-Ringer ja schwer beeindruckend. Alle sind auf eine ganz exakte Art und Weise gekleidet. Alle haben ihre Haare auf eine einzige Art und Weise hochgesteckt. Und alle sind ziemlich kräftig gebaut. "Dick sein" hat hier nämlich den riesigen Vorteil der Masse.

Aber ist Sumo eigentlich einfach nur ein Sport?

Ursprünglich war es ein religiöses Ritual des Shintoismus, um die Götter um eine gute Ernte zu bitten oder böse Geister abzuwehren.

Und obwohl es Sumo-Ringen bereits seit vielen Jahrhunderten gibt und es sich im Laufe der Zeit zum Kampfsport entwickelt hat, gehören bis heute religiöse Rituale dazu – zum Beispiel das Streuen von Salz zur Reinigung. Auch das Gewand des Ringrichters entspricht bis heute dem eines Shinto-Priesters. Und der Ring, der Dohyo, gilt als heiliger Boden.

In diesem Zusammenhang habe ich etwas Beeindruckendes herausbekommen: Die Haare zu dem typischen Haarknoten zu frisieren, ist eine traditionelle Pflicht. Damit wird die Zugehörigkeit zum traditionellen Sumo und auch zum aktuellen Rang des Kämpfers signalisiert.

Und am Ende der beruflichen Karriere als Sumo-Ringer wird der Zopf in einer feierlichen Zeremonie abgeschnitten.

 

OK – also Sumo-Ringen an einem Kindergeburtstag ist mir dann doch ein wenig zu „wild“.

ABER ich hatte eine Idee:

Wir werfen die Sumo-Ringer mit Bällen aus dem Ring.

(Für die schlauen Füchse: Dosenwerfen – mal anders. lach)

Als Dosen habe ich wieder die kleinen Pringles-Dosen aus dem Adventskalender genommen. Die sind schön stabil. Anschließend habe ich Papierstreifen als Banderole ausgeschnitten und bemalt.

Jeder Sumo-Ringer ist einzigartig. Zwei hat sogar mein Mainzelmann bemalt und den letzten Sumo-Ringer hat meine Prinzessin übernommen.

Auf die Rückseite habe ich „Sumo Cup 2026“ geschrieben.

Diese Dosen sollen nämlich nach dem Spiel ein weiteres Leben bekommen: als Goodie-Bag. Und wer will, kann die Dose auch als Souvenir aufstellen, Kleinigkeiten darin aufbewahren oder sie als Stiftsammler nutzen.

So kommt jede Dose auf vier Lebensaufgaben. Gar nicht mal schlecht.

Und weil ich viel zu wenig Zeitdruck bei der Geburtstagsvorbereitung hatte … Ironie off … habe ich nebenbei noch einen Stop-Motion-Film gedreht.


 

Freitag, 7. August 2026

Back then #21 - manche Erinnerungen bleiben

 Triggerwarnung: Dieser Beitrag thematisiert den Suizidversuch eines Kindes.

In den Sommerferien habe ich meine beste Freundin besucht. Sie ist die Freundin, mit der ich vor 45 Jahren eingeschult wurde.

Dabei fing unsere Freundschaft alles andere als harmonisch an. Wir saßen nebeneinander – natürlich in der letzten Reihe. Einmal gerieten wir sogar unter dem Tisch in einen heftigen Streit, weil jede von uns überzeugt war, dass der Radiergummi ihr gehörte. Irgendwann riss sie mir ein Büschel Haare aus und ich kratzte sie (oder war's umgekehrt?). Klingt nicht gerade nach dem Beginn einer lebenslangen Freundschaft.

Und doch wurden aus zwei streitenden Mädchen beste Freundinnen. Seit über 44 Jahren gehen wir gemeinsam durchs Leben.

Als wir in diesen Sommerferien bei ihr im Garten saßen und über unsere Grundschulzeit sprachen, fiel plötzlich der Name einer ehemaligen Klassenkameradin. Nennen wir sie hier einfach Anna.

Damals hat Anna versucht, sich das Leben zu nehmen. Sie sprang von einer Brücke über die Autobahn. Der LKW-Fahrer konnte ausweichen, trotzdem wurde sie schwer verletzt. Sie kam nie wieder zurück an unsere Schule.

Damals waren wir Kinder. Viel erklärt wurde uns nicht. Wir bastelten eine Karte für sie, als sie im Krankenhaus war. Das war alles.

Diese Brücke gibt es heute noch.

