Dienstag, 27. Oktober 2026

Isis- und Mater Magna-Heiligtum

Die Prinzessin hat in diesem Jahr das Fach Deutsch lit. Lit steht für Literatur. In dem Fach wird - Überraschung - G E L E S E N.

Jeder Lehrer darf selbst entscheiden, wie er dieses besondere Fach unterrichten will. Die Lehrerin meiner Prinzessin hat den Kindern mehr oder weniger komplett freie Wahl gelassen, welches Buch sie lesen wollen. Sie hat es ihnen extra vor den Herbstferien mitgeteilt, falls es Kinder gibt, die ein dickes Buch lesen wollen. Es gab nur wenige Einschränkungen, es muss auf Deutsch sein und altersangemessen.

Die Prinzessin konnte sich bei den vorhandenen Büchern einfach nicht entscheiden, also haben wir uns in der Stadt getroffen und sind in die Buchhandlung stöbern gegangen. Wenn ich all diese wunderschönen Bücher sehe, die Buchrückseiten lese, bekomme ich so viel Lust zu lesen. (Am Ende scheitert es, weil ich zu spät ins Bett gehe und weil ich einfach keine Brille aufziehen will - wie blöd kann man -ich- denn bitte schön sein!?!?)

Einer der Buchhändler kam uns am Ende zu Hilfe. Er hat sich angehört, was die Prinzessin im Moment liest und hat ihr dann genau ein Buch empfohlen. Was soll ich sagen? Genau das haben wir dann auch genommen. 

Ich habe in das Buch schon reingelesen (und mir ein paar Seiten vorlesen lassen), es ist sehr angenehm zu lesen. Hab ich euch neugierig gemacht? Es geht um das Buch "Erebus".

Danach haben wir uns endlich das Isis- und Mater Magna-Heiligtum angesehen. Das ist eine archäologische Ausgrabungsstätte aus der Römerzeit im Untergeschoss der Römer Passage in Mainz. Ich habe es tatsächlich in knapp 20 Jahren nicht geschafft, es mir einmal anzusehen.

Auf dem ersten Blick ist es klein und überschaubar. Aber wie es immer so ist, wenn man anfängt zu schauen und Fragen zu stellen, wird es wirklich spannend.

 

Das Heiligtum: Die Überreste eines antiken Tempels für die Göttinnen Isis und Mater Magna aus dem 1. bis 3. Jahrhundert nach Christus wurden erst 1999 bei Bauarbeiten für die Römer Passage entdeckt.

Es werden Fundstücke wie Öllampen, Opfergaben wie Datteln, Feigen und Getreide, Statuen, Münzen und Fluchtafeln ausgestellt. 

Spannend waren auch die Multimedia-Elemente, die die Geschichte greifbarer gemacht haben und natürlich der ehrenamtliche Mitarbeiter, der mit offenen Augen und Ohren hilfreich und nicht aufdringlich präsent war.

Ich habe total vergessen zu fotografieren und nur ein paar wenige Bilder, die immerhin einen kleinen Eindruck geben. 


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