Wenn das Motto der Geburtstagsfeier Japan ist, muss ganz dringend Sumo-Ringen drin vorkommen.
Ich finde die Sumo-Ringer ja schwer beeindruckend. Alle sind auf eine ganz exakte Art und Weise gekleidet. Alle haben ihre Haare auf eine einzige Art und Weise hochgesteckt. Und alle sind ziemlich kräftig gebaut. "Dick sein" hat hier nämlich den riesigen Vorteil der Masse.
Aber ist Sumo eigentlich einfach nur ein Sport?
Ursprünglich war es ein religiöses Ritual des Shintoismus, um die Götter um eine gute Ernte zu bitten oder böse Geister abzuwehren.
Und obwohl es Sumo-Ringen bereits seit vielen Jahrhunderten gibt und es sich im Laufe der Zeit zum Kampfsport entwickelt hat, gehören bis heute religiöse Rituale dazu – zum Beispiel das Streuen von Salz zur Reinigung. Auch das Gewand des Ringrichters entspricht bis heute dem eines Shinto-Priesters. Und der Ring, der Dohyo, gilt als heiliger Boden.
In diesem Zusammenhang habe ich etwas Beeindruckendes herausbekommen: Die Haare zu dem typischen Haarknoten zu frisieren, ist eine traditionelle Pflicht. Damit wird die Zugehörigkeit zum traditionellen Sumo und auch zum aktuellen Rang des Kämpfers signalisiert.
Und am Ende der beruflichen Karriere als Sumo-Ringer wird der Zopf in einer feierlichen Zeremonie abgeschnitten.
OK – also Sumo-Ringen an einem Kindergeburtstag ist mir dann doch ein wenig zu „wild“.
ABER ich hatte eine Idee:
Wir werfen die Sumo-Ringer mit Bällen aus dem Ring.
(Für die schlauen Füchse: Dosenwerfen – mal anders. lach)
Als Dosen habe ich wieder die kleinen Pringles-Dosen aus dem Adventskalender genommen. Die sind schön stabil. Anschließend habe ich Papierstreifen als Banderole ausgeschnitten und bemalt.
Jeder Sumo-Ringer ist einzigartig. Zwei hat sogar mein Mainzelmann bemalt und den letzten Sumo-Ringer hat meine Prinzessin übernommen.
Auf die Rückseite habe ich „Sumo Cup 2026“ geschrieben.
Diese Dosen sollen nämlich nach dem Spiel ein weiteres Leben bekommen: als Goodie-Bag. Und wer will, kann die Dose auch als Souvenir aufstellen, Kleinigkeiten darin aufbewahren oder sie als Stiftsammler nutzen.
So kommt jede Dose auf vier Lebensaufgaben. Gar nicht mal schlecht.
Und weil ich viel zu wenig Zeitdruck bei der Geburtstagsvorbereitung hatte … Ironie off … habe ich nebenbei noch einen Stop-Motion-Film gedreht.


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