Damals musste ich jeden Tag auf meinem Heimweg über sie laufen. Und auch heute fahre ich unter ihr hindurch oder über sie hinweg. Jedes Mal blitzt kurz Anna auf. Nicht lange, nur für einen Moment. Aber die Erinnerung ist bis heute geblieben.

Was mich bei dem Gespräch mit meiner Freundin so überrascht hat: Ihr geht es genauso. Auch sie denkt bis heute immer wieder an Anna und bekommt noch immer eine Gänsehaut, wenn sie an diesen Tag denkt.

Erst nach diesem Gespräch wurde mir überhaupt bewusst, dass ich diese Erinnerung seit über 40 Jahren mit mir herumtrage. Zum ersten Mal fragte ich mich ganz bewusst: Was ist eigentlich aus Anna geworden? Wie ist ihr Leben weitergegangen? Hat sie irgendwann ihr Glück gefunden? Und was muss ein Grundschulkind erlebt haben, um keinen anderen Ausweg mehr zu sehen?

Ich werde die Antworten vermutlich nie erfahren.

Aber dieses Gespräch hat mir gezeigt, wie tief sich manche Erlebnisse aus der Kindheit einprägen. Obwohl damals kaum darüber gesprochen wurde, begleiten sie uns ein Leben lang.

Manche Erinnerungen werden mit der Zeit leiser. Andere warten Jahrzehnte darauf, dass man ihnen endlich wieder begegnet.

Redet miteinander. Hört einander zu. Manchmal tragen Menschen Geschichten mit sich herum, von denen niemand etwas ahnt.



Donnerstag, 6. August 2026

Einladungskarten: Japan

Meine Tochter feiert ihren Geburtstag. Das Motto ist schon lange klar: JAPAN.

Natürlich brauchen wir dann auch japanische Einladungskarten. Mit Japan verbinde ich die Farben: rot, schwarz, weiß und gold.


In altbewährter Tradition sind diese wieder auf roter Pappe entstanden. Darauf ein passend zugeschnittetenes weißes Papier. Etwas schwieriger war der rote Kreis - Zirkel nicht greifbar, musste meine Kaffeetasse herhalten. Und dann der Tempel-Zuschnitt, wie man sieht, jeder etwas anders. Jeder für sich wunderschön. 

 

Mittwoch, 5. August 2026

Juli vorbei - Zeit für ein wenig Statistik

Das war ein Juli. Erst war es unfassbar heiß, dann wurde es nass. Tapfer wie ich bin, habe ich durchgezogen und bin jeden Tag mit Rad ins Büro gefahren. OK - ein paar Tage Homeoffice und ein wenig Urlaub haben dann meine "Kilometer-Leistung" ganz schön geschmälert. Ich möchte gern versuchen, auch wieder privat aufs Rad zu steigen. Ich liebe radeln, ich brauche das Radeln. Es macht den Kopf frei, es entspannt und ganz nebenbei ist es gut für das Herz-Kreislauf-System.

 

Was für eine Stimmung!

Noch steht der Raps

Dann schauen wir uns zuerst die Bilder von meinem Wegkreuz an:

 

 

 

Kommen wir nun zum Wesentlichen: 168,1 km bin ich letzten Monat dann doch geradelt. Das lag daran, dass ich ab und an einen kleinen Umweg zur Arbeit gefahren bin. Hin etwas mehr und zurück etwas mehr, dann sind es statt 15,5 km auch mal 22 km. Fällt von der Zeit kaum auf, tut mir aber wirklich gut.

 

  • Januar   124 km
  • Februar 231 km 
  • März     140 km
  • April     176 km 
  • Mai       225 km 
  • Juni       251 km 
  • Juli        168 km 
  • Aufstellung über die ganzen Jahre 

    • 2018:       233 km
    • 2019:           0 km
    • 2020:    1.424 km
    • 2021:    2.064 km
    • 2022:    3.137 km
    • 2023:    2.434 km
    • 2024:    2.145 km 
    • 2025:    1.976 km 
    • 2026:       995 km  - Nach 14.408 km war auf dem alten Rad Schluss
    • 2026 :      322 km (to be continued)

    Selbstverständlich bin ich auch weiterhin mit Buffy spazieren gegangen, war in den Mittagspausen unterwegs, auf Ausflügen, im Haus.... JEDER(!) Schritt zählt: 

  • Jan: 232.181 Schritte (7.490) 
  • Feb: 240.168 Schritte (8.577) 
  • Mrz: 278.590 Schriite (8.987)
  • Apr: 255.101 Schritte (8.503) 
  • Mai: 259.466 Schritte (8.495)
  • Juni: 240.193 Schritte (8.006)
  • Juli:  273.920 Schritte (8.771)

  • Samstag, 18. Juli 2026

    CSI – Die Spur verliert sich an der Haustür

    Es gibt Dinge im Leben, die verschwinden kurz. Eine Socke aus der Waschmaschine zum Beispiel. Ein Kugelschreiber. Haargummis. Diese Dinge verlassen für eine gewisse Zeit unsere Dimension und tauchen später wieder auf.

    Und dann gibt es Dinge, die verschwinden mit einer Entschlossenheit, die fast beleidigend wirkt.

    Zum Beispiel: mein Haustürschlüssel.

    Es begann vor ungefähr einem halben Jahr. Ich kam mit dem Fahrrad nach Hause. Alles war völlig normal. Ich hatte meinen Schlüssel definitiv noch dabei, denn ich schloss den Schuppen auf und stellte das Fahrrad hinein. Danach ging ich zur Haustür und betrat das Haus.

    Und dann ...

    Sendepause.

    Keine Erinnerung. Kein Bild. Keine Eingebung. Nichts.

    Der Schlüssel war einfach verschwunden.

    Natürlich begannen sofort die Ermittlungen.

    Wo waren wir unterwegs? Beim Gassi vielleicht? Ist er aus der Tasche gefallen? In welcher Jacke war ich unterwegs? Welche Hose hatte ich an? Alle Taschen wurden kontrolliert. Mehrfach. Schränke durchsucht. Handtaschen, Rucksäcke, Fahrradtaschen.

    Nichts.

    Der Schlüssel blieb verschwunden.

    An dieser Stelle entstanden selbstverständlich die üblichen Theorien:

    • Er liegt an einem Ort, an dem ich bereits fünfmal gesucht habe.

    • Er wurde von einem geheimnisvollen Haushaltswesen entführt.

    • Haushaltsgegenstände führen nachts ein geheimes Eigenleben.

    • Der Schlüssel befindet sich in einer Parallelwelt.

    • Vielleicht wurde er geklaut.

    • Vielleicht wollte er einfach ein neues Leben beginnen.

    Mit der Zeit wurde der Schlüssel zu einer Legende. Er gehörte gedanklich bereits zu denselben Mysterien wie der verlorene Wäschekorb.

    Dann kam das Wochenende.

    Mein Sohn sollte seine Mensakarte abgeben, weil der Caterer wechselt. Ich durfte sie aus seinem Portemonnaie nehmen. Das Portemonnaie steckte in seiner Bauchtasche.

    Ich öffne die Tasche.

    Hole die Karte heraus.

    Denke: "Ach, da ist auch ein bisschen Müll drin. Den räume ich eben weg."

    Und weil ich schon dabei war, schüttelte ich die Tasche einmal kräftig aus, damit auch die Krümel verschwinden.

    In diesem Moment fällt etwas in meine Hand.

    Mein Schlüssel.

    MEIN SCHLÜSSEL!

    Nach sechs Monaten.

    Sechs.

    Monaten.

    Ich möchte an dieser Stelle betonen: Wir reden nicht von einem riesigen Schlüsselbund mit zwanzig Anhängern, Karabinern und halbem Baumarkt daran. Es waren genau zwei Schlüssel – der Haustürschlüssel und der Schuppenschlüssel.

    Aber daran hing mein Schlüsselanhänger. Ein Flaschenöffner von meinem ersten Arbeitgeber. Den hätte ich wirklich nur ungern verloren.

    Während ich den Schlüssel anstarrte, setzte sich plötzlich ein Puzzle zusammen.

    Ich war an dem Abend noch mit meinem Sohn und Buffy Gassi gegangen. Ich hatte keine Tasche an der Hose, aber mein Sohn trug seine Bauchtasche.

    "Kannst du den Schlüssel mal einstecken?"

    Konnte er.

    Hat er.

    Als wir nach Hause kamen, hatte vermutlich mein Mainzelmann oder meine Prinzessin bereits die Haustür geöffnet. Niemand brauchte den Schlüssel mehr. Wir gingen hinein, der Alltag nahm seinen Lauf, irgendjemand erzählte etwas, Buffy wollte ihr Abendbrot– und die Erinnerung daran, dass der Schlüssel noch in der Bauchtasche steckte, verschwand einfach.

    Nicht der Schlüssel war weg.

    Nur das Wissen darüber.

    Sechs Monate lang lag er friedlich in einer Bauchtasche, wurde tagtäglich zur Schule gefahren und wieder zurück. Er wartete darauf, wiederentdeckt zu werden. Niemand hatte ihn geklaut. Niemand hatte ihn versteckt, auch kein Wurmloch. Er war einfach zur falschen Zeit am falschen Ort – und wir hatten kollektiv vergessen, dass wir ihn dort selbst hingebracht hatten.

    Manchmal sind die größten Familiengeheimnisse eben gar keine Geheimnisse.

    Sie heißen einfach Alltag.


     

    Freitag, 17. Juli 2026

    Back then #20 - Der weiße Hai im Freibad

     

    Sommerferien 1990 (Pi mal Daumen).

    Damals gab es für uns kaum einen besseren Ort als das Freibad mit seinem großen Badesee. Es gab einen Nichtschwimmerbereich, sauber durch eine Leine vom Schwimmerbereich getrennt. Für die Kleinen war dort Schluss. Für uns war die Leine eher eine Einladung.

    "Heute schwimmen wir bis zum anderen Ufer", beschlossen meine Freundin und ich. Auf der anderen Seite gab es zwar nichts Besonderes zu entdecken, aber darum ging es auch gar nicht. Wir fühlten uns groß. Mutig. Frei.

    Also schwammen wir los.

    Hinweg? Gar kein Problem. Wir quatschten, lachten und ließen uns treiben. Das Wasser war angenehm warm, die Sonne schien, und wir fühlten uns unbesiegbar.

    Dann machten wir uns auf den Rückweg.

    Mitten auf dem See, weit weg vom Ufer, sagte meine Freundin plötzlich ganz beiläufig:
    "Hast du eigentlich den weißen Hai gesehen?"

    Ich verneinte.

    "Da gibt es eine Szene...", begann sie zu erzählen.

    Mehr hätte sie eigentlich gar nicht sagen müssen.

    In meinem Kopf lief sofort ein Film ab – obwohl ich den Film Der weiße Hai nie gesehen hatte und ihn bis heute nicht gesehen habe. Plötzlich war unter mir nicht mehr einfach nur Wasser. Da war eine dunkle Tiefe. Schlingpflanzen und Fische. Irgendwo auch der weiße Hai. Natürlich wusste ich, dass es in unserem Freibad keinen Hai gab. Aber mein Kopf interessierte sich herzlich wenig für Logik.

    Auf einmal sah das Wasser ganz anders aus.

    Ich konnte den Boden nicht mehr erkennen. Unter mir war nur noch dunkles Grün. Wasserpflanzen schaukelten im Wasser. Irgendwo huschten Fische vorbei. Jeder Schatten wurde in meiner Fantasie zu einer riesigen Rückenflosse. Hinter jeder Bewegung vermutete ich einen gewaltigen Kiefer mit mehreren Reihen messerscharfer Zähne.

    Mein Herz raste.

    Ich schwamm so schnell ich konnte. Tatsächlich hatte ich das Gefühl, überhaupt nicht voranzukommen. Als würde ich auf der Stelle schwimmen. Das Ufer schien keinen einzigen Meter näher zu kommen.

    In meinem Kopf hörte ich förmlich diese bedrohliche Musik, obwohl ich sie nur aus Erzählungen kannte.

    Da-damm... da-damm... da-damm...

    Ich bekam richtig Panik.

    Es tat mir furchtbar leid, meine Freundin einfach hinter mir zu lassen. Eigentlich macht man das nicht. Aber in diesem Moment gewann der nackte Überlebensinstinkt gegen jede Vernunft. Ich wollte einfach nur raus aus diesem Wasser.

    Als meine Füße endlich wieder den sandigen Boden zum Nichtschwimmerbereich berührten, war ich wahrscheinlich noch nie so erleichtert gewesen.

    Bis heute habe ich Der weiße Hai nie gesehen. Ehrlich gesagt habe ich das auch nicht mehr vor.

    Und das Schönste an dieser Geschichte?

    Mit genau dieser Freundin bin ich bis heute befreundet.

    Sie hat mich damals zwar fast zu Tode erschreckt – aber unsere Freundschaft hat den weißen Hai überlebt.

    Montag, 13. Juli 2026

    Stadtradeln

    Seit 2008 gibt es das Stadtradeln. Die Kampange wurde vom Klima-Bündnis ins Leben gerufen. Das Ziel ist es, in 21 Tagen so viele Wege wie möglich mit dem Fahrrad zu fahren. Das spart CO₂ und ist gut für die Gesundheit. Zudem hilft die Aktion den Städten, gute Radwege zu planen.

    Dieses Jahr war der Zeitraum: 30.05. bis 19.06.2026. Also für mich leider mit vielen Feiertagen, an denen ich also nicht aufs Rad steige. Für die anderen, die nur am Wochenende radeln, war das natürlich perfekt.

    Meine Platzierung: 11 Platz!
     

    In diesen 3 Wochen bin ich 26 mal auf´s Rad gestiegen. Der Weg zur Arbeit und wieder nach Hause zählt als jeweils eine Fahrt. Dabei kam ich auf 215 km - ein Teil auf meinem alten Rad und ein Teil auf meinem neuen Bike. Und mit dem neuen Rad in einer Woche genauso viel wie mit dem alten Rad in den beiden Wochen davor *lach*.

    Meine Wochenauswertung

    Seit 2021 nehme ich daran teil. Ausnahme 2025 - irgendwie habe ich es letztes Jahr verpasst. 2023 und 2024 hatte ich sogar meine Kolleginnen und Kollegen animiert mitzumachen und ein eigenes Team gegründet. Das hat auch mächtig viel Spaß gemacht. Leider haben nicht alle Radfahrenden mitgemacht und so ist die Aktion wieder eingeschlafen.

    Sonntag, 12. Juli 2026

    Rückspiegel am Bike

    Lange habe ich es ja ein wenig belächelt, wenn Radfahrer einen Spiegel am Lenker haben. Jetzt mit dem neuen Rad wurde ich wieder drauf gestoßen. Zufällig hatte ich gerad einen gefunden - genau richtig zum Ausprobieren.

     

    Nach einer Woche mit Spiegel kann ich sagen: Braucht man nicht wirklich, ist aber eigentlich ganz nett. Gerade im Straßenverkehr. 

    Das System bei meinem mit dem Festbinden ist nicht ganz optimal. Ab und an komme ich dagegen und dann verschiebt sich der Winkel, aber das ist ja auch schnell wieder korrigiert. 



    Samstag, 11. Juli 2026

    Grogu oder Baby-Yoda

    Ich liebe meinen Nachbarn. 

    Eigentlich könnte ich das so stehen lassen, aber natürlich bin ich nicht so. Ich erzähle es in aller Ausführlichkeit *lach*

    Mein Nachbar und ich haben uns über 3D-Drucker unterhalten. Da hat er raus, dass er selbst einen besitzt und dann erzählt er mir, wo er sich viele seiner Drucke herunterlädt. 

    Und dannnnnn bin ich mal auf diese Seite gegangen.

    Und als erstes springt mich Grogu an! Und mein Nachbar? Druckt mir den kleinen Kerl einfach direkt!

     

    Ich liebe auch Grogu. Grogu als Stifthalter. Grogu als Motivation auf Arbeit. Grogu als Gesprächsstoff.

     

    Freitag, 10. Juli 2026

    Back then #19 - 20 Pfennig und ein ganzer Nachmittag


     

    Nach der Schule gab es diesen einen Abschnitt, der eigentlich nie einen Namen hatte und trotzdem immer gleich war.

    Nicht mehr Schule. Noch nicht Zuhause.

    Dazwischen lag der Weg.

    Ich bin oft mit meiner Freundin zusammen ein Stück gelaufen (oder gefahren). Ihre Bushaltestelle lag ungefähr in der Mitte meines Heimwegs. Genau dieser Bereich, in dem der Tag noch offen war und alles passieren konnte.

    Und dann kam diese Ecke.

    Dort stand sie: die gelbe Telefonzelle.

    Schon das Reinkommen war ein kleines Ereignis. Die Tür ging nie einfach auf. Als Kind musste man sich richtig dagegenstemmen. Drinnen war es eng. Zwei Kinder, zwei Scout-Rucksäcke und gefühlt kein Platz mehr zum Atmen.

    Im Sommer war es darin wie in einer Sauna, wenn die Sonne genau draufknallte. Und dazu dieser Geruch – kalter Rauch, Plastik und irgendetwas Metallisches. Nicht besonders angenehm. Aber für uns war das einfach normal.

    Meine Freundin hatte ihren Brustbeutel dabei. Monatsfahrkarte, Schlüssel und diese wichtigen 20 Pfennig. Genau geplant für einen Anruf.

    Dann kam der entscheidende Moment.

    Erst die Münze. Kurz zwischen den Fingern festhalten, einwerfen und hoffen, dass sie sauber durchrutscht. Dieses leise Klacken im Inneren war fast eine Erleichterung. Erst dann konnte es weitergehen.

    Dann wurde gewählt. Ziffer für Ziffer. Auswendig. Konzentriert.

    Und dann dieses Warten.

    Wenn ihre Mama direkt ranging, war alles einfach:

    „Darf ich nach der Schule zu ihr zum Lernen gehen?“

    Wobei „zusammen lernen“ ein sehr großzügiger Begriff war. Eher die offizielle Bezeichnung für unseren Nachmittagsplan.

    Und wenn niemand ranging, waren wir erstaunlich lösungsorientiert:

    „Ihre Mama hat bestimmt ja gesagt.“

    Ganz so wild, wie es heute klingt, war es aber vermutlich gar nicht. Wenn wir bei mir zuhause angekommen sind und meine Mutter nicht da war, haben wir ihr Bescheid gesagt, dass meine Freundin mitkommt. Und ich vermute, sie hat später wiederum ihre Mama informiert. Irgendwie lief das alles im Hintergrund mit. Ohne große Organisation, aber auch nicht ganz ohne Erwachsene.

    Dann ging es an die Hausaufgaben. Im Rekordtempo. Nicht aus Fleiß – sondern weil wir genau wussten, was danach kam:

    Der Spielplatz direkt vor der Tür.

    Und später habe ich sie wieder zur Bushaltestelle begleitet. Wir warteten gemeinsam auf den Bus, redeten noch ein bisschen und winkten uns zum Abschied.

    Kein Handy. Kein „Wo bist du gerade?“. Kein Standort.

    Nur Wege, Absprachen und dieses selbstverständliche Gefühl, dass alles irgendwie funktioniert.

    Damals hat ein einziger Anruf gereicht, damit ein ganzer Nachmittag entstehen konnte. Heute braucht man dafür einen Gruppenchat, einen Kalender und mindestens drei Erinnerungen.

    Dienstag, 7. Juli 2026

    Zeichnung Sca und Kiwi

     Hier hat die Prinzessin schon wieder was neues ausprobiert, eine Figur mit oversized Pulli und mit Kiwi, der niedlichsten im ganzen Anime-Universum. Der Pulli ist so flauschig gezeichnet, den würde ich direkt selbst anziehen.

    Ich konnte wieder nicht die Finger von lassen - einmal die Outline von der KI nachziehen zu lassen. Wobei ich finde, dass ChatGPT da näher am Original bleibt als Gemini.


     Und jetzt noch einmal in schönen warmen Farben.


     

     

    Montag, 6. Juli 2026

    Vanny im Kimono

    Meine Prinzessin hat eine festen Charakter, mit dem sie ein PC-Spiel spielt: Vanny. 

    Nun hat sie Vanny im Kimono gezeichnet. Eigentlich logisch, weil sie derzeit so auf Japan, Manga und Anime begeistert ist.


     Gesicht hat sie hier bewusst "leer" gelassen, damit der Rest wirken kann. Es ist ihr erster Kimono mit Obi. Schon jetzt richtig gut ist ihr die Lagenoptik gelungen und der Gürtelbereich. Dafür fehlen allerdings noch ein paar fließende Falten und Körpersprache. Im Moment ist die Figur noch steif.

    Ich habe ChatGPT gebeten, die Hauptlinien als klare Linien zu zeigen. Also, als wenn meine Prinzessin in ihrer Bleistift-Skizze noch mit Fineliner die Linien nachziehen würde. Das Ergebnis überrascht mich wirklich.


     Damit ist der Manga-/Chibi-/Anime-inspirierten Stil noch viel klarer zu erkennen.

    Am Ende habe ich einfach sehen wollen, wie die Skizze in Farbe wirkt, Gemini durfte die Farbe frei wählen. Dunkelblau - ich selbst hätte es eher sommerlich leicht in hellen Farben gesehen.


     Irritierend bleibt, dass das Gesicht einfach fehlt. Wobei auch das ein Stilmittel sein kann und eine mysteriöse oder spirituelle Note verleiht. Süß finde ich natürlich das Antennenhaar, das gibt der Figur das verspielte Extra. Was mir vorher gar nicht aufgefallen ist, sind die traditionellen Holzschuhe. Ob der Obi wirklich mit einem westlichen brauen Ledergürtel vervollständig wird, kann ich mir gar nicht vorstellen. Hier hat die KI wohl ein wenig zu viel reininterpretiert. Anderseits passt es toll zu den Haaren.

     

     

    Und so könnte es in einem Anime aussehen.

    Sonntag, 5. Juli 2026

    Straßenfund: Maritima Taschen

    Neulich beim Gassigehen kam ich an einer Kiste mit Dingen zum Verschenken vorbei. Ich bin grundsätzlich neugierig. Also luscher ich im Vorbeigehen hinein. Oft sind es ausrangierte Bücher oder Kindersachen. Dieses Mal langen 2 kleine Handtäschchen drin. Maritim. Ich wollte wirklich nur eine mitnehmen, damit sich auch noch jemand anderes freuen kann. Ernsthaft. Aber ich konnte mich nicht entscheiden und da ich ja eine kleine Prinzessin daheim habe, wollte ich ihr eine schenken und die andere behalten.

    So zumindest der Plan: Inzwischen trage ich abwechselnd beide Taschen beim Gassigehen. Ich liebe beide. Selbstverständlich dürfte die Prinzessin sich eine Tasche ausleihen. Macht sie aber nicht.

    Mal ehrlich: Wer kann sich hier wirklich für eine entscheiden?

    Freitag, 3. Juli 2026

    Back then #18 - Füße im Leerlauf

     


    Ich war damals bei meinem Freund in der Wohnung, wir haben gechillt (auch wenn man das damals noch „abhängen“ genannt hat). Irgendwann kam noch ein Kumpel dazu – aus dem Haus, genau weiß ich es nicht mehr. Und wie das so ist: irgendwann bekamen wir Hunger.

    Die Jungs waren schon gut drauf. Und plötzlich war ich diejenige, die losziehen sollte: Essen jagen.

    Ich hätte mein Fahrrad nehmen können, aber stattdessen bekam ich einfach den Mopedschlüssel von dem Kumpel in die Hand gedrückt. Helm ebenfalls von ihm, raus, runter – und da stand ich: ein Moped mit Kickstarter. Noch nie gemacht. Mein Motorrad hat einen Knopf zum Starten. Nach einigen Versuchen habe ich das Maschinchen dann tatsächlich zum Laufen bekommen.

    Ich bin losgefahren. Viel langsamer als mein Motorrad, aber überraschend entspannt. Alles war irgendwie niedriger, gemütlicher, Füße parallel im Fußraum – ungewohnt, aber easy.

    Erste Ampel. Rot. Ich bremse, halte an, stehe. Das Moped beginnt seitlich zu kippen… und im selben Moment merke ich, dass ich den Fuß einfach nicht auf den Boden gesetzt habe. Von der Fußraste nehmen ist ja klar, aber in diesem "Autogefühl" auf dem Moped doch nicht. Dank meiner schnellen Reaktion konnte ich den Sturz gerade noch verhindern.

    Zum Glück hat das keiner live gesehen – oder stand mit der Dashcam hinter mir.

    Erzählt habe ich es später trotzdem. Und im Nachhinein war es genau so peinlich, wie es heute schön ist, sich daran zu erinnern. Der Lacher des Abends ging definitiv an mich.

    Donnerstag, 2. Juli 2026

    KI-Bilder im Juni

    Wer hätte es gedacht, so schnell hat der Rausch nach immer mehr KI Bilder aufgehört. Dennoch sind ein paar entstanden (und nicht nur für meine Back then-Beiträge) und die möchte ich euch nicht vorenthalten.


     




    Das ist das einzige, was mir noch zu diesen Temperaturen einfällt:

    Outing: ich hasse Sommer und Hitze

     

    Im Haus, abends um 22 Uhr - wer kann denn da bitte schön ans Schlafen denken?

    Auch das hier muss ich euch zeigen: Erstellt mit PixVerse in der kostenlosen Version. Verdammt gut!

    Und das ist nur aufgrund eines Fotos entstanden - 

    Mein Lieblingstier ist ja der Esel. Und als ich über einen coolen Prompt gestolpert bin, wie eine Frau sich in einen Löwen verwandelt, wollte ich das auch. Aber bitte in einen Esel, ist doch klar. Es war gar nicht so einfach den Prompt umzuschreiben (noch dazu auf englisch), aber mit dem Ergebnis bin ich zufrieden.


     Auch zur Fußball-WM habe ich eine Meinung: Hätte der Trainer mal lieber mich eingesetzt *prust*

     


    OK, das Tor steht nicht richtig und auch mein Rückwärts-Sprung ist weniger realistisch.... ABER mit mir hätten wir gewonnen. 


    Mittwoch, 1. Juli 2026

    Rückblick auf den Juni

    Puh - also der Juni hatte es ganz schön in sich. Er war heiß. Nicht nur ein wenig, sondern so wirklich richtig. Die Temperaturen stiegen bis auf 40 Grad Celsius. Nachts blieben die Werte bei 36 Grad um Mitternacht. Dabei fing der Monat sogar noch mit Regen an, nachts lagen die Temperaturen unter 10 Grad. Die Höchsttemperaturen lagen anfangs bei wohligen 16 Grad. Ja, da musste ich mir schon anhören, dass das ja noch kein Sommer sei, dabei fand ich das toll. Und dann gab es kein halten mehr, 20 Grad ging´s rauf. Es wurde so brutal heiß. Schwitzen im Sitzen war noch das geringste Problem. Nachdem ich bei 39 Grad kaum noch Luft bekommen habe auf dem Nachhauseweg, habe ich die folgenden drei Tage einfach mal das Auto genutzt. Nach 5 Tagen Dauerschweiß gab es endlich ein Gewitter - ein harmloses Gewitter. Und hey: Ich finde jetzt 29 Grad gar nicht mal mehr so übel *Sarkasmus off*.

    Hier noch mein altes Bike
    Und nun mein neues


     

    Sogar die Zeitung schreibt, dass es der wärmste Juni seit Beginn der Wetteraufzeichnungen war. Wirklich zugesetzt haben mir die 10 tropischen Nächte in Folge. Und die Tatsache, dass es auf Arbeit wirklich extrem warm war. Da haben auch die Wasserflaschen nur geringe Besserung gebracht. 

    Wer hat noch so einen wundervollen Arbeitsweg?

     

    Auch mein morgendliches Kreuz macht bei so viel Hitze und blauem Himmel nicht mehr viel her. Ich mag es lieber, wenn der Sonnenaufgang zu sehen ist, wenn Wolken da sind, meinetwegen mal Schnee oder Nebel. Immerhin kann man (zu)sehen, wie das Getreide reift.





    Mein Schlussfoto - nach 8 Jahren

    Mein neuer Begleiter









    Atempause nach der ersten Hitzewelle

    Aber wieviele Kilometer habe ich denn nun auf meinem Rad zurückgelegt? Und wie werde ich mir das weiter aufschlüsseln. Als Gesamtkilometer einfach immer wieder? Als Kilometer mit dem alten und mit dem neuen Rad? Da muss ich mir noch etwas einfallen lassen. Denn interessieren tut mich natürlich beides.

    Trotz Hitze, trotz Autofahrten, trotz Feiertag komme im Juni ich auf 251,2 km. 

    Davon bin ich 97,2 km auf dem alten Rad gefahren, 154 km auf dem neuen Rad. 

  • Januar   124 km
  • Februar 231 km 
  • März     140 km
  • April     176 km 
  • Mai       225 km 
  • Juni       251 km 
  • Aufstellung über die ganzen Jahre 

    • 2018:       233 km
    • 2019:           0 km
    • 2020:    1.424 km
    • 2021:    2.064 km
    • 2022:    3.137 km
    • 2023:    2.434 km
    • 2024:    2.145 km 
    • 2025:    1.976 km 
    • 2026:       995 km  - Nach 14.408 km war auf dem alten Rad Schluss
    • 2026 :      154 km (to be continued)

    Natürlich bin ich auch im Juni gelaufen, im Haus, in der Pause, Gassi - aber durch die Hitze viel weniger

  • Jan: 232.181 Schritte (7.490) 
  • Feb: 240.168 Schritte (8.577) 
  • Mrz: 278.590 Schriite (8.987)
  • Apr: 255.101 Schritte (8.503) 
  • Mai: 259.466 Schritte (8.495)
  • Juni: 240.193 Schritte (8.006)
  • Damit bin ich im ersten Halbjahr auf 1,5 Mio Schritte gekommen (exakt: 1.505.699), im Jahr sind rechnerisch noch 3 Mio. Schritte drin. Auch wenn ich mich wiederhole: KRASS, dass ich letztes Jahr die 4 Mio. Schritte Challenge geschafft habe.