Ich habe Hitze noch nie besonders gemocht. Sobald die Temperaturen steigen, werde ich langsam zu einem schmelzenden Eiswürfel. Aber während ich mich zumindest vor einen Ventilator setzen, etwas Kaltes trinken oder die Füße in Wasser halten kann, hat meine arme Buffy deutlich weniger Möglichkeiten. Sie liegt. Sie hechelt. Sie sucht jede kalte Stelle im Haus. Und schwitzen? Fehlanzeige.
Also brauchte ich für Sonntag einen Plan.
Wobei … ganz ehrlich war da noch ein zweiter Grund. Beim Geocaching gab es vom 20. bis 22. Juni ein besonderes Souvenir zur Juni-Sonnenwende zu ergattern. Und wenn es eine Ausrede braucht, früh morgens in den Wald zu verschwinden, dann nehme ich die natürlich gerne an.
Das Souvenir selbst steht für Wandel, Verbindung und neue Anfänge – inspiriert von Buckelwalen beider Erdhalbkugeln und der Küstentradition von Wales. Ein schöner Gedanke eigentlich. Gerade die Sonnenwende markiert schließlich auch irgendwie einen kleinen Übergang: längste Tage, Sommeranfang und neue kleine Abenteuer.
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| Geocaching Souvenir zur Sommersonnenwende |
Mein Plan: früh aus dem Bett krabbeln und mit Buffy in den Wald verschwinden. Meine Wahl fiel auf den Neroberg. Parken, direkt in den Schatten und laufen. Hüstel … und ganz nebenbei vielleicht den einen oder anderen Geocache mitnehmen. Einen klassischen Cache und einige Adventure-Labs spielen.
Über das Lilien-Geo-Art hatte ich bereits einmal berichtet – klick.
Mein Plan ging tatsächlich auf: Um 8:15 Uhr bin ich aufgewacht, um 8:30 Uhr saß ich im Auto und um 9 Uhr standen Buffy und ich schon mitten im Wald.
Extra vorbereitet hatte ich Frühstück für uns beide, denn unterwegs essen hat einfach seinen ganz eigenen Charme. Direkt am Parkplatz wartete bereits der erste Geocache. Schneller Fund, Eintrag ins Logbuch – und damit war auch das Sonnenwenden-Souvenir gesichert.
Und danach ging es endlich los: Angenehme 25 Grad, Schatten und angenehm feuchte Waldwege. Die Mücken hielten sich glücklicherweise ebenfalls zurück.
Während ich die Adventure-Labs spielte, schlenderten wir in Richtung „Klangwelten“. Und obwohl ich mit dem Handy beschäftigt war, war ich trotzdem ganz im Hier und Jetzt. Frei nach dem Motto: "Waldregel Nummer 1: Den Fokus immer zuerst auf den Hund legen. Geocaches und Handy können warten." Gut so, denn dadurch konnte ich das Reh zuerst entdecken – und reagieren, bevor Buffy beschlossen hätte, spontan ihre Karriere als Jagdhund zu starten.
Als wir später an die Stelle kamen, an der das Reh den Weg gekreuzt hatte, wurde sie richtig aufgeregt. Ich liebe diesen Moment. Dieses hektische, intensive Schnüffeln, wenn sie eine Spur entdeckt hat. Die Nase arbeitet auf Hochtouren, plötzlich ist alles unglaublich spannend.
Aber trotz heißer Spur wird sie nicht wild. Sie bleibt bei mir, ist ansprechbar. Sie zerrt auch nicht wie verrückt an der Leine.
An den Klangwelten war eigentlich Pause geplant. Essen? Wollten wir beide irgendwie nicht. Also ging es doch recht schnell zurück Richtung Auto.
Dort haben wir dann gegessen und getrunken – und nach einer Stunde Bewegung tat das richtig gut.
Als ich diesen Beitrag schreibe, liegt Buffy platt wie eine Flunder auf dem Boden. Und sobald sich ihre aktuelle Liegestelle zu sehr aufgewärmt hat, robbt sie einfach weiter zur nächsten kalten Stelle.
Zumindest eine gute Nachricht gibt es noch: Heute muss sie nicht mehr groß raus.









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