Unsere ersten Übungen fanden natürlich auf dem berühmten „Idiotenhügel“ statt.
Dieser kleine Hang, auf dem alle Anfänger gleichzeitig versuchen, sich nicht ineinander zu verhaken. Gar nicht so einfach, zwei Arme und zwei Beine auf rutschigen Skiern zu koordinieren und dabei auch noch die Stöcke festzuhalten — vom richtigen Einsatz ganz zu schweigen.
Eine der Aufgaben:
Auf nur einem Ski den Hügel runtergleiten und sauber ausfahren.
Das kann ich. Ich balancierte mich perfekt - bis zum Ende der Strecke. Dort stoppte mich dann der Neuschnee. Ich bin am weitesten gekommen.
Vielleicht auch nur deshalb, weil ich mich einfach nicht getraut habe hinzufallen.
Am letzten Urlaubstag dann das große Finale:
Ein Slalomrennen.
Mit Toren. Mit Publikum. Mit diesem olympischen Gefühl, das Kinder sofort entwickeln, sobald irgendwo Stoppuhren auftauchen.
Mein Bruder verliert mitten im Rennen einen Ski.
Fährt aber trotzdem weiter.
Irgendwie halb hüpfend, halb rutschend, aber mit maximalem Ehrgeiz.
Und ich?
Ich lerne an diesem Tag etwas fürs Leben:
Den schmerzhaften Unterschied zwischen „fast gewonnen“ und Platz 4.
Vielleicht war Platz 4 damals bitter.
Aber ehrlich? Lieber mutig starten und den Spaß behalten, als gar nicht erst den Berg runterzufahren.

